Unser Einsatzgebiet

Die Ortsstelle Obertraun betreut ein Einsatzgebiet von 89,3 km², einen großteil davon am weitläufigen Dachsteingebirge.

 

Grenzen unseres Einsatzgebietes:
Unser Einsatzgebiet reicht nach Osten bis zur steirischen Bundeslandgrenze (Bad Aussee - Bad Mitterndorf - Gröbming) und nach Süden bis Ramsau - Schladming. Im Westen reicht es bis Hallstatt und im Norden grenzt es an Bad Goisern. 

 

 Zusammenarbeit in den Grenzgebieten:
Diese strikte Trennung der Einsatzgebiete stellt sich nur in der Theorie so deutlich dar. Selbstverständlich wird bei Einsätzen auch über dieses Gebiet hinaus Hilfeleistung angeboten. Da bei Einsätzen, insbesondere bei Sucheinsätzen, der Aufenthaltsort von vermissten Personen nicht immer bekannt ist, werden auch angrenzende Gebiete von den Ortsstellen mitbetreut, so dass bestmögliche Hilfe für den Vermissten/Verunglückten gewährleistet wird. So ist die Ortsstelle Obertraun auch um gute Kontakte zu den Nachbarortsstellen und anderen Rettungsorganisationen bemüht.

Newsfeed:

Hirschberg

Der 46-jährige deutsche Staatsangehörige Steffen M. aus Bad Tabarz startete gegen 08:30 Uhr von der Steinmittenalm in der Steiermark alleine eine Wanderung in

Richtung Krippenstein.

Er macht zurzeit eine Dachsteinumrundung und hatte dazu auch über die Alpenvereins App die Wege auf sein Handy heruntergeladen.

Im Bereich der Obertrauner Landfriedalm, unterhalb des Hohen Hirn, hatte er den Steig verloren und kam nicht mehr weiter. Er setzte einen Notruf ab, wo er ganz

genau seine Position (GPS-Daten) mitteilen konnte. Es wurde die Bergrettungsortsstelle Obertraun und der Polizeihubschrauber Libelle Linz alarmiert.

Der Polizeihubschrauber konnte Steffen M. bei einem Suchflug sofort finden und rettete ihn mittels 30 Meter Tau (Variables Tau).

Im Einsatz standen 6 Mann der Bergrettung Obertraun, die Crew des Polzeihubschraubers Libelle u. 6 Beamte der Alpinpolizei.

Knöchelverletzung Krippenstein Talabfahrt

Den dritten Tag in Folge, wurde die Obertrauner Bergrettung alarmiert. Diesmal knöchelte ein deutscher Wanderer beim Abstieg vom 2100 Meter hohen Krippenstein so unglücklich um, dass ein selbstständiger Abstieg ins Tal nicht mehr möglich war. Die Bergrettung kam dem Wanderer mit ihrem Einsatz-Quad zu Hilfe und transportierten den Verletzten ins Tal.


Zwei befreundete Familien aus Deutschland unternahmen am 23.07.2020 zum Wandern in Obertraun unterwegs. Die insgesamt sechs Personen fuhren gegen 10:30 Uhr mit der Seilbahn auf den 2100m hohen Krippenstein. Von dort wollten sie zu Fuß über die elf Kilometer lange Skiabfahrt bis ins Tal wandern. 

Gegen 13:00 Uhr knöchelte der 51-jährige Familienvater etwa auf halber Strecke aufgrund einer Unachtsamkeit um und verletzte sich schwer am rechten Fußgelenk. 

Da der Mann nicht mehr selbstständig ins Tal absteigen konnte, kümmerte sich der zweite Familienvater um die Verständigung der Einsatzkräfte.

Der verletzte 51- jährige konnte von den Bergrettungskräften nach der Erstversorgung, mithilfe des  Einsatz-Quads sicher ins Tal gebracht und der Rettung zur weiteren Versorgung 

übergeben werden.

Im Einsatz standen 10 Mann des Bergrettungsdienst Obertraun sowie zwei Beamte der AEG Gmunden.



