Einsätze 2016

Erschöpfte Wanderer Schönbergweg

Eine Deutsch- Thailändische Familie bestehend aus 6 Personen fuhr am 26.09.2016 auf den Krippenstein in Obertraun.

 

Die Familie besuchte zuerst die Dachstein Eishöhle und fuhr anschließend mit der zweiten Teilstrecke auf den Gipfel des Krippensteins. Um 16:30 Uhr fuhr die Familie mit der zweiten Teilstrecke wieder in die Schönbergalm und von dort gingen sie zu Fuß weiter ins Tal.

 

Eine 70-jährige und eine 60-jährige Thailänderin konnten ca. 500 Meter oberhalb der Talstation aufgrund Erschöpfung nicht mehr weiter gehen.

Der Deutsche Ehemann der Nichte der beiden Frauen alarmierte über den Bergrettungsnotruf „140“ die Einsatzkräfte.

Ein Bergretter, der Ortsstelle Obertraun brachte die erschöpften Damen mit einem Quad zur Talstation der Krippenstein Seilbahn.

 

Der Rest der Familie ging in Begleitung eines Bediensteten der Dachstein Krippensteinseilbahn und einem Bergretter zur Talstation. Sie waren alle unverletzt.

 

Im Einsatz befanden sich 4 Mann der Bergrettung Obertraun, 1 Bediensteter der Dachstein Krippenstein Seilbahn,1 Beamtin und 1 Beamter der Alpinen Einsatzgruppe Gmunde.

 

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Knöchelverletzung Hirzkarsee

Nach einen Sprung im Bereich des Hirzkarsees hat sich ein Mitglied einer Jugendgruppe am Knöchel verletzt. Er wurde von den Bergrettern zur Bergstation der Krippeinsteinseilbahn gebracht. Von dort ging es mit der Bahn ins Tal, wo er dem Roten Kreuz übergeben wurde.

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Sucheinsatz Krippenstein II

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Sturz Radfahrer

Sturz eines Radfahrers im Bereich Bühlerbach, Verletzungen am Bein u. Arm.

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Nächtlicher Sucheinsatz am Dachsteinplateau

Zu einem nächtlichen Sucheinsatz am Dachsteinplateau kam es in der Nacht vom 5. auf 6. Mai. Zwei ukrainische Wanderer wollten mit Hilfe eines Handy-Apps auf der geschlossenen Schneedecke das Dachsteinmassiv überqueren. Als sie nach dem extrem langen Fußmarsch erschöpft in der Dunkelheit um Hilfe riefen, machten sich die Rettungskräfte mit  Winterausrüstung auf die Suche nach den beiden.

 

Die beiden 22- jährigen ukrainischen Studenten Petro T. und Khrystyna S. fuhren am 05.05.2016, mit dem Zug von Wien nach Schladming. 

Von dort gingen sie zu Fuß nach Ramsau um per Autostopp zur Talstation der Dachstein Südwandbahn zu gelangen. Sie fuhren mit der Südwandbahn auf den Dachstein um dort um 14.00 Uhr in Richtung Hallstatt zu gehen, wo die beiden nächtigen wollten.

 

Mit Hilfe einer Smartphone-App entschieden sie sich den scheinbar kürzesten Weg über das Gebirge zu wählen. 

Sie marschierten mit Wanderschuhen über das durchgängig schneebedeckte Dachsteinmassiv. Nach ihren Angaben folgten sie Schispuren im Bereich des Gjaidstain Richtung Obertraun.

 

Aufgrund des extrem langen Fußmarsches und der Dunkelheit alarmierten sie um 22:05 Uhr völlig erschöpft über einen Bekannten in Niederösterreich die Einsatzkräfte. 

 

Die Einsatzkräfte fuhren um 23.10 Uhr mit der Krippensteinseilbahn von Obertraun auf, um von dort mit den Tourenskiern die Suche nach dem vermissten Pärchen zu starten. 

Der FLIR- Hubschrauber des BMI, Einsatzstelle Klagenfurt konnte die beiden Studenten orten und lotste mit Hilfe des Suchscheinwerfers die Rettungsmannschaft dorthin, wo sie kurz nach Mitternacht eintrafen.

