Nachtbergung Seewand Regen Wind

Schwierige Rettung bei Wind, Regen & Graupelschauer aus Seewandklettersteig


Zwei Alpinisten aus Tschechien, ein Mann und eine Frau, gerieten im als sehr schwierig geltenden Seewandklettersteig bei Hallstatt in Bergnot. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit setzten sie einen Notruf ab. Die Bergung gestaltete sich auf Grund des Regens mit Graupelschauer und der Dunkelheit als schwierig und gefährlich.

Obwohl der Wetterbericht ab den Mittagsstunden Regen und Abkühlung ankündigte, stiegen die beiden tschechischen Bergsteiger in den als sehr schwierig (Schwierigkeit D/E) eingestuften Klettersteig bei Hallstatt ein. Zudem erschwerte die durch den Regen der vergangenen Tage entstandene Nässe das Fortkommen in der Wand. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit konnte die bekleidungsmäßig ungenügend ausgerüstete Frau nicht mehr weiter. Ihr Begleiter setzte einen Notruf ab und alarmierte die Einsatzkräfte.

Ein ÖAMTC-Rettungshubschrauber und ein ebenfalls alarmierter Hubschrauber der Polizei konnten wegen starker Windböen eine direkte Taubergung nicht mehr durchführen. Darauf wurden die Bergretterinnen und Bergretter aus Hallstatt und Obertraun mit den Hubschraubern auf die Gjaidalm (1.739m) geflogen. Die bereits einsetzende Dunkelheit erschwerte neben dem Wind diese Shuttelflüge zusätzlich. Ein am Berg anwesender Alpinpolizist stieg dann ebenfalls mit den Rettern zum Ausstieg des Klettersteiges auf 1.640 m ab.

Ein Bergretter des Stoßtrupps stieg in der Dunkelheit in den Klettersteig ab um die Kletterer zu lokalisieren. Die Frau wurde von ihm wärmetechnisch erstversorgt und die nachrückenden Kräfte über die Lage informiert. Daraufhin wurden zwei weitere Bergretter mit einem 200m langen Doppelseil in die 800 m hohe Wand abgeseilt. Die bereits unterkühlte Frau wurde mit Hilfe eines Flaschenzuges zum Ausstieg des Seewand- Klettersteiges aufgeseilt. Der Mann konnte durch die Bergretter gesichert noch selbst langsam aufsteigen. Bei strömenden Regen erreichten die in Not geratenen Alpinisten und die Rettungskräfte den Ausstieg und mussten dann noch ca. eine Stunde bis zur Gjaidalm weitergehen. Durchnässt erreichten alle gegen 23.30 Uhr die Schutzhütte.
Nach einer Stärkung in der Gjaidalm wurden alle mit der Dachstein-Krippenstein Seilbahn ins Tal nach Obertraun befördert.

 

Im Einsatz waren 7 Männer  und Frauen der Bergrettung Hallstatt, 14 aus Obertraun, 2 Alpinpolizisten und die Feuerwehr Hallstatt zur Ausleuchtung des Landeplatzes. Die Retter wurden mit den Hubschraubern des BMI und Christophorus 14 in die Gjaidalm geflogen.

 

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Erschöpfte Wanderer Schönberg Starthütte

Eine 52-jährige Frau und ihr 50-jähriger Lebenspartner, beide Urlauber aus England, gingen am 23.09.2022 gegen 09:30 Uhr vom Talort Obertraun in Richtung des 2100m hohen Krippenstein. Das Paar war mit normaler Wanderausrüstung unterwegs und nahm sich vor, den Berg über den Wanderweg Nr. 662 zu besteigen. Ab einer Meereshöhe von ca. 1500m mussten die beiden immer wieder über Schneefelder
wandern, verloren dadurch immer wieder die Orientierung und benötigten für den Aufstieg länger als geplant. Als die zwei Wanderer gegen 17:30 Uhr immer erschöpfter wurden und das geplante Ziel noch immer nicht in Sicht war, verständigten sie telefonisch das Seilbahnunternehmen.

Drei Mitarbeiter machten sich mit dem Skidoo und zu Fuß auf die Suche nach den hilflosen Personen. Gleichzeitig wurden auch der Bergrettungsdienst Obertraun und der Polizeihubschrauber Libelle Linz über den Einsatz informiert.

Nachdem ein Seilbahnbediensteter die Engländer erreicht hatte wurde schnell klar, dass ein weiterer Auf- oder Abstieg aufgrund der Erschöpfung nicht mehr möglich war.
Die Personen wurden deshalb vom Polizeihubschrauber im unwegsamen Gelände aufgenommen und zur Bergstation der Krippensteinseilbahn geflogen. Von dort konnte das Paar mit der Seilbahn ins Tal abfahren.

