Einsätze 2021

Schulterverletzung Heilbronner-Runde

Bei einer Skitour, auf der bekannten Heilbronner-Runde am Krippenstein in Obertraun, kam ein einheimischer Skitourengeher so unglücklich zu Sturz, dass er sich eine Fraktur an der Schulter zuzog. Die verständigten Rettungskräfte konnten den Verletzten erstversorgen und zur weiteren Versorgung ins Salzkammergut Klinikum Bad Ischl transportieren.

 

Der 48-Jährige Einheimische  und seine 34-Jährige Lebensgefährtin aus dem Bezirk Liezen fuhren gegen 11:00 Uhr mit der Krippenstein-Seilbahn auf, um eine gemeinsame Skitour zu unternehmen. Nach einer Besichtigung der „Five-Fingers“ im Gipfelbereich des 2100 Meter hohen Krippensteins, stand als weiteres Ziel das Heilbronner Kreuz auf dem Programm. Nachdem das Paar auch dieses erreicht hatten sollte der Rückweg über die Gjaidalm mit anschließender Talabfahrt über die gesicherten Pisten erfolgen.

Der Weg vom Heilbronner Kreuz in Richtung Gjaidalm auf dem Hochplateau des Krippensteins führt über kupiertes Gelände. Im Bereich des Loskoppens hatten die Beiden eine kurze Abfahrt mit angefellten Skiern zu bewältigen. Dabei kam der 48-Jährige gegen 14:10 Uhr aus eigenem Verschulden so unglücklich zu Sturz, dass er sich eine Luxation sowie Fraktur an der rechten Schulter zuzog. Seine Lebensgefährtin, welche sich zum Unfallzeitpunkt vor P. befand, leistete Erste Hilfe. Zwei nachkommende Skitourengeher unterstützten das Paar und setzten den Notruf ab, da ein Weiterkommen für den Verunfallten nicht mehr möglich war.

Der alarmierte Notarzthubschrauber Christophorus 14 konnte den Verletzten an Bord nehmen und um 15:30 Uhr zur medizinischen Versorgung in das

Salzkammergut Klinikum Bad Ischl verbringen.

Die Lebensgefährtin beendete die Skitour selbstständig und gelangte sicher ins Tal.

Im Einsatz standen die Besatzung des NAH C14, 3 Kräfte der Bergrettung Obertraun sowie ein Beamter der AEG Gmunden.

Verletzter Jäger Schönbergalm

Beim Aufsuchen einer bejagten Gämse in der obertrauner Schönbergalm, unweit der bekannten Dachsteinhöhlen, stürzte ein Jäger über felsdurchsetztes Gelände. Dabei verletzte sich der Weidmann am Bein. Aufgrund seiner Verletzung, war ein selbstständiges Absteigen nicht mehr möglich, woraufhin sein Jagdkammerad die Bergrettung Obertraun zur Hilfe rief. Diese rückten mit 12 Mann in den Einsatz aus und bereiteten eine Hubschrauberbergung des Verletzten vor. An einer geeigneten Stelle konnte der Mann dann vom Rettungshubschrauber C14 geborgen werden.

 

Die beiden Jäger, 68 und 63 Jahre, waren im Jagdrevier im Bereich der bekannten Dachsteinhöhlen in der Schönbergalm in Obertraun zu Fuß zur Gämsenjagd unterwegs. Etwas unterhalb der Schönbergalm, in einer Seehöhe von ca. 1300 Meter, trennten sich die beiden, um eine bejagte und getroffene Gämse aufzusuchen. 

Gegen 12 Uhr entschloss sich der 63 Jährige im leicht schneebedeckten und felsdurchsetzten Gelände, über einen Absatz hinunter zu springen. Beim Aufkommen verletzte er sich jedoch am linken Oberschenkel. Ein Weiterkommen war ihm deshalb nicht mehr möglich, woraufhin sein Jagdkollege die Einsatzkräfte alarmierte.