 

Mit Hilfe von mitgebrachten Schneeschuhen und nach einer ersten Versorgung mit heißen Getränken konnten die beiden selbständig in Begleitung der Bergrettung zurück zum Oberfeld gehen.

Von dort wurde die Rettung mit dem  Pistengerät zur Bergstation der Krippensteinseilbahn fortgesetzt. Von dort fuhren sie mit beiden Teilstrecken talwärts.

 

Die Studenten und die Einsatzkräfte trafen um 01:20 Uhr im Tal in 4831 Obertraun ein.

 

Im Einsatz befanden sich 10 Mann BRD Obertraun und eine Beamtin der AEG Gmunden, sowie

Libelle – FLIR des BMI, Einsatzstelle Klagenfurt.

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Lawinenabgang Sessellift Gletscher

Am 28.4.2016 gegen 12.30 Uhr meldeten zwei namentlich nicht bekannte Snowboarder beim Liftpersonal des Gletscherschigebietes Dachstein, Gemeinde Obertraun, einen Lawinenabgang. Die beiden gaben an, dass eine einzelne Schispur in den Hang führe, in dem sich ein Schneebrett gelöst habe. Man habe aber keinen Schifahrer oder Snowboarder einfahren sehen. Da eine mögliche Personenverschüttung nicht ausgeschlossen werden konnte, verständigte der Betriebsleiter der Dachstein-Bahn AG die Bergrettungs-Ortsstelle Ramsau a.Dachstein über welche die Rettungskette in Gang gesetzt wurde.

 

Die Einsatzkräfte suchten die Lawine mit LVS und Recco Geräten ab, konnte aber kein Signal orten. Folglich sondierte die Mannschaft den gesamten Lawinenkegel ohne Erfolg. Weil auch die Suchen mit den Lawinenhunden negativ verliefen, wurde um 16:00 Uhr abgebrochen, da keine Hinweise auf eventuell verschüttete Personen zu Tage traten.

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Tourengeher bei Rumplertour abgestürzt

Bei einer Skitour am Dachsteinplateau ist ein Tourengeher gestürzt und fiel über eine acht Meter hohe Felskante. Durch seinen Sturz löste er ein Schneebrett aus, welches ihn auch schließlich traf. Glücklicherweise blieb er unverletzt.

 

Die beiden Wiener Tourengeher, 41 und 51 Jahre alt, waren auf der sogenannten Rumplerrunde - vom Krippenstein, über den Dachsteingletscher und dann über die Simonyhütte wieder zurück zur Krippenstein- Talabfahrt nach Obertraun - unterwegs.

Gegen 13 Uhr verließen sie die eigentliche Route unterhalb des Schladminger Gletschers und bogen durch felsdurchsetztes Gelände Richtung Guttenberg ab. Bei der Abfahrt mit angelegten Steigfellen stürzte der ältere der Beiden. Als ihn danach sein Begleiter aus den Augen verlor, setzte er einen Notruf ab.

Bei seinem Stuz rutschte er ca. 40m durch steiles, felsdurchsetztes Gelände ab und wurde unten über eine ca. acht Meter hohe Stufe katapultiert. Glücklicherweise wurde der Aufprall vom weichem Schnee etwas abgefangen. Sein Sturz löste aber auch noch ein kleines Schneebrett, welches ihn teilweise traf.

Nach einem kurzem Suchflug mit dem Rettungshubschrauber C6 konnten die beiden lokalisiert und nach der ärztlichen Behandlung ins Krankenhaus nach Schladming geflogen werden.

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Seilbergung Angeralm in Dämmerung

Erst kurz vor Einbruch der Dunkelheit alarmierte eine vierköpfige Freeridergruppe die Bergrettung. In letzter Minute gelang noch eine Seilbergung mit dem Rettungshubschrauber, ansonsten wäre eine schwierige terrestische Bergung erforderlich gewesen.