Taubergung Eishöhle

Paragleiter Winklerberg

Beim Flug vom 2.100 Meter hohen Krippenstein in Obertraun, geriet ein deutscher Gleitschirmflieger in Turbulenzen. Sein Schirm verhängte sich, woraufhin er mit seinem Rettungsschirm im unwegsamen Gelände notlanden musste. Die Bergrettung stieg zur Unfallstelle auf und begleitete den unverletzten Piloten sicher ins Tal.

 

Ein 37-jähriger deutscher Staatsbürger flog mit seinem Gleitschirm vom 2.100 Meter hohen Krippenstein im Dachsteingebiet, Richtung Tal nach Obertraun. Aufgrund von Turbulenzen, klappte sein Schirm plötzlich ein und verhängte sich. Angesichts des raschen Höhenverlustes, entschied sich der Pilot seinen Notschirm zu ziehen um einen unkontrollierten Absturz zu vermeiden. In Folge landete der Gleitschirmflieger mit seinem Rettungsschirm im unwegsamen Gelände. Der Absturz wurde vom Tal aus von mehreren Zeugen beobachtet, welche die Rettungskräfte alarmierten. Kurz nach seiner Landung meldete sich der Pilot über den Notruf und sagte, dass er unverletzt sei, seinen Gleitschirm selbstständig aus den Bäumen befreien kann und dann ins Tal absteigen werde. Der bereits alarmierte Bergrettungsdienst Obertraun entschied auf Grund des unwegsamen Geländes und der Tatsache, dass der Pilot ortsunkundig ist, diesen an der Absturzstelle abzuholen und sicher ins Tal zu begleiten.

Der Gleitschirmflieger wurde gegen 16:30 Uhr von den Kräften der Bergrettung unverletzt und sicher ins Tal gebracht.

Im Einsatz standen 11 Mann BRD Obertraun sowie 1 Mann der Alpinpolizei.

Google Maps - Verstiegen

Der 38-jährige Johann L. aus Wien und ihr 38-jähriger ungarischer Freund Daniel V. machen gerade Kurzurlaub (2 Tage) im Salzkammergut. An ihrem ersten Urlaubstag hatten sie vor auf den Krippenstein zu wandern. Im Bereich der sogenannten „Eisgrube“, unterhalb von Krippenbrunn, verließen die beiden den markierten Weg und folgten auf „GoogleMaps“ einen eingezeichneten Weg, der real gesehen nicht existiert. Sie kamen dabei in steiles und unwegsames Gelände. In ihrer ausweglosen Situation setzten sie einen Notruf ab, worauf die Bergrettung Obertraun alarmiert wurde und nach Abklärung der Situation der Polizeihubschrauber „Libelle Linz“ zur Auffindung und Bergung zusätzlich angefordert wurde. Nach Sichtung durch den Polizeihubschrauber, wurden die beiden Personen mittels Tau (25 Meter) von der Besatzung des Hubschraubers gerettet und ins Tal geflogen. 

 

Hinweis: 

Bereits am 19. Dezember 2019 ereignete sich in diesem Bereich ein ähnlicher Einsatz, nachdem tschechische Bergsteiger ebenfalls den auf „GoogleMaps“ falsch eingezeichneten Wanderweg folgten.

Für alpines Gelände ist geeignetes Kartenmaterial zur Tourenplanung zu verwenden. Leider ist das weit verbreitete GoogleMaps für den alpines Gelände hier nicht geeignet. Die dargestellten Routen entsprechen Phantasielinien, die quer durchs Steilgelände gezogen wurden und so zur Gefahr werden können. Google wurde bereits öfter hingewiesen die Routen zu entfernen, leider bislang ohne Erfolg.

Gewitter Krippenstein Klettersteig

Von einer starken Gewitterfront wurden zwei deutsche Bergsteigerinnen im Himmeleck-Klettersteig, unterhalb des 2.100 Meter hohen Krippenstein überrascht. Für den Klettersteig brauchten sie länger als geplant, da sie sich den Ausstieg über die sogenannte "Gams" nicht zutrauten und deshalb den leichteren Himmeleck-Klettersteig wieder zurück gingen. Als dann das Gewitter mit Blitz- Donner- u. Hagelschauer aufzog, setzten sie, bereits sehr verängstigt, einen Notruf ab. Bis zum Eintreffen der Bergrettung, mussten die beiden im Klettersteig ausharren. Dabei hängten sie sich an einer sicheren Stelle aufgrund der Blitzschlaggefahr vom Stahlseil aus und kauerten sich in einer Nische zusammen.