 

Da sich der Verletzte im Nahbereich der Stromleitung aufhielt, war eine Taubergung mit dem Rettungshubschrauber nicht möglich. Eine Mannschaft der Bergrettung Obertraun fuhr mit der Krippenstein-Seilbahn in die Schönbergalm auf und machte sich von dort auf dem Weg zur Unfallstelle. Nach einem gesicherten Abstieg am Seil, wurde der Verletzte terrestrisch zu einer geeigneten Stelle für eine Taubergung durch den Rettungshubschrauber C14 gebracht. Von dort konnte der Jäger und die Retter vom Hubschrauber aufgenommen und ins Tal geflogen werden.

 

Im Einsatz waren 12 Mann der Bergrettung Obertraun, das Team des C14, 2 Beamte der AEG und die Bediensteten der Krippenstein-Seilbahn.

Bergung Ausstieg Seewandklettersteig, Schnee

Nachdem zwei tschechische Kletterinnen, den bekannten Seewandklettersteig durchstiegen, konnten sie den Rückweg über die Gjaidalm am Dachstein nicht mehr finden. Der Grund dafür war starker Schneefall am Vortag, wodurch ca. 1/2 Meter Neuschnee im Bereich des Ausstieges vom Klettersteig lag. Die Markierungen waren eingeschneit. Als sie ihre aussichtslose Situation erkannten, riefen sie die Rettungkräfte um Hilfe. 

 

Um 09:45 Uhr, starteten die zwei tschechischen Bergsteigerinnen vom Parkplatz zu einer Tour durch den Seewandklettersteig auf den Krippenstein.

Um 11:15 Uhr erreichten sie den Einstieg des Klettersteiges „Seewand“, welcher eine Schwierigkeitsbewertung von max. D/E aufweist.

Nach ca. 4,5 Stunden Aufstieg erreichten die beiden Alpinistinnen den Ausstieg, konnten jedoch den Weg zurück Gjaidalm bzw. Krippensteinseilbahn nicht finden. Der Grund hierfür ist in der Witterung der letzten Tage begründet, da es auf dem Dachstein-/Krippensteinplateau ca. 40-50 cm Neuschnee gab und folglich die bodennahen Markierungen nicht mehr ersichtlich waren. Zudem waren sie auch die Einzigen, welche am heuten Tag den Klettersteig begingen und daher keine Spuren vorhanden waren. Aufgrund der vorherrschenden, niedrigen, Temperaturen und der Aussichtslosigkeit ihrer Situation verständigten sie via Notruf die Einsatzkräfte.

Zur Unterstützung der Einsatzkräfte wurde der Hubschrauber der Flugpolizei „Libelle OÖ“ angefordert, welcher nach einem kurzen Suchflug die beiden Tschechinnen wahrnehmen und, mit einer Kufe im Gelände aufgestützt, an Bord nehmen konnte. Schließlich wurden sie leicht unterkühlt und erschöpft ins Tal geflogen. Beide waren für die Tour sowie die Temperaturen entsprechend ausgerüstet. Als Grund für die Notlage gaben sie an, dass sie vom Tal aus den Schnee zwar sahen, jedoch hofften, dass dieser durch die Sonne abtauen und der Fels auftrocknen würde – dies war jedoch nicht der Fall.

Im Einsatz waren 12 Mann der Bergrettung Obertraun, eine Streife der PI Bad Goisern  mit 1 Beamten der AEG, sowie die Crew der „Libelle OÖ“.

Alarmierung Krippenstein

Nachschau halten, nach Alarmierung möglicher Paragleiterabsturz am Krippenstein

Vermisste "Bei der Hand"

Als vermisst galt eine deutsche Wanderin am Weg vom Guttenberghaus zur Gjaidalm, im Bereich "Bei der Hand" am weitläufigen Dachsteinplateau. Als die Wandergruppe wieder Telefonkontakt mit der vermissten herstellen konnte, wurde der Einsatz, bei dem 6 Obertrauner Bergretter im Einsatz waren, wieder abgebrochen.

Hirschberg

Der 46-jährige deutsche Staatsangehörige Steffen M. aus Bad Tabarz startete gegen 08:30 Uhr von der Steinmittenalm in der Steiermark alleine eine Wanderung in

Richtung Krippenstein.

Er macht zurzeit eine Dachsteinumrundung und hatte dazu auch über die Alpenvereins App die Wege auf sein Handy heruntergeladen.