 

Der 46-jährige polnische Schifahrer K. fuhr gemeinsam mit drei weiteren polnischen Staatsbürgern, zwei Männern und einer Frau, um ca. 16:20 Uhr in der Freesports Arena Krippenstein, die Variante „Angeralm“, vom Gipfel des Krippensteins in Richtung Tal.

 

Aus unbekannter Ursache kam K. im Bereich der „Exit Tafeln“ in ca. 1400 Meter Seehöhe zu Sturz und verletzte sich am linken Knie. Er konnte nicht mehr aufstehen und hatte starke Schmerzen. Seine Begleiter alarmieten über den Notruf 140! die Einsatzkräfte um ca. 17:54 Uhr 

 

Trotz einbrechender Dunkelheit konnte der Notarzthubschrauber „Christophorus 14“ den Verletzten und eine Begleiterin mittels Taubergung ins Tal geflogen. Die FF Obertraun sorgte mit Scheinwerfer für die Ausleuchtung am Landeplatz in Obertraun.Dort wurde K. medizinisch von der Notärztin erstversorgt und zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus nach Schladming geflogen.

Die beiden männlichen Begleiter konnten selbständig ins Tal abfahren.

 

Im Einsatz waren 13 Mann der Bergrettung Obertraun, fünf Mann der Freiwillige Feuerwehr Obertraun, die Crew des Christopferus 14 und eine Beamte der AEG Gmunden.

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Beinbruch Krippenbrunn

Der 31-jährige Wiener Richard F. befand sich am 14.2.2016 gegen 11.00 Uhr mit seinem 33-jährigen Freund Alex M., ebenfalls aus Wien, in Obertraun am Krippenstein zum Freeriden.

 

Im Bereich der ehemaligen Mittelstation der Bundesheer Seilbahn ins Oberfeld fuhren die Beiden im freien Schiraum eine Variantenabfahrt.

Ca. 50m abseits der Piste in einem steilen, licht bewaldeten Gelände, kam Richard F. aus eigenem Verschulden zu Sturz und brach sich den linken Unterschenkel.

Alex M. stieg anschließend wieder zur Piste auf und verständigte die Rettungskräfte.

Nach der Erstversorgung durch die Bergrettung, wurde er durch die Crew des ÖAMTC Notarzthubschraubers „Christophorus 14“ mit einem 40m Tau gerettet und ins Tal geflogen (12.20 Uhr).

Im Einsatz befanden sich ein Beamter der Alpinen Einsatzgruppe Gmunden, die Crew von Christophorus 14 und mehrere Mann vom BRD Obertraun.

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Snowboarder Angeralm

Der 29-jährige Snowboarder Dominik H. fuhr gemeinsam mit dem ebenfalls 29-jährigen Skifahrer Gerald H. am 12.02.2016, 12:15 Uhr in der Freesports Arena Krippenstein,  die Variante „Angeralm“, talwärts.

Aus unbekannter Ursache kam der Snowboarder zu Sturz und fiel auf einen Stein. Trotz Schmerzen konnte H. noch bis zur Ausfahrt der Variante, wo diese auf die Piste der Talabfahrt anschließt, abfahren.  

H. bekam in diesem Bereich stärkere Schmerzen und zudem nur mehr sehr schlecht Luft. Sein Begleiter alarmierte die Einsatzkräfte.

 

H. wurde durch die Bergrettung u. Pistenrettung der Freesports Arena erstversorgt und terrestrisch mit einem Akja ins Tal gebracht.

Dort wurde er vom RK Bad Goisern und einem Notarzt weiter behandelt und mit der Rettung ins LKH Bad Ischl verbracht.

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Skiunfall Schafeck

Skifahrer von Piste abgekommen und gestürzt.

