Bei letzter Fahrt in Doline gestürzt: Zwei Brüder aus Doline geborgen!

Die 3-köpfige Ski- und Snowboardgruppe war am Sonntag, 17.03.2013 zum Freeriden am Krippenstein. Sie genossen den schönen Skitag und waren schon einige male die Variante Schönberg, abseits der gesicherten Pisten, gefahren. Bei ihrer letzten Fahrt gegen 16 Uhr suchten sie nach neuen Pulverschneehängen und kamen dabei in der Nähe des Mittagkogels, in ca. 1600 Meter Seehöhe in felsiges Gelände.

Als der 19-jährige Lukas P. unter ihm eine tiefe Doline sah, die Gefahr erkannte und nicht mehr weiter konnte, schnallte er sein Snowboard ab und versuchte wieder aufzusteigen.

 

Kopfüber in Doline abgestürzt

Bei seinem Aufstiegsversuch kam er ins Rutschen und stürzte erst über die Felsstufe und dann weiter ca. 20 Meter tief in die Doline.

Sein 23-jähriger Bruder David P., wollte mit dem Abgestürzten Rufkontakt herstellen, was aber misslang. Als keine Antwort kam entschloss er sich selbst, unter der Zuhilfelnahme eines Skistocks, in die Doline abzusteigen. Dabei fiel auch er über die senkrechte Felsstufe in der Doline ab und kam glücklicherweise unverletzt neben seinem Bruder zu liegen.

Als er nur noch die Füße seines Bruders aus dem Schnee ragen sah, grub er den kopfüber im Schnee steckenden Bruder aus und begann sein Gesicht frei zu machen.

Der Dritte der Gruppe, der 21-jährige Simon T., wartete vor der Doline und setzte den Notruf ab.

 

Der Rettungshubschrauber "Christphorus 14" flog sogleich die Unfallstelle an und konnte bald den am Dolinenrand stehenden Simon T. orten. 

 

Südwind und einsetzende Dunkelheit erschweren Rettung

Einsetzender stark böiger Südwind verhinderte eine Bergung mit dem Rettungshubschrauber, deshalb wurden die Bergretter der Ortsstelle Obertraun bei der Unfallstelle abgesetzt. Eine weitere Bergrettungsgruppe fuhr mit Rettungs- u. Bergematerial vom Stützpunkt am Krippenstein zur Unglücksstelle ab.

Bei dem anspruchsvollen Einsatz gelang es dann relativ rasch den verletzten und unterkühlten Lukas P. mittels Dyneema-Flaschenzug aus der Doline zu bergen und für den Hubschrauber-Abtransport ins LKH Bad Ischl vorzubereiten.

Noch kurz vor Einbruch der Dunkelheit wurde auch der unverletzte Bruder aus der Doline geborgen.

In der nächtlichen Dämmerung fuhren dann David P. und Simon T. in Begleitung der Bergrettung zur Mittelstation Schönbergalm ab, wo sie dann geschockt und mitgenommen, aber unverletzt mit der Seilbahn ins Tal gebracht wurden.

 

Am Einsatz waren 16 Mann der Bergrettung Obertraun, das Team des Christophorus 14 und ein Beamter der AEG beteiligt.

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Kommentare: 3
  • #1

    Erwin und Gerlinde Panholzer (Montag, 18 März 2013 07:57)

    Liebes Rettungsteam,

    Herzlichen Dank für euren Einsatz.
    Es es ein Segen, dass es euch gibt.

    Die dankbaren Eltern

  • #2

    Michael Gruber [Tschak] (Montag, 18 März 2013 08:10)

    Wieder mal toll gearbeitet meine Herren!
    Gratuliere zu der Bergung

  • #3

    Lucas A. Aeschbacher (Montag, 18 März 2013 19:52)

    Danke für euren Einsatz für unsere Freunde Luki, David und Simon!

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Wanderer im Koppensteig verstiegen

Mittels Taubergung musste ein einheimischer Bergsteiger, aus einem sehr ausgesetzten Steig auf den "Hohen Koppen" geborgen werden. Beim Aufstieg im sehr ausgesetzten Gelände kam er weder vor noch zurück und rief daher die Bergretter um Hilfe.