Im Bereich der Obertrauner Landfriedalm, unterhalb des Hohen Hirn, hatte er den Steig verloren und kam nicht mehr weiter. Er setzte einen Notruf ab, wo er ganz

genau seine Position (GPS-Daten) mitteilen konnte. Es wurde die Bergrettungsortsstelle Obertraun und der Polizeihubschrauber Libelle Linz alarmiert.

Der Polizeihubschrauber konnte Steffen M. bei einem Suchflug sofort finden und rettete ihn mittels 30 Meter Tau (Variables Tau).

Im Einsatz standen 6 Mann der Bergrettung Obertraun, die Crew des Polzeihubschraubers Libelle u. 6 Beamte der Alpinpolizei.

Knöchelverletzung Krippenstein Talabfahrt

Den dritten Tag in Folge, wurde die Obertrauner Bergrettung alarmiert. Diesmal knöchelte ein deutscher Wanderer beim Abstieg vom 2100 Meter hohen Krippenstein so unglücklich um, dass ein selbstständiger Abstieg ins Tal nicht mehr möglich war. Die Bergrettung kam dem Wanderer mit ihrem Einsatz-Quad zu Hilfe und transportierten den Verletzten ins Tal.


Zwei befreundete Familien aus Deutschland unternahmen am 23.07.2020 zum Wandern in Obertraun unterwegs. Die insgesamt sechs Personen fuhren gegen 10:30 Uhr mit der Seilbahn auf den 2100m hohen Krippenstein. Von dort wollten sie zu Fuß über die elf Kilometer lange Skiabfahrt bis ins Tal wandern. 

Gegen 13:00 Uhr knöchelte der 51-jährige Familienvater etwa auf halber Strecke aufgrund einer Unachtsamkeit um und verletzte sich schwer am rechten Fußgelenk. 

Da der Mann nicht mehr selbstständig ins Tal absteigen konnte, kümmerte sich der zweite Familienvater um die Verständigung der Einsatzkräfte.

Der verletzte 51- jährige konnte von den Bergrettungskräften nach der Erstversorgung, mithilfe des  Einsatz-Quads sicher ins Tal gebracht und der Rettung zur weiteren Versorgung 

übergeben werden.

Im Einsatz standen 10 Mann des Bergrettungsdienst Obertraun sowie zwei Beamte der AEG Gmunden.



Paragleiter Winklerberg

Beim Flug vom 2.100 Meter hohen Krippenstein in Obertraun, geriet ein deutscher Gleitschirmflieger in Turbulenzen. Sein Schirm verhängte sich, woraufhin er mit seinem Rettungsschirm im unwegsamen Gelände notlanden musste. Die Bergrettung stieg zur Unfallstelle auf und begleitete den unverletzten Piloten sicher ins Tal.

 

Ein 37-jähriger deutscher Staatsbürger flog mit seinem Gleitschirm vom 2.100 Meter hohen Krippenstein im Dachsteingebiet, Richtung Tal nach Obertraun. Aufgrund von Turbulenzen, klappte sein Schirm plötzlich ein und verhängte sich. Angesichts des raschen Höhenverlustes, entschied sich der Pilot seinen Notschirm zu ziehen um einen unkontrollierten Absturz zu vermeiden. In Folge landete der Gleitschirmflieger mit seinem Rettungsschirm im unwegsamen Gelände. Der Absturz wurde vom Tal aus von mehreren Zeugen beobachtet, welche die Rettungskräfte alarmierten. Kurz nach seiner Landung meldete sich der Pilot über den Notruf und sagte, dass er unverletzt sei, seinen Gleitschirm selbstständig aus den Bäumen befreien kann und dann ins Tal absteigen werde. Der bereits alarmierte Bergrettungsdienst Obertraun entschied auf Grund des unwegsamen Geländes und der Tatsache, dass der Pilot ortsunkundig ist, diesen an der Absturzstelle abzuholen und sicher ins Tal zu begleiten.

Der Gleitschirmflieger wurde gegen 16:30 Uhr von den Kräften der Bergrettung unverletzt und sicher ins Tal gebracht.