Die Bergrettung Obertraun wurde von den Kollegen der Alpinen Einsatz Gruppe der Polizei zu einen Unfall im Bereich der Krippenstein Talabfahrt alarmiert.
Zeitgleich wurde auch der Pisten Rettungsdienst der Dachstein Krippenstein Seilbahn und der NAH C14 aus Niederöblarn verständigt. Beim Eintreffen am Unfallort stellte sich heraus das der Skifahrer von der Piste abgekommen war und ca. 4m unterhalb der Piste mit Verletzungen unbestimmten Grades zum liegen kam. Die Erstversorgung des Verletzten wurde durch den Pistendienst und Bergrettung bis zum Eintreffen des Hubschraubers durchgeführt. Anschließend wurde der Patient von der Crew des NAH C14 mittels Tau geborgen und ins LKH Bad Ischl geflogen.
Bei diesem Einsatz zeigt sich wie wichtig die perfekte Zusammenarbeit der Einzelnen Rettungsorganisationen ist.

Im Einsatz standen 3 Mann der Pistenrettung, 2 Mann BRD Obertraun, 1 Beamtin AEG Gmunden und die Crew des NAH C14.

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Newsfeed:

Hirschberg

Der 46-jährige deutsche Staatsangehörige Steffen M. aus Bad Tabarz startete gegen 08:30 Uhr von der Steinmittenalm in der Steiermark alleine eine Wanderung in

Richtung Krippenstein.

Er macht zurzeit eine Dachsteinumrundung und hatte dazu auch über die Alpenvereins App die Wege auf sein Handy heruntergeladen.

Im Bereich der Obertrauner Landfriedalm, unterhalb des Hohen Hirn, hatte er den Steig verloren und kam nicht mehr weiter. Er setzte einen Notruf ab, wo er ganz

genau seine Position (GPS-Daten) mitteilen konnte. Es wurde die Bergrettungsortsstelle Obertraun und der Polizeihubschrauber Libelle Linz alarmiert.

Der Polizeihubschrauber konnte Steffen M. bei einem Suchflug sofort finden und rettete ihn mittels 30 Meter Tau (Variables Tau).

Im Einsatz standen 6 Mann der Bergrettung Obertraun, die Crew des Polzeihubschraubers Libelle u. 6 Beamte der Alpinpolizei.

Knöchelverletzung Krippenstein Talabfahrt

Den dritten Tag in Folge, wurde die Obertrauner Bergrettung alarmiert. Diesmal knöchelte ein deutscher Wanderer beim Abstieg vom 2100 Meter hohen Krippenstein so unglücklich um, dass ein selbstständiger Abstieg ins Tal nicht mehr möglich war. Die Bergrettung kam dem Wanderer mit ihrem Einsatz-Quad zu Hilfe und transportierten den Verletzten ins Tal.


Zwei befreundete Familien aus Deutschland unternahmen am 23.07.2020 zum Wandern in Obertraun unterwegs. Die insgesamt sechs Personen fuhren gegen 10:30 Uhr mit der Seilbahn auf den 2100m hohen Krippenstein. Von dort wollten sie zu Fuß über die elf Kilometer lange Skiabfahrt bis ins Tal wandern. 

Gegen 13:00 Uhr knöchelte der 51-jährige Familienvater etwa auf halber Strecke aufgrund einer Unachtsamkeit um und verletzte sich schwer am rechten Fußgelenk. 

Da der Mann nicht mehr selbstständig ins Tal absteigen konnte, kümmerte sich der zweite Familienvater um die Verständigung der Einsatzkräfte.

Der verletzte 51- jährige konnte von den Bergrettungskräften nach der Erstversorgung, mithilfe des  Einsatz-Quads sicher ins Tal gebracht und der Rettung zur weiteren Versorgung 

übergeben werden.

Im Einsatz standen 10 Mann des Bergrettungsdienst Obertraun sowie zwei Beamte der AEG Gmunden.



Taubergung Eishöhle

Paragleiter Winklerberg

Beim Flug vom 2.100 Meter hohen Krippenstein in Obertraun, geriet ein deutscher Gleitschirmflieger in Turbulenzen. Sein Schirm verhängte sich, woraufhin er mit seinem Rettungsschirm im unwegsamen Gelände notlanden musste. Die Bergrettung stieg zur Unfallstelle auf und begleitete den unverletzten Piloten sicher ins Tal.

