Gewitter Krippenstein Klettersteig

Von einer starken Gewitterfront wurden zwei deutsche Bergsteigerinnen im Himmeleck-Klettersteig, unterhalb des 2.100 Meter hohen Krippenstein überrascht. Für den Klettersteig brauchten sie länger als geplant, da sie sich den Ausstieg über die sogenannte "Gams" nicht zutrauten und deshalb den leichteren Himmeleck-Klettersteig wieder zurück gingen. Als dann das Gewitter mit Blitz- Donner- u. Hagelschauer aufzog, setzten sie, bereits sehr verängstigt, einen Notruf ab. Bis zum Eintreffen der Bergrettung, mussten die beiden im Klettersteig ausharren. Dabei hängten sie sich an einer sicheren Stelle aufgrund der Blitzschlaggefahr vom Stahlseil aus und kauerten sich in einer Nische zusammen.

 

Die zwei deutschen Freundinnen Julia N., 28 Jahre und Lisa Vera Z., 29 Jahre,  fuhren am 1.7.2020 gegen 9.00 Uhr von Obertraun mit der Seilbahn auf den Hohen Krippenstein im Dachsteingebiet auf. Sie planten den durchwegs leichten „Himmeleck Klettersteig“ (Schwierigkeitsgrad A/B) zu begehen und über den Klettersteig „Gams“ (C) zur Aussichtsplattform der „Five Fingers“ auszusteigen. Beide gingen erst einmal einen Klettersteig, das war eine geführte Tour mit einem Zivilbergführer. Sie trauten sich die Schwierigkeiten deshalb auch zu und waren für ihr Unterfangen grundsätzlich gut ausgerüstet.

Bei der Kreuzung „Gams“angekommen schreckte sie allerdings die steile Wand nach oben ab und sie entschlossen sich deshalb gegen 13.30 Uhr, den Rückweg anzutreten. In der Zeit bis dahin genossen die beiden die schöne Aussicht und fertigten ein paar Bilder an. Wie für den frühen Nachmittag prognostiziert, begann es gegen 14.05 Uhr stark zu regnen. Außerdem zog eine Front mit Blitz und Donner, sowie kurzem Hagelschauer durch.

Schwer verängstigt setzten die beiden via Euronotruf 112 einen Notruf ab, lösten sich vom Stahlseil und kauerten sich in eine Felsnische. An eine prompte terrestrische Bergung war vorerst natürlich auf Grund der Wetterlage nicht zu denken, auch weil der reguläre Seilbahnbetrieb kurz eingestellt werden musste. Parallel wurde deshalb auch die Crew vom Polizeihubschrauber „Libelle Linz“ angefordert. Gegen 15.20 Uhr erreichten die Rettungskräfte bei Regen den Einstieg zum Klettersteig, Blitz und Donner zogen weiter. Nur zwei Mann vom BRD Obertraun machten sich am Weg zu den beiden Frauen, das war vom Wetter her mittlerweile vertretbar, der Rest der Mannschaft blieb aus Sicherheitsgründen beim Einstieg. Kurz darauf war auch der Polizeihubschrauber trotz der widrigen Verhältnisse vor Ort, konnte aber storniert werden. Nach Erstversorung wurden die Kletterinnen mit einer Seilsicherung aus der Wand geführt. Sie waren vollkommen durchnässt und unterkühlt, sonst aber unverletzt. Gemeinsam wurde gegen 16.00 Uhr der Rückweg zur Bergstation der Krippenstein Seilbahn angetreten.

Obwohl die beiden Frauen den Wetterbericht studiert hatten, haben sie die Heftigkeit und die Geschwindigkeit des Gewitters laut eigener Auskunft unterschätzt.

 

Im Einsatz befanden sich acht Mann vom Bergrettungsdienst Obertraun, ein Beamter der AEG, sowie die Crew vom Polizeihubschrauber „Libelle Linz“.

Newsfeed:

Bergung Ausstieg Seewandklettersteig, Schnee

Nachdem zwei tschechische Kletterinnen, den bekannten Seewandklettersteig durchstiegen, konnten sie den Rückweg über die Gjaidalm am Dachstein nicht mehr finden. Der Grund dafür war starker Schneefall am Vortag, wodurch ca. 1/2 Meter Neuschnee im Bereich des Ausstieges vom Klettersteig lag. Die Markierungen waren eingeschneit. Als sie ihre aussichtslose Situation erkannten, riefen sie die Rettungkräfte um Hilfe. 

 

Um 09:45 Uhr, starteten die zwei tschechischen Bergsteigerinnen vom Parkplatz zu einer Tour durch den Seewandklettersteig auf den Krippenstein.