Im Einsatz standen 11 Mann BRD Obertraun sowie 1 Mann der Alpinpolizei.

Google Maps - Verstiegen

Der 38-jährige Johann L. aus Wien und ihr 38-jähriger ungarischer Freund Daniel V. machen gerade Kurzurlaub (2 Tage) im Salzkammergut. An ihrem ersten Urlaubstag hatten sie vor auf den Krippenstein zu wandern. Im Bereich der sogenannten „Eisgrube“, unterhalb von Krippenbrunn, verließen die beiden den markierten Weg und folgten auf „GoogleMaps“ einen eingezeichneten Weg, der real gesehen nicht existiert. Sie kamen dabei in steiles und unwegsames Gelände. In ihrer ausweglosen Situation setzten sie einen Notruf ab, worauf die Bergrettung Obertraun alarmiert wurde und nach Abklärung der Situation der Polizeihubschrauber „Libelle Linz“ zur Auffindung und Bergung zusätzlich angefordert wurde. Nach Sichtung durch den Polizeihubschrauber, wurden die beiden Personen mittels Tau (25 Meter) von der Besatzung des Hubschraubers gerettet und ins Tal geflogen. 

 

Hinweis: 

Bereits am 19. Dezember 2019 ereignete sich in diesem Bereich ein ähnlicher Einsatz, nachdem tschechische Bergsteiger ebenfalls den auf „GoogleMaps“ falsch eingezeichneten Wanderweg folgten.

Für alpines Gelände ist geeignetes Kartenmaterial zur Tourenplanung zu verwenden. Leider ist das weit verbreitete GoogleMaps für den alpines Gelände hier nicht geeignet. Die dargestellten Routen entsprechen Phantasielinien, die quer durchs Steilgelände gezogen wurden und so zur Gefahr werden können. Google wurde bereits öfter hingewiesen die Routen zu entfernen, leider bislang ohne Erfolg.

Gewitter Krippenstein Klettersteig

Von einer starken Gewitterfront wurden zwei deutsche Bergsteigerinnen im Himmeleck-Klettersteig, unterhalb des 2.100 Meter hohen Krippenstein überrascht. Für den Klettersteig brauchten sie länger als geplant, da sie sich den Ausstieg über die sogenannte "Gams" nicht zutrauten und deshalb den leichteren Himmeleck-Klettersteig wieder zurück gingen. Als dann das Gewitter mit Blitz- Donner- u. Hagelschauer aufzog, setzten sie, bereits sehr verängstigt, einen Notruf ab. Bis zum Eintreffen der Bergrettung, mussten die beiden im Klettersteig ausharren. Dabei hängten sie sich an einer sicheren Stelle aufgrund der Blitzschlaggefahr vom Stahlseil aus und kauerten sich in einer Nische zusammen.

 

Die zwei deutschen Freundinnen Julia N., 28 Jahre und Lisa Vera Z., 29 Jahre,  fuhren am 1.7.2020 gegen 9.00 Uhr von Obertraun mit der Seilbahn auf den Hohen Krippenstein im Dachsteingebiet auf. Sie planten den durchwegs leichten „Himmeleck Klettersteig“ (Schwierigkeitsgrad A/B) zu begehen und über den Klettersteig „Gams“ (C) zur Aussichtsplattform der „Five Fingers“ auszusteigen. Beide gingen erst einmal einen Klettersteig, das war eine geführte Tour mit einem Zivilbergführer. Sie trauten sich die Schwierigkeiten deshalb auch zu und waren für ihr Unterfangen grundsätzlich gut ausgerüstet.

Bei der Kreuzung „Gams“angekommen schreckte sie allerdings die steile Wand nach oben ab und sie entschlossen sich deshalb gegen 13.30 Uhr, den Rückweg anzutreten. In der Zeit bis dahin genossen die beiden die schöne Aussicht und fertigten ein paar Bilder an. Wie für den frühen Nachmittag prognostiziert, begann es gegen 14.05 Uhr stark zu regnen. Außerdem zog eine Front mit Blitz und Donner, sowie kurzem Hagelschauer durch.