 

Ein 37-jähriger deutscher Staatsbürger flog mit seinem Gleitschirm vom 2.100 Meter hohen Krippenstein im Dachsteingebiet, Richtung Tal nach Obertraun. Aufgrund von Turbulenzen, klappte sein Schirm plötzlich ein und verhängte sich. Angesichts des raschen Höhenverlustes, entschied sich der Pilot seinen Notschirm zu ziehen um einen unkontrollierten Absturz zu vermeiden. In Folge landete der Gleitschirmflieger mit seinem Rettungsschirm im unwegsamen Gelände. Der Absturz wurde vom Tal aus von mehreren Zeugen beobachtet, welche die Rettungskräfte alarmierten. Kurz nach seiner Landung meldete sich der Pilot über den Notruf und sagte, dass er unverletzt sei, seinen Gleitschirm selbstständig aus den Bäumen befreien kann und dann ins Tal absteigen werde. Der bereits alarmierte Bergrettungsdienst Obertraun entschied auf Grund des unwegsamen Geländes und der Tatsache, dass der Pilot ortsunkundig ist, diesen an der Absturzstelle abzuholen und sicher ins Tal zu begleiten.

Der Gleitschirmflieger wurde gegen 16:30 Uhr von den Kräften der Bergrettung unverletzt und sicher ins Tal gebracht.

Im Einsatz standen 11 Mann BRD Obertraun sowie 1 Mann der Alpinpolizei.

Google Maps - Verstiegen

Der 38-jährige Johann L. aus Wien und ihr 38-jähriger ungarischer Freund Daniel V. machen gerade Kurzurlaub (2 Tage) im Salzkammergut. An ihrem ersten Urlaubstag hatten sie vor auf den Krippenstein zu wandern. Im Bereich der sogenannten „Eisgrube“, unterhalb von Krippenbrunn, verließen die beiden den markierten Weg und folgten auf „GoogleMaps“ einen eingezeichneten Weg, der real gesehen nicht existiert. Sie kamen dabei in steiles und unwegsames Gelände. In ihrer ausweglosen Situation setzten sie einen Notruf ab, worauf die Bergrettung Obertraun alarmiert wurde und nach Abklärung der Situation der Polizeihubschrauber „Libelle Linz“ zur Auffindung und Bergung zusätzlich angefordert wurde. Nach Sichtung durch den Polizeihubschrauber, wurden die beiden Personen mittels Tau (25 Meter) von der Besatzung des Hubschraubers gerettet und ins Tal geflogen. 

 

Hinweis: 

Bereits am 19. Dezember 2019 ereignete sich in diesem Bereich ein ähnlicher Einsatz, nachdem tschechische Bergsteiger ebenfalls den auf „GoogleMaps“ falsch eingezeichneten Wanderweg folgten.

Für alpines Gelände ist geeignetes Kartenmaterial zur Tourenplanung zu verwenden. Leider ist das weit verbreitete GoogleMaps für den alpines Gelände hier nicht geeignet. Die dargestellten Routen entsprechen Phantasielinien, die quer durchs Steilgelände gezogen wurden und so zur Gefahr werden können. Google wurde bereits öfter hingewiesen die Routen zu entfernen, leider bislang ohne Erfolg.

Gewitter Krippenstein Klettersteig

Von einer starken Gewitterfront wurden zwei deutsche Bergsteigerinnen im Himmeleck-Klettersteig, unterhalb des 2.100 Meter hohen Krippenstein überrascht. Für den Klettersteig brauchten sie länger als geplant, da sie sich den Ausstieg über die sogenannte "Gams" nicht zutrauten und deshalb den leichteren Himmeleck-Klettersteig wieder zurück gingen. Als dann das Gewitter mit Blitz- Donner- u. Hagelschauer aufzog, setzten sie, bereits sehr verängstigt, einen Notruf ab. Bis zum Eintreffen der Bergrettung, mussten die beiden im Klettersteig ausharren. Dabei hängten sie sich an einer sicheren Stelle aufgrund der Blitzschlaggefahr vom Stahlseil aus und kauerten sich in einer Nische zusammen.