 

Die zwei deutschen Freundinnen Julia N., 28 Jahre und Lisa Vera Z., 29 Jahre,  fuhren am 1.7.2020 gegen 9.00 Uhr von Obertraun mit der Seilbahn auf den Hohen Krippenstein im Dachsteingebiet auf. Sie planten den durchwegs leichten „Himmeleck Klettersteig“ (Schwierigkeitsgrad A/B) zu begehen und über den Klettersteig „Gams“ (C) zur Aussichtsplattform der „Five Fingers“ auszusteigen. Beide gingen erst einmal einen Klettersteig, das war eine geführte Tour mit einem Zivilbergführer. Sie trauten sich die Schwierigkeiten deshalb auch zu und waren für ihr Unterfangen grundsätzlich gut ausgerüstet.

Bei der Kreuzung „Gams“angekommen schreckte sie allerdings die steile Wand nach oben ab und sie entschlossen sich deshalb gegen 13.30 Uhr, den Rückweg anzutreten. In der Zeit bis dahin genossen die beiden die schöne Aussicht und fertigten ein paar Bilder an. Wie für den frühen Nachmittag prognostiziert, begann es gegen 14.05 Uhr stark zu regnen. Außerdem zog eine Front mit Blitz und Donner, sowie kurzem Hagelschauer durch.

Schwer verängstigt setzten die beiden via Euronotruf 112 einen Notruf ab, lösten sich vom Stahlseil und kauerten sich in eine Felsnische. An eine prompte terrestrische Bergung war vorerst natürlich auf Grund der Wetterlage nicht zu denken, auch weil der reguläre Seilbahnbetrieb kurz eingestellt werden musste. Parallel wurde deshalb auch die Crew vom Polizeihubschrauber „Libelle Linz“ angefordert. Gegen 15.20 Uhr erreichten die Rettungskräfte bei Regen den Einstieg zum Klettersteig, Blitz und Donner zogen weiter. Nur zwei Mann vom BRD Obertraun machten sich am Weg zu den beiden Frauen, das war vom Wetter her mittlerweile vertretbar, der Rest der Mannschaft blieb aus Sicherheitsgründen beim Einstieg. Kurz darauf war auch der Polizeihubschrauber trotz der widrigen Verhältnisse vor Ort, konnte aber storniert werden. Nach Erstversorung wurden die Kletterinnen mit einer Seilsicherung aus der Wand geführt. Sie waren vollkommen durchnässt und unterkühlt, sonst aber unverletzt. Gemeinsam wurde gegen 16.00 Uhr der Rückweg zur Bergstation der Krippenstein Seilbahn angetreten.

Obwohl die beiden Frauen den Wetterbericht studiert hatten, haben sie die Heftigkeit und die Geschwindigkeit des Gewitters laut eigener Auskunft unterschätzt.

 

Im Einsatz befanden sich acht Mann vom Bergrettungsdienst Obertraun, ein Beamter der AEG, sowie die Crew vom Polizeihubschrauber „Libelle Linz“.

Lawinenabgang Dachstein

Am Dachsteingletscher, im Bereich der sogenannten Randkluft, unterhalb des Dachsteingipfels, ist eine große Lawine abgegangen. Leider konnten 5 tschechische Schneeschuhwanderer, nur noch tod geborgen werden.

Unter dem Großaufgebot von ca. 100 Rettern, war auch die Bergrettung Obertraun im Einsatz .

Obwohl die Bergung der Verschütteten äußerst rasch erfolgte, war es für die Opfer leider bereits zu spät. Bedauerlicherweise trugen die Opfer kein LVS (Lawinen- Verschütteten-Suchgerät = "Piepserl"), was eine noch raschere Bergung ermöglicht hätte.

 

Hintergrundinfo:

Kommt es zu Lawinenabgängen, sind die ersten 15 Minuten entscheidend. Wird man innerhalb dieser Zeit geborgen, gibt es eine statistische Überlebenschance von etwa 90%.