Schwer verängstigt setzten die beiden via Euronotruf 112 einen Notruf ab, lösten sich vom Stahlseil und kauerten sich in eine Felsnische. An eine prompte terrestrische Bergung war vorerst natürlich auf Grund der Wetterlage nicht zu denken, auch weil der reguläre Seilbahnbetrieb kurz eingestellt werden musste. Parallel wurde deshalb auch die Crew vom Polizeihubschrauber „Libelle Linz“ angefordert. Gegen 15.20 Uhr erreichten die Rettungskräfte bei Regen den Einstieg zum Klettersteig, Blitz und Donner zogen weiter. Nur zwei Mann vom BRD Obertraun machten sich am Weg zu den beiden Frauen, das war vom Wetter her mittlerweile vertretbar, der Rest der Mannschaft blieb aus Sicherheitsgründen beim Einstieg. Kurz darauf war auch der Polizeihubschrauber trotz der widrigen Verhältnisse vor Ort, konnte aber storniert werden. Nach Erstversorung wurden die Kletterinnen mit einer Seilsicherung aus der Wand geführt. Sie waren vollkommen durchnässt und unterkühlt, sonst aber unverletzt. Gemeinsam wurde gegen 16.00 Uhr der Rückweg zur Bergstation der Krippenstein Seilbahn angetreten.

Obwohl die beiden Frauen den Wetterbericht studiert hatten, haben sie die Heftigkeit und die Geschwindigkeit des Gewitters laut eigener Auskunft unterschätzt.

 

Im Einsatz befanden sich acht Mann vom Bergrettungsdienst Obertraun, ein Beamter der AEG, sowie die Crew vom Polizeihubschrauber „Libelle Linz“.

Lawinenabgang Dachstein

Am Dachsteingletscher, im Bereich der sogenannten Randkluft, unterhalb des Dachsteingipfels, ist eine große Lawine abgegangen. Leider konnten 5 tschechische Schneeschuhwanderer, nur noch tod geborgen werden.

Unter dem Großaufgebot von ca. 100 Rettern, war auch die Bergrettung Obertraun im Einsatz .

Obwohl die Bergung der Verschütteten äußerst rasch erfolgte, war es für die Opfer leider bereits zu spät. Bedauerlicherweise trugen die Opfer kein LVS (Lawinen- Verschütteten-Suchgerät = "Piepserl"), was eine noch raschere Bergung ermöglicht hätte.

 

Hintergrundinfo:

Kommt es zu Lawinenabgängen, sind die ersten 15 Minuten entscheidend. Wird man innerhalb dieser Zeit geborgen, gibt es eine statistische Überlebenschance von etwa 90%.

Es handelt sich also um einen Wettlauf mit der Zeit. Das Mitführen der richtigen Ausrüstung - LVS, Sonde, Schaufel - ist hier entscheidend. Genauso wichtig ist aber auch die Übung im Umgang mit dem Gerät, um schnellst möglich andere retten zu können.

Sturz Mittagkogel

Die 23-jährige deutsche Urlauberin fuhr am 22. Februar 2020, mit ihren Schiern, mit einer Gruppe im Gemeindebiet von Obertraun, in der Freeridearena, im Bereich der Variante „Schönberg“ ab. 

Nächst dem Mittagkogel fuhr sie von der Gruppe getrennt eine eigene Spur (Line) und 

fiel dabei gegen 12.19 Uhr kopfüber in eine Doline.

Sie blieb mit ihren Schiern am Beginn der Doline an einer Legföhre hängen.

Als der Notarzthubschrauber Christophorus 14 aus Niederöblarn eintraf, hing sie noch immer kopfüber in der Doline.

Durch eine rasch eingeleitete Rettung im Zusammenwirken vom Team des 

Notarzthubschraubers C14 und der Bergrettung Obertraun, gelang es die Schifahrerin aus ihrer misslichen Lage unverletzt zu retten.

An der Rettungsaktion waren 9 Bergretter der Ortstelle Obertraun beteiligt.

Erschöpfte Skifahrer Angeralm

Vier schwedische Skifahrer waren zum Skifahren im Skigebiet am Krippenstein unterwegs. Dabei fuhr die ortsunkundige Gruppe in die Variantenabfahrt Angeralm ein. Von der Seilbahn aus wurde die Gruppe schon über einen längeren Zeitraum beobachtet. Die Bergrettung hielt um ca. 16:30 Uhr Nachschau.

Oberhalb des sogenannten "Wasserfalls", in etwa 1400 Meter Seehöhe, stießen die Bergretter auf die erschöpfte Gruppe. 

Die Gruppe wurde dann gesichert bis zur gesicherten 11 Kilometer langen Talabfahrt und dann weiter bis ins Tal transportiert.

Bergung Skifahrerin Angeralm

Riesenglück im Unglück hatte eine 26-jährige Skifahrerin, als sie im freien Skiraum unterhalb des 2100 Meter hohen Krippensteines zu Sturz kam. Dabei stürzte sie etwa 80 Meter tief über Steilgelände. Vor der nächsten hohen Felswand, konnte sie sich gerade noch halten. Ein Begleiter, der die Hilferufe hörte, alarmierte die Bergrettung, die sie gemeinsam mit dem Notarzthubschrauber, nur leicht verletzt bergen konnte.

Die Wiener Urlauber, waren schon den ganzen Tag im ungesicherten, freien Skiraum am Krippenstein unterwegs. Die Variante Angeralm fuhren sie zum ersten Mal talwärts. Dabei kam die Frau zu weit nach links ab. Sie fuhr im unverspurten Tiefschnee-Gelände, als sie zu Sturz kam und dabei beide Skier verlor. Daraufhin stürzte sie in das darunterliegende Steilgelände etwa 80 Meter tief ab. Auf einer kleinen Felsstufe auf etwa 1.800 Meter Seehöhe konnte sie sich oberhalb der nächsten höheren Wand halten. Um ca. 16 Uhr hörte ihr Begleiter die Hilferufe und alarmierte sofort die Bergrettung Obertraun, die sich gleich auf den Weg machte.

Gleichzeitig wurde der Notarzthubschrauber C99 zum Unfallort beordert. Die Bergrettung fuhr nach Lokalisierung der Verletzten mit Skiern zur Unfallstelle ab und sicherte die Skifahrerin vor einen weiteren Absturz ab. Nach der Erstversorgung und Absicherung durch die Bergrettung, konnte der Rettungshubschrauber erfolgreich eine Taubergung durchführen und die Verletzte zur anschließenden Behandlung ins Krankenhaus Schladming transportieren. Der Begleiter wurde von der Bergrettung sicher ins Tal begleitet.

Im Einsatz waren elf Bergretter der Ortsstelle Obertraun, sowie das Team des Notarzthubschraubers C99.

 

Schülergruppe in unwegsames Gelände geraten

Beim Abfahren im freien Gelände, vom 2100 Meter hohen Krippenstein in Obertraun, gerieten 12 Schüler mit ihrem Lehrer in unwegsames Gelände. Als sie in einer Seehöhe von ca. 1600 Meter Seehöhe nicht mehr weiter konnten, schlugen sie Alarm. Die Bergrettung Obertraun, Beamte der AEG und 2 Hubschrauber rückten aus, um die Gruppe zu bergen.

 

Gegen 12:30 Uhr schlug der 27-jährige Lehrer, der mit seiner 12-köpfigen Schülergruppe aus dem Bezirk Linz-Land unterwegs war, Alarm. Die Gruppe war im freien Skiraum, auf der sogenannten Variante "Schönberg" unterwegs. Beim Abfahren, kamen sie aber zu weit von der Route ab, sodass sie in felsdurchsetztes, steiles Gelände gerieten. Die Bergrettung lokalisierte erst die Gruppe und rief die Flugpolizei um Unterstützung.

Als sich während des Rettungseinsatzes herausstellte, dass zwei der Schüler leicht verletzt waren, wurde außerdem noch der Notarzthubschrauber Martin 1 um Unterstützung gerufen. Die beiden Schüler konnten vom Rettungshubschrauber sicher geborgen und weiter ins Krankenhaus Bad Ischl transportiert werden.

Sieben der restlichen elf Personen befanden sich in einem Gelände, in dem nur noch eine Rettung mit dem 20 Meter Bergetau durch die Flugpolizei möglich war. Die übrigen vier Personen, darunter der Lehrer, konnten gemeinsam mit der Bergrettung Obertraun, nach einem kurzen Aufstieg, mit den Skiern bis zur Mittelstation Schönbergalm und von dort weiter mit der Seilbahn abfahren.

Aufgrund der Gruppengröße, dauerte die Rettungsaktion etwa 2,5 Stunden. Gegen 14:45 waren alle Personen sicher im Tal, wo sie neben den Lehrern und Mitarbeitern der Seilbahn, vom Kriseninterventionsteam betreut wurden.

 


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Schulterverletzung Heilbronner-Runde

Bei einer Skitour, auf der bekannten Heilbronner-Runde am Krippenstein in Obertraun, kam ein einheimischer Skitourengeher so unglücklich zu Sturz, dass er sich eine Fraktur an der Schulter zuzog. Die verständigten Rettungskräfte konnten den Verletzten erstversorgen und zur weiteren Versorgung ins Salzkammergut Klinikum Bad Ischl transportieren.

 

Der 48-Jährige Einheimische  und seine 34-Jährige Lebensgefährtin aus dem Bezirk Liezen fuhren gegen 11:00 Uhr mit der Krippenstein-Seilbahn auf, um eine gemeinsame Skitour zu unternehmen. Nach einer Besichtigung der „Five-Fingers“ im Gipfelbereich des 2100 Meter hohen Krippensteins, stand als weiteres Ziel das Heilbronner Kreuz auf dem Programm. Nachdem das Paar auch dieses erreicht hatten sollte der Rückweg über die Gjaidalm mit anschließender Talabfahrt über die gesicherten Pisten erfolgen.

Der Weg vom Heilbronner Kreuz in Richtung Gjaidalm auf dem Hochplateau des Krippensteins führt über kupiertes Gelände. Im Bereich des Loskoppens hatten die Beiden eine kurze Abfahrt mit angefellten Skiern zu bewältigen. Dabei kam der 48-Jährige gegen 14:10 Uhr aus eigenem Verschulden so unglücklich zu Sturz, dass er sich eine Luxation sowie Fraktur an der rechten Schulter zuzog. Seine Lebensgefährtin, welche sich zum Unfallzeitpunkt vor P. befand, leistete Erste Hilfe. Zwei nachkommende Skitourengeher unterstützten das Paar und setzten den Notruf ab, da ein Weiterkommen für den Verunfallten nicht mehr möglich war.

Der alarmierte Notarzthubschrauber Christophorus 14 konnte den Verletzten an Bord nehmen und um 15:30 Uhr zur medizinischen Versorgung in das

Salzkammergut Klinikum Bad Ischl verbringen.

Die Lebensgefährtin beendete die Skitour selbstständig und gelangte sicher ins Tal.

Im Einsatz standen die Besatzung des NAH C14, 3 Kräfte der Bergrettung Obertraun sowie ein Beamter der AEG Gmunden.

Fotoserie Winterübungen

Verletzter Jäger Schönbergalm

Beim Aufsuchen einer bejagten Gämse in der obertrauner Schönbergalm, unweit der bekannten Dachsteinhöhlen, stürzte ein Jäger über felsdurchsetztes Gelände. Dabei verletzte sich der Weidmann am Bein. Aufgrund seiner Verletzung, war ein selbstständiges Absteigen nicht mehr möglich, woraufhin sein Jagdkammerad die Bergrettung Obertraun zur Hilfe rief. Diese rückten mit 12 Mann in den Einsatz aus und bereiteten eine Hubschrauberbergung des Verletzten vor. An einer geeigneten Stelle konnte der Mann dann vom Rettungshubschrauber C14 geborgen werden.

 

Die beiden Jäger, 68 und 63 Jahre, waren im Jagdrevier im Bereich der bekannten Dachsteinhöhlen in der Schönbergalm in Obertraun zu Fuß zur Gämsenjagd unterwegs. Etwas unterhalb der Schönbergalm, in einer Seehöhe von ca. 1300 Meter, trennten sich die beiden, um eine bejagte und getroffene Gämse aufzusuchen. 

Gegen 12 Uhr entschloss sich der 63 Jährige im leicht schneebedeckten und felsdurchsetzten Gelände, über einen Absatz hinunter zu springen. Beim Aufkommen verletzte er sich jedoch am linken Oberschenkel. Ein Weiterkommen war ihm deshalb nicht mehr möglich, woraufhin sein Jagdkollege die Einsatzkräfte alarmierte.

 

Da sich der Verletzte im Nahbereich der Stromleitung aufhielt, war eine Taubergung mit dem Rettungshubschrauber nicht möglich. Eine Mannschaft der Bergrettung Obertraun fuhr mit der Krippenstein-Seilbahn in die Schönbergalm auf und machte sich von dort auf dem Weg zur Unfallstelle. Nach einem gesicherten Abstieg am Seil, wurde der Verletzte terrestrisch zu einer geeigneten Stelle für eine Taubergung durch den Rettungshubschrauber C14 gebracht. Von dort konnte der Jäger und die Retter vom Hubschrauber aufgenommen und ins Tal geflogen werden.

 

Im Einsatz waren 12 Mann der Bergrettung Obertraun, das Team des C14, 2 Beamte der AEG und die Bediensteten der Krippenstein-Seilbahn.

Bergung Ausstieg Seewandklettersteig, Schnee

Nachdem zwei tschechische Kletterinnen, den bekannten Seewandklettersteig durchstiegen, konnten sie den Rückweg über die Gjaidalm am Dachstein nicht mehr finden. Der Grund dafür war starker Schneefall am Vortag, wodurch ca. 1/2 Meter Neuschnee im Bereich des Ausstieges vom Klettersteig lag. Die Markierungen waren eingeschneit. Als sie ihre aussichtslose Situation erkannten, riefen sie die Rettungkräfte um Hilfe. 

 

Um 09:45 Uhr, starteten die zwei tschechischen Bergsteigerinnen vom Parkplatz zu einer Tour durch den Seewandklettersteig auf den Krippenstein.

Um 11:15 Uhr erreichten sie den Einstieg des Klettersteiges „Seewand“, welcher eine Schwierigkeitsbewertung von max. D/E aufweist.

Nach ca. 4,5 Stunden Aufstieg erreichten die beiden Alpinistinnen den Ausstieg, konnten jedoch den Weg zurück Gjaidalm bzw. Krippensteinseilbahn nicht finden. Der Grund hierfür ist in der Witterung der letzten Tage begründet, da es auf dem Dachstein-/Krippensteinplateau ca. 40-50 cm Neuschnee gab und folglich die bodennahen Markierungen nicht mehr ersichtlich waren. Zudem waren sie auch die Einzigen, welche am heuten Tag den Klettersteig begingen und daher keine Spuren vorhanden waren. Aufgrund der vorherrschenden, niedrigen, Temperaturen und der Aussichtslosigkeit ihrer Situation verständigten sie via Notruf die Einsatzkräfte.

Zur Unterstützung der Einsatzkräfte wurde der Hubschrauber der Flugpolizei „Libelle OÖ“ angefordert, welcher nach einem kurzen Suchflug die beiden Tschechinnen wahrnehmen und, mit einer Kufe im Gelände aufgestützt, an Bord nehmen konnte. Schließlich wurden sie leicht unterkühlt und erschöpft ins Tal geflogen. Beide waren für die Tour sowie die Temperaturen entsprechend ausgerüstet. Als Grund für die Notlage gaben sie an, dass sie vom Tal aus den Schnee zwar sahen, jedoch hofften, dass dieser durch die Sonne abtauen und der Fels auftrocknen würde – dies war jedoch nicht der Fall.

Im Einsatz waren 12 Mann der Bergrettung Obertraun, eine Streife der PI Bad Goisern  mit 1 Beamten der AEG, sowie die Crew der „Libelle OÖ“.

Klettern Maltatal

Kletterausflug ins Maltatal, Kärnten.
Super Klettertage am Granit. Eine schöne Gemeinschaftstour, Abwechslung zum Einsatzgeschehen und Übungsbetrieb.

Klettern Krippenstein

Alarmierung Krippenstein

Nachschau halten, nach Alarmierung möglicher Paragleiterabsturz am Krippenstein