 

Die zwei deutschen Freundinnen Julia N., 28 Jahre und Lisa Vera Z., 29 Jahre,  fuhren am 1.7.2020 gegen 9.00 Uhr von Obertraun mit der Seilbahn auf den Hohen Krippenstein im Dachsteingebiet auf. Sie planten den durchwegs leichten „Himmeleck Klettersteig“ (Schwierigkeitsgrad A/B) zu begehen und über den Klettersteig „Gams“ (C) zur Aussichtsplattform der „Five Fingers“ auszusteigen. Beide gingen erst einmal einen Klettersteig, das war eine geführte Tour mit einem Zivilbergführer. Sie trauten sich die Schwierigkeiten deshalb auch zu und waren für ihr Unterfangen grundsätzlich gut ausgerüstet.

Bei der Kreuzung „Gams“angekommen schreckte sie allerdings die steile Wand nach oben ab und sie entschlossen sich deshalb gegen 13.30 Uhr, den Rückweg anzutreten. In der Zeit bis dahin genossen die beiden die schöne Aussicht und fertigten ein paar Bilder an. Wie für den frühen Nachmittag prognostiziert, begann es gegen 14.05 Uhr stark zu regnen. Außerdem zog eine Front mit Blitz und Donner, sowie kurzem Hagelschauer durch.

Schwer verängstigt setzten die beiden via Euronotruf 112 einen Notruf ab, lösten sich vom Stahlseil und kauerten sich in eine Felsnische. An eine prompte terrestrische Bergung war vorerst natürlich auf Grund der Wetterlage nicht zu denken, auch weil der reguläre Seilbahnbetrieb kurz eingestellt werden musste. Parallel wurde deshalb auch die Crew vom Polizeihubschrauber „Libelle Linz“ angefordert. Gegen 15.20 Uhr erreichten die Rettungskräfte bei Regen den Einstieg zum Klettersteig, Blitz und Donner zogen weiter. Nur zwei Mann vom BRD Obertraun machten sich am Weg zu den beiden Frauen, das war vom Wetter her mittlerweile vertretbar, der Rest der Mannschaft blieb aus Sicherheitsgründen beim Einstieg. Kurz darauf war auch der Polizeihubschrauber trotz der widrigen Verhältnisse vor Ort, konnte aber storniert werden. Nach Erstversorung wurden die Kletterinnen mit einer Seilsicherung aus der Wand geführt. Sie waren vollkommen durchnässt und unterkühlt, sonst aber unverletzt. Gemeinsam wurde gegen 16.00 Uhr der Rückweg zur Bergstation der Krippenstein Seilbahn angetreten.

Obwohl die beiden Frauen den Wetterbericht studiert hatten, haben sie die Heftigkeit und die Geschwindigkeit des Gewitters laut eigener Auskunft unterschätzt.

 

Im Einsatz befanden sich acht Mann vom Bergrettungsdienst Obertraun, ein Beamter der AEG, sowie die Crew vom Polizeihubschrauber „Libelle Linz“.

Lawinenabgang Dachstein

Am Dachsteingletscher, im Bereich der sogenannten Randkluft, unterhalb des Dachsteingipfels, ist eine große Lawine abgegangen. Leider konnten 5 tschechische Schneeschuhwanderer, nur noch tod geborgen werden.

Unter dem Großaufgebot von ca. 100 Rettern, war auch die Bergrettung Obertraun im Einsatz .

Obwohl die Bergung der Verschütteten äußerst rasch erfolgte, war es für die Opfer leider bereits zu spät. Bedauerlicherweise trugen die Opfer kein LVS (Lawinen- Verschütteten-Suchgerät = "Piepserl"), was eine noch raschere Bergung ermöglicht hätte.

 

Hintergrundinfo:

Kommt es zu Lawinenabgängen, sind die ersten 15 Minuten entscheidend. Wird man innerhalb dieser Zeit geborgen, gibt es eine statistische Überlebenschance von etwa 90%.