 

Der Bergsteiger aus Obertraun, wollte den ausgesetzten Steig auf den "Hohen Koppen" begehen. In einer Seehöhe von 1.100 Meter kam er dann im sehr ausgesetzten, steilen und felsdurchsetzten Gelände weder vor noch zurück. Erschöpft machte er genau das Richtige in seiner Situation: Er rief die Bergrettung Obertraun um Hilfe. Zuerst wurde die Position bestimmt. Als diese feststand, wurde der Polizeihubschrauber Libelle angefordert, um die Person mittels Tau zu bergen.

Da aufgrund des Nebels im Hangar in Linz nicht sicher war, dass eine Bergung mit dem Hubschrauber möglich ist, machte sich ebenfalls ein Rettungstrupp vom Tal auf den Weg.

Glücklicherweise schaffte der Hubschrauber den Anflug. Ein Bergretter wurde aufgeflogen und richtete eine Seilsicherung ein, um mit dem Bergsteiger zu einer Lichtung zu gelangen, von der aus eine Seilbergung durchgeführt werden konnte. Unverletzt konnten dann alle sicher ins Tal geflogen werden.

Im Einsatz waren 11 Bergretter der Ortsstelle Obertraun, die Crew des Polizeihubschraubers Libelle aus Linz und ein Beamter der AEG.

Übungstag Gletscher

Am Samstag, den 8.9. 2018 stand für die Bergrettung Obertraun ein Übungstag am Dachsteingletscher, der im Einsatzgebiet der Ortsstelle liegt, am Programm.

 

Geübt wurde das richtige Verhalten und Anseilen, sowie die verschiedenen Techniken mit Steigeisen zu gehen, aber vor allem die Rettung einer in eine Gletscherspalte gestürzten Person, sowie die Selbstrettung mittels Prusiktechnik und Gardarschlinge.

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Bergung verirrter Wanderer

Ein 35-Jähriger und ein 24-Jähriger, beide chinesische Staatsangehörige und Studenten in Michigan/USA, wollten am 1. September 2018 nachmittags die "Five Fingers" Aussichtsplattform am Krippenstein besichtigen. Normalerweise fährt man zu diesem Zweck mit der 1. und 2. Teilstrecke der Krippensteinseilbahn zur Bergstation auf etwa 2.100 Meter und gelangt von dort über einen markierten Wanderweg bis zu der Plattform. Die beiden entschieden sich jedoch, trotz Regen und schlechter Sicht, zu Fuß von Obertraun über die Schipiste aufzusteigen. Den Weg hatten sie sich auf ihrem Handy angeschaut und erachteten ihn aufgrund der vermuteten kurzen Entfernung für machbar; dass dabei aber auch etwa 1.500 Höhenmeter zu bewältigen waren, war ihnen nicht bewusst. Sie starteten gegen 14 Uhr in Obertraun und gegen 17 Uhr erreichten sie Krippenbrunn auf ca. 1.550 Meter Seehöhe. Da dort auf ihrem Handy die "Five Fingers" in unmittelbarer Nähe markiert waren, begannen sie im Umkreis zu suchen, konnten die Plattform aber selbstverständlich nicht finden, da dazwischen noch die nahezu senkrechte Krippenstein Nordwand und etwa 500 Höhenmeter lagen. Kurz vor 17:30 Uhr setzten sie dann mit ihrem Handy einen Notruf ab, wobei sie angaben, sich im Bereich der "Five Fingers" verirrt zu haben. Ein Rückruf, um ihren genauen Standort zu eruieren war nicht möglich, da im Handy keine SIM-Karte vorhanden war. Die Bergrettung Obertraun, ein Bediensteter der Seilbahn, der Hüttenwirt von der Loge am Krippenstein und ein Beamter der AEG Gmunden begannen anschließend mit drei Quads im Bereich Bergstation mit der Suche nach den Verirrten. Gegen 18:10 Uhr meldeten sie sich wieder über den Notruf und teilten mit, dass sie auf einen deutschen Wanderer getroffen seinen, der sie mit zur Gjaidalm begleite. Die Suche wurde sogleich in diesem Bereich verlegt. Da der deutsche Wanderer aber auch bereits die Abzweigung zur Gjaidalm verpasst hatte - das wusste er aber zu diesem Zeitpunkt selber noch nicht -, fand man sie auch in diesem Gebiet nicht. Gegen 19:10 Uhr setzten sie erneut einen Notruf ab und teilten mit, dass sie sich nun auf der Skipiste der Talabfahrt Krippenstein befinden würden. Dort konnten sie dann schließlich wenig später vom BRD Obertraun angetroffen werden. Der deutsche Wanderer wurde vom Hüttenwirt mit dem Quad zur Gