Geschichte der Obertrauner Bergrettung

Mit der nach dem zweiten Weltkrieg begonnenen Erschließung des Dachsteinplateaus für den Tourismus - besonders des Ausbaus für den Wintersport - nahm auch die Anzahl an Bergunfällen sprunghaft zu. Oft waren es anfangs Tourengefährten, die verletzten Kameraden im Notfall Erste-Hilfe leisteten und sich auch um den Abtransport ins Tal kümmern mussten.

Über Initiative vom Hüttenwirt und Schilehrer Sepp Schilcher und des damaligen Revierjägers Johann Staudinger, wurde am 1.1.1952 mit noch weiteren sieben Bergkameraden die Ortsstelle Obertraun gegründet.

Unmittelbar in die Aufbauzeit fiel zu Ostern 1954, als herausragender Einsatz der Ortsstelle, die Großsuchaktion nach den im orkanartigen Schneesturm verunglückten 13 Heilbronner Lehrern und Schülern. Dieses Bergunglück ist als Dachstein Tragödie in die Alpingeschichte eingegangen.

In den nunmehr über 60-jährigen Bestand der Ortsstelle, ist der Mitgliederstand auf ca. 30 aktive und bestens ausgebildete Bergretter/innen angewachsen, die alljährlich zu einer Vielzahl von Bergungs- und Sucheinsätzen ins großflächige ( 88,3 km2 ) Dachsteinplateau und die weitere, Obertraun einrahmende Bergwelt gerufen werden.

2007 wurde als erste Frau Spiesberger Julia in den aktiven Stand der Bergrettungs- Ortsstelle übernommen.

 

Ortsstellenleiter der Bergrettung Obertraun

  • 1952 - 1957 Gründer Johann Staudinger

  • 1957 - 1972 Walter Höll

  • 1972 - 1987 Fritz Hinterer

  • 1987 - 1993 Stefan Höll

  • 1993 - 2014 Alfred Höll

  • seit 2014 Bernd Dankelmayr

 

Einsatzzentrum Obertraun

Umzug in unser neues Heim!

Am 17. Mai 2019 war es endlich soweit - das Einsatzzentrum Obertraun, in der die Bergrettung Obertraun gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr seither beheimatet ist, wurde eröffnet.

 

Wie unser neues Zuhause entstand...

Die Errichtung des neuen, für den Ort und die Einsatzorganisationen so wichtigen Einsatzzentrums, wurde großteils vom Land Oberösterreich finanziert. Allen Verantwortlichen sei an dieser Stelle ein großer Dank ausgesprochen!

Zur Finanzierung des neuen Einsatzzentrums der Gemeinde Obertraun, mussten aber auch von den zwei Einsatzorganisationen, Feuerwehr und Bergrettung, hohe Eigenleistungen eingebracht werden. Ermöglicht wurde dies einerseits durch Spenden, ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an alle Gönner, sowie durch Arbeitsleistungen am Gebäude selbst. Einen großen Teil stellt hierbei der fast 800m² große Warmdachaufbau dar, der komplett in Eigenleistung erbracht wurde, sowie auch größere Eigenleistungen im Installations- u. Schlossergewerk. Danke an alle fleißigen Helfer!

Zeitraffer Bau Einsatzzentrum


Eröffnungsfeier

Eigenleistungen beim Bau


Newsfeed:

Schulterverletzung Heilbronner-Runde

Bei einer Skitour, auf der bekannten Heilbronner-Runde am Krippenstein in Obertraun, kam ein einheimischer Skitourengeher so unglücklich zu Sturz, dass er sich eine Fraktur an der Schulter zuzog. Die verständigten Rettungskräfte konnten den Verletzten erstversorgen und zur weiteren Versorgung ins Salzkammergut Klinikum Bad Ischl transportieren.

 

Der 48-Jährige Einheimische  und seine 34-Jährige Lebensgefährtin aus dem Bezirk Liezen fuhren gegen 11:00 Uhr mit der Krippenstein-Seilbahn auf, um eine gemeinsame Skitour zu unternehmen. Nach einer Besichtigung der „Five-Fingers“ im Gipfelbereich des 2100 Meter hohen Krippensteins, stand als weiteres Ziel das Heilbronner Kreuz auf dem Programm. Nachdem das Paar auch dieses erreicht hatten sollte der Rückweg über die Gjaidalm mit anschließender Talabfahrt über die gesicherten Pisten erfolgen.

Der Weg vom Heilbronner Kreuz in Richtung Gjaidalm auf dem Hochplateau des Krippensteins führt über kupiertes Gelände. Im Bereich des Loskoppens hatten die Beiden eine kurze Abfahrt mit angefellten Skiern zu bewältigen. Dabei kam der 48-Jährige gegen 14:10 Uhr aus eigenem Verschulden so unglücklich zu Sturz, dass er sich eine Luxation sowie Fraktur an der rechten Schulter zuzog. Seine Lebensgefährtin, welche sich zum Unfallzeitpunkt vor P. befand, leistete Erste Hilfe. Zwei nachkommende Skitourengeher unterstützten das Paar und setzten den Notruf ab, da ein Weiterkommen für den Verunfallten nicht mehr möglich war.

Der alarmierte Notarzthubschrauber Christophorus 14 konnte den Verletzten an Bord nehmen und um 15:30 Uhr zur medizinischen Versorgung in das

Salzkammergut Klinikum Bad Ischl verbringen.

Die Lebensgefährtin beendete die Skitour selbstständig und gelangte sicher ins Tal.