Es handelt sich also um einen Wettlauf mit der Zeit. Das Mitführen der richtigen Ausrüstung - LVS, Sonde, Schaufel - ist hier entscheidend. Genauso wichtig ist aber auch die Übung im Umgang mit dem Gerät, um schnellst möglich andere retten zu können.

Sturz Mittagkogel

Die 23-jährige deutsche Urlauberin fuhr am 22. Februar 2020, mit ihren Schiern, mit einer Gruppe im Gemeindebiet von Obertraun, in der Freeridearena, im Bereich der Variante „Schönberg“ ab. 

Nächst dem Mittagkogel fuhr sie von der Gruppe getrennt eine eigene Spur (Line) und 

fiel dabei gegen 12.19 Uhr kopfüber in eine Doline.

Sie blieb mit ihren Schiern am Beginn der Doline an einer Legföhre hängen.

Als der Notarzthubschrauber Christophorus 14 aus Niederöblarn eintraf, hing sie noch immer kopfüber in der Doline.

Durch eine rasch eingeleitete Rettung im Zusammenwirken vom Team des 

Notarzthubschraubers C14 und der Bergrettung Obertraun, gelang es die Schifahrerin aus ihrer misslichen Lage unverletzt zu retten.

An der Rettungsaktion waren 9 Bergretter der Ortstelle Obertraun beteiligt.

Erschöpfte Skifahrer Angeralm

Vier schwedische Skifahrer waren zum Skifahren im Skigebiet am Krippenstein unterwegs. Dabei fuhr die ortsunkundige Gruppe in die Variantenabfahrt Angeralm ein. Von der Seilbahn aus wurde die Gruppe schon über einen längeren Zeitraum beobachtet. Die Bergrettung hielt um ca. 16:30 Uhr Nachschau.

Oberhalb des sogenannten "Wasserfalls", in etwa 1400 Meter Seehöhe, stießen die Bergretter auf die erschöpfte Gruppe. 

Die Gruppe wurde dann gesichert bis zur gesicherten 11 Kilometer langen Talabfahrt und dann weiter bis ins Tal transportiert.

Bergung Skifahrerin Angeralm

Riesenglück im Unglück hatte eine 26-jährige Skifahrerin, als sie im freien Skiraum unterhalb des 2100 Meter hohen Krippensteines zu Sturz kam. Dabei stürzte sie etwa 80 Meter tief über Steilgelände. Vor der nächsten hohen Felswand, konnte sie sich gerade noch halten. Ein Begleiter, der die Hilferufe hörte, alarmierte die Bergrettung, die sie gemeinsam mit dem Notarzthubschrauber, nur leicht verletzt bergen konnte.

Die Wiener Urlauber, waren schon den ganzen Tag im ungesicherten, freien Skiraum am Krippenstein unterwegs. Die Variante Angeralm fuhren sie zum ersten Mal talwärts. Dabei kam die Frau zu weit nach links ab. Sie fuhr im unverspurten Tiefschnee-Gelände, als sie zu Sturz kam und dabei beide Skier verlor. Daraufhin stürzte sie in das darunterliegende Steilgelände etwa 80 Meter tief ab. Auf einer kleinen Felsstufe auf etwa 1.800 Meter Seehöhe konnte sie sich oberhalb der nächsten höheren Wand halten. Um ca. 16 Uhr hörte ihr Begleiter die Hilferufe und alarmierte sofort die Bergrettung Obertraun, die sich gleich auf den Weg machte.

Gleichzeitig wurde der Notarzthubschrauber C99 zum Unfallort beordert. Die Bergrettung fuhr nach Lokalisierung der Verletzten mit Skiern zur Unfallstelle ab und sicherte die Skifahrerin vor einen weiteren Absturz ab. Nach der Erstversorgung und Absicherung durch die Bergrettung, konnte der Rettungshubschrauber erfolgreich eine Taubergung durchführen und die Verletzte zur anschließenden Behandlung ins Krankenhaus Schladming transportieren. Der Begleiter wurde von der Bergrettung sicher ins Tal begleitet.

Im Einsatz waren elf Bergretter der Ortsstelle Obertraun, sowie das Team des Notarzthubschraubers C99.