Es handelt sich also um einen Wettlauf mit der Zeit. Das Mitführen der richtigen Ausrüstung - LVS, Sonde, Schaufel - ist hier entscheidend. Genauso wichtig ist aber auch die Übung im Umgang mit dem Gerät, um schnellst möglich andere retten zu können.

Sturz Mittagkogel

Die 23-jährige deutsche Urlauberin fuhr am 22. Februar 2020, mit ihren Schiern, mit einer Gruppe im Gemeindebiet von Obertraun, in der Freeridearena, im Bereich der Variante „Schönberg“ ab. 

Nächst dem Mittagkogel fuhr sie von der Gruppe getrennt eine eigene Spur (Line) und 

fiel dabei gegen 12.19 Uhr kopfüber in eine Doline.

Sie blieb mit ihren Schiern am Beginn der Doline an einer Legföhre hängen.

Als der Notarzthubschrauber Christophorus 14 aus Niederöblarn eintraf, hing sie noch immer kopfüber in der Doline.

Durch eine rasch eingeleitete Rettung im Zusammenwirken vom Team des 

Notarzthubschraubers C14 und der Bergrettung Obertraun, gelang es die Schifahrerin aus ihrer misslichen Lage unverletzt zu retten.

An der Rettungsaktion waren 9 Bergretter der Ortstelle Obertraun beteiligt.

Erschöpfte Skifahrer Angeralm

Vier schwedische Skifahrer waren zum Skifahren im Skigebiet am Krippenstein unterwegs. Dabei fuhr die ortsunkundige Gruppe in die Variantenabfahrt Angeralm ein. Von der Seilbahn aus wurde die Gruppe schon über einen längeren Zeitraum beobachtet. Die Bergrettung hielt um ca. 16:30 Uhr Nachschau.

Oberhalb des sogenannten "Wasserfalls", in etwa 1400 Meter Seehöhe, stießen die Bergretter auf die erschöpfte Gruppe. 

Die Gruppe wurde dann gesichert bis zur gesicherten 11 Kilometer langen Talabfahrt und dann weiter bis ins Tal transportiert.

Bergung Skifahrerin Angeralm

Riesenglück im Unglück hatte eine 26-jährige Skifahrerin, als sie im freien Skiraum unterhalb des 2100 Meter hohen Krippensteines zu Sturz kam. Dabei stürzte sie etwa 80 Meter tief über Steilgelände. Vor der nächsten hohen Felswand, konnte sie sich gerade noch halten. Ein Begleiter, der die Hilferufe hörte, alarmierte die Bergrettung, die sie gemeinsam mit dem Notarzthubschrauber, nur leicht verletzt bergen konnte.

Die Wiener Urlauber, waren schon den ganzen Tag im ungesicherten, freien Skiraum am Krippenstein unterwegs. Die Variante Angeralm fuhren sie zum ersten Mal talwärts. Dabei kam die Frau zu weit nach links ab. Sie fuhr im unverspurten Tiefschnee-Gelände, als sie zu Sturz kam und dabei beide Skier verlor. Daraufhin stürzte sie in das darunterliegende Steilgelände etwa 80 Meter tief ab. Auf einer kleinen Felsstufe auf etwa 1.800 Meter Seehöhe konnte sie sich oberhalb der nächsten höheren Wand halten. Um ca. 16 Uhr hörte ihr Begleiter die Hilferufe und alarmierte sofort die Bergrettung Obertraun, die sich gleich auf den Weg machte.

Gleichzeitig wurde der Notarzthubschrauber C99 zum Unfallort beordert. Die Bergrettung fuhr nach Lokalisierung der Verletzten mit Skiern zur Unfallstelle ab und sicherte die Skifahrerin vor einen weiteren Absturz ab. Nach der Erstversorgung und Absicherung durch die Bergrettung, konnte der Rettungshubschrauber erfolgreich eine Taubergung durchführen und die Verletzte zur anschließenden Behandlung ins Krankenhaus Schladming transportieren. Der Begleiter wurde von der Bergrettung sicher ins Tal begleitet.

Im Einsatz waren elf Bergretter der Ortsstelle Obertraun, sowie das Team des Notarzthubschraubers C99.