Um 11:15 Uhr erreichten sie den Einstieg des Klettersteiges „Seewand“, welcher eine Schwierigkeitsbewertung von max. D/E aufweist.

Nach ca. 4,5 Stunden Aufstieg erreichten die beiden Alpinistinnen den Ausstieg, konnten jedoch den Weg zurück Gjaidalm bzw. Krippensteinseilbahn nicht finden. Der Grund hierfür ist in der Witterung der letzten Tage begründet, da es auf dem Dachstein-/Krippensteinplateau ca. 40-50 cm Neuschnee gab und folglich die bodennahen Markierungen nicht mehr ersichtlich waren. Zudem waren sie auch die Einzigen, welche am heuten Tag den Klettersteig begingen und daher keine Spuren vorhanden waren. Aufgrund der vorherrschenden, niedrigen, Temperaturen und der Aussichtslosigkeit ihrer Situation verständigten sie via Notruf die Einsatzkräfte.

Zur Unterstützung der Einsatzkräfte wurde der Hubschrauber der Flugpolizei „Libelle OÖ“ angefordert, welcher nach einem kurzen Suchflug die beiden Tschechinnen wahrnehmen und, mit einer Kufe im Gelände aufgestützt, an Bord nehmen konnte. Schließlich wurden sie leicht unterkühlt und erschöpft ins Tal geflogen. Beide waren für die Tour sowie die Temperaturen entsprechend ausgerüstet. Als Grund für die Notlage gaben sie an, dass sie vom Tal aus den Schnee zwar sahen, jedoch hofften, dass dieser durch die Sonne abtauen und der Fels auftrocknen würde – dies war jedoch nicht der Fall.

Im Einsatz waren 12 Mann der Bergrettung Obertraun, eine Streife der PI Bad Goisern  mit 1 Beamten der AEG, sowie die Crew der „Libelle OÖ“.

Klettern Maltatal

Kletterausflug ins Maltatal, Kärnten.
Super Klettertage am Granit. Eine schöne Gemeinschaftstour, Abwechslung zum Einsatzgeschehen und Übungsbetrieb.

Klettern Krippenstein

Alarmierung Krippenstein

Nachschau halten, nach Alarmierung möglicher Paragleiterabsturz am Krippenstein

Vermisste "Bei der Hand"

Als vermisst galt eine deutsche Wanderin am Weg vom Guttenberghaus zur Gjaidalm, im Bereich "Bei der Hand" am weitläufigen Dachsteinplateau. Als die Wandergruppe wieder Telefonkontakt mit der vermissten herstellen konnte, wurde der Einsatz, bei dem 6 Obertrauner Bergretter im Einsatz waren, wieder abgebrochen.

Hirschberg

Der 46-jährige deutsche Staatsangehörige Steffen M. aus Bad Tabarz startete gegen 08:30 Uhr von der Steinmittenalm in der Steiermark alleine eine Wanderung in

Richtung Krippenstein.

Er macht zurzeit eine Dachsteinumrundung und hatte dazu auch über die Alpenvereins App die Wege auf sein Handy heruntergeladen.

Im Bereich der Obertrauner Landfriedalm, unterhalb des Hohen Hirn, hatte er den Steig verloren und kam nicht mehr weiter. Er setzte einen Notruf ab, wo er ganz

genau seine Position (GPS-Daten) mitteilen konnte. Es wurde die Bergrettungsortsstelle Obertraun und der Polizeihubschrauber Libelle Linz alarmiert.

Der Polizeihubschrauber konnte Steffen M. bei einem Suchflug sofort finden und rettete ihn mittels 30 Meter Tau (Variables Tau).

Im Einsatz standen 6 Mann der Bergrettung Obertraun, die Crew des Polzeihubschraubers Libelle u. 6 Beamte der Alpinpolizei.

Übung Hirzkar

Mit Unterstützung von Mitgliedern des RK Bad Aussee - an dieser Stelle nochmals dankeschön - fand die heurige Sommerübung im Bereich des Hirzkars, nahe des 2100 Meter hohen Krippensteines am Dachstein statt. Ein verletzter Wanderer musste unter allen Covid 19 Sicherheitsmaßnahmen erstversorgt und für den terrestrischen Abtransport vorbereitet werden. Mit der Gebirgstrage wurde der Wanderer dann durch das durchsetzte Gelände mit den unterschiedlichen Bergetechniken bis zum Hirzkarseelein transportiert. Am nahegelegenen Heilbronner Rundwanderweg wurde die Bergung dann mit dem Einsatz-Quad, der zuvor die 11 Kilometer lange Skiabfahrt vom Tal auffuhr, unterstützt.