Im Einsatz standen die Besatzung des NAH C14, 3 Kräfte der Bergrettung Obertraun sowie ein Beamter der AEG Gmunden.

Fotoserie Winterübungen

Verletzter Jäger Schönbergalm

Beim Aufsuchen einer bejagten Gämse in der obertrauner Schönbergalm, unweit der bekannten Dachsteinhöhlen, stürzte ein Jäger über felsdurchsetztes Gelände. Dabei verletzte sich der Weidmann am Bein. Aufgrund seiner Verletzung, war ein selbstständiges Absteigen nicht mehr möglich, woraufhin sein Jagdkammerad die Bergrettung Obertraun zur Hilfe rief. Diese rückten mit 12 Mann in den Einsatz aus und bereiteten eine Hubschrauberbergung des Verletzten vor. An einer geeigneten Stelle konnte der Mann dann vom Rettungshubschrauber C14 geborgen werden.

 

Die beiden Jäger, 68 und 63 Jahre, waren im Jagdrevier im Bereich der bekannten Dachsteinhöhlen in der Schönbergalm in Obertraun zu Fuß zur Gämsenjagd unterwegs. Etwas unterhalb der Schönbergalm, in einer Seehöhe von ca. 1300 Meter, trennten sich die beiden, um eine bejagte und getroffene Gämse aufzusuchen. 

Gegen 12 Uhr entschloss sich der 63 Jährige im leicht schneebedeckten und felsdurchsetzten Gelände, über einen Absatz hinunter zu springen. Beim Aufkommen verletzte er sich jedoch am linken Oberschenkel. Ein Weiterkommen war ihm deshalb nicht mehr möglich, woraufhin sein Jagdkollege die Einsatzkräfte alarmierte.

 

Da sich der Verletzte im Nahbereich der Stromleitung aufhielt, war eine Taubergung mit dem Rettungshubschrauber nicht möglich. Eine Mannschaft der Bergrettung Obertraun fuhr mit der Krippenstein-Seilbahn in die Schönbergalm auf und machte sich von dort auf dem Weg zur Unfallstelle. Nach einem gesicherten Abstieg am Seil, wurde der Verletzte terrestrisch zu einer geeigneten Stelle für eine Taubergung durch den Rettungshubschrauber C14 gebracht. Von dort konnte der Jäger und die Retter vom Hubschrauber aufgenommen und ins Tal geflogen werden.

 

Im Einsatz waren 12 Mann der Bergrettung Obertraun, das Team des C14, 2 Beamte der AEG und die Bediensteten der Krippenstein-Seilbahn.

Bergung Ausstieg Seewandklettersteig, Schnee

Nachdem zwei tschechische Kletterinnen, den bekannten Seewandklettersteig durchstiegen, konnten sie den Rückweg über die Gjaidalm am Dachstein nicht mehr finden. Der Grund dafür war starker Schneefall am Vortag, wodurch ca. 1/2 Meter Neuschnee im Bereich des Ausstieges vom Klettersteig lag. Die Markierungen waren eingeschneit. Als sie ihre aussichtslose Situation erkannten, riefen sie die Rettungkräfte um Hilfe. 

 

Um 09:45 Uhr, starteten die zwei tschechischen Bergsteigerinnen vom Parkplatz zu einer Tour durch den Seewandklettersteig auf den Krippenstein.

Um 11:15 Uhr erreichten sie den Einstieg des Klettersteiges „Seewand“, welcher eine Schwierigkeitsbewertung von max. D/E aufweist.

Nach ca. 4,5 Stunden Aufstieg erreichten die beiden Alpinistinnen den Ausstieg, konnten jedoch den Weg zurück Gjaidalm bzw. Krippensteinseilbahn nicht finden. Der Grund hierfür ist in der Witterung der letzten Tage begründet, da es auf dem Dachstein-/Krippensteinplateau ca. 40-50 cm Neuschnee gab und folglich die bodennahen Markierungen nicht mehr ersichtlich waren. Zudem waren sie auch die Einzigen, welche am heuten Tag den Klettersteig begingen und daher keine Spuren vorhanden waren. Aufgrund der vorherrschenden, niedrigen, Temperaturen und der Aussichtslosigkeit ihrer Situation verständigten sie via Notruf die Einsatzkräfte.

Zur Unterstützung der Einsatzkräfte wurde der Hubschrauber der Flugpolizei „Libelle OÖ“ angefordert, welcher nach einem kurzen Suchflug die beiden Tschechinnen wahrnehmen und, mit einer Kufe im Gelände aufgestützt, an Bord nehmen konnte. Schließlich wurden sie leicht unterkühlt und erschöpft ins Tal geflogen. Beide waren für die Tour sowie die Temperaturen entsprechend ausgerüstet. Als Grund für die Notlage gaben sie an, dass sie vom Tal aus den Schnee zwar sahen, jedoch hofften, dass dieser durch die Sonne abtauen und der Fels auftrocknen würde – dies war jedoch nicht der Fall.

Im Einsatz waren 12 Mann der Bergrettung Obertraun, eine Streife der PI Bad Goisern  mit 1 Beamten der AEG, sowie die Crew der „Libelle OÖ“.

Klettern Maltatal

Kletterausflug ins Maltatal, Kärnten.
Super Klettertage am Granit. Eine schöne Gemeinschaftstour, Abwechslung zum Einsatzgeschehen und Übungsbetrieb.

Klettern Krippenstein

Alarmierung Krippenstein

Nachschau halten, nach Alarmierung möglicher Paragleiterabsturz am Krippenstein