Übungstag

Aufgrund der Schneelage, wurde die eigentlich am Berg geplante Übung ins Tal verschoben. Es wurde ein Stationsbetrieb aufgebaut, in dem vertieft Erste Hilfe geschult wurde - beispielsweise die Reanimation, Schienung u. Verbände. Ebenso galt es die neuen Einsatzausrüstungen ordentlich zu beüben. Hier ist vor allem die neue Ferno Trage, eine leichte Gebirgstrage im Mittelpunkt gestanden.

Seilbahnbergung Krippenstein,TS3

Um ca. 14:00 Uhr kam es zu einem Bahnstillstand der Dachstein Krippenstein Bahn in Obertraun. Aufgrund eines abrupten Stillstands der Bahn, ausgelöst durch das Ziehen der Notbremse durch einen Fahrgast in der dritten Sektion, zwischen der Bergstation am Krippenstein und der Station Gjaid, kam es zu einem Zugseilüberwurf. 40 Personen mussten durch die Einsatzkräfte und Seilbahnmitarbeiter aus der Gondel abgeseilt werden, da ein Weiterbetrieb der Bahn nicht mehr möglich war. 

Im Einsatz waren 18 Bergretter aus Obertraun und Hallstatt, die Hubschraubercrew Libelle Salzburg, zwei Beamte des BMI und Mitarbeiter der Dachsteinseilbahn. 

Parte Blatnig Herbert

Radfahrer Koppen

Jubiläumsfest u. Ausstellung 70 Jahre BRD Obertraun

Die Bergrettung Obertraun feiert 2022 ihr 70-jähriges Bestandsjubiläum. Aus diesem Anlass wurde eine Jubiläumsfeier im Festzelt Obertraun veranstaltet, sowie eine 2-wöchige Ausstellung im Einsatzzentrum eingerichtet.

 

Mehr zur Geschichte  der Ortsstelle Obertraun

Gewitter Nordwand Klettersteig

Nach einem Blitzeinschlag in der Nähe, alarmierten die Klettersteiggeher die Einsatzkräfte. Diese fuhren mit dem Quad zur Ausstiegsstelle und begleiteten die mittlerweile beim Ausstieg angekommenen, geschockten, aber unverletzten Kletterer zur Bergstation.

Montagsübungen

Maibaum

Einsatzreiches Wochenende

Zu mehreren Einsätzen rückten die Obertrauner Bergretter am Wochenende aus.

Interner Notfall auf der österreichischen Nationalskitour, der Dachsteinüberquerung.

Bei der beliebten Dachsteinüberquerung, die über den Dachsteingletscher über die Dachsteinhochfläche bis in die Gjaidalm und anschließend über die Krippenstein-Talabfahrt nach Obertraun führt, kam es am Samstag zu einem internen Notfall. Die alarmierten Bergretter fuhren mit dem Skidoo zur Unfallstelle, einem längeren Gegenanstieg vor der Gjaidalm. Ein 67-jähriger Steirer  wurde erstversorgt und durch den ebenfalls verständigten Notarzthubschrauber weiter ärztlich behandelt und ins Spital überführt.

Am Sonntag stürzte ein Snowboarder im freien Gelände, über felsdurchsetztes Gelände unterhalb der Krippenstein Bergstation ab.

Zwei Polen verbrachten den 13. März 2022 im Skigebiet Dachstein-Krippenstein. Die beiden Snowboarder, 32 und 28 Jahre alt, waren lediglich zum Pistenfahren entsprechend ausgerüstet, entschieden sich jedoch trotzdem — ohne Standardausrüstung für das Variantenfahren — in die Variante “Angeralm” außerhalb des gesicherten Skiraumes einzufahren.

Nach einigen Höhenmetern Abfahrt gerieten die beiden im Bereich des sogenannten “Mistplatz” in sehr steiles und felsdurchsetztes Gelände. Sie tasteten sich langsam vor bis schließlich der vorne fahrende 32-Jährige einige Meter abrutschte. Der abgestürzte Snowborder hatte sich offensichtlichen Knieverletzung am Wandfuß liegen blieb und dort auf seinen Freund wartete. Dieser folgte unmittelbar danach, verlor jedoch noch einige Meter weiter oben den Halt und stürzte über die letzten Meter der felsdurchsetzten Wand ab, sodass er neben seinem Freund zum Liegen kam.

Sofort zeichnete sich eine schwere Verletzung ab, weshalb die beiden den Notruf wählten. 

Während der 28-Jährige mit dem Notarzthubschrauber ins Salzkammergut Klinikum Bad Ischl geflogen wurde, konnte der 32-Jährige in Begleitung der Bergrettung selbstständig abfahren und begab sich selbstständig ins Klinikum.

Pistendienst

Die Bergrettung übernimmt an Sonn- u. Feiertagen die Pistenrettung für verletzte Wintersportler. Während der Bergung aus der Angeralm, wurden auf der 11 Kilometer langen Abfahrt vom 2100 Meter hohen Krippenstein bei zwei weiteren Einsätzen Wintersportler erstversorgt und ins Tal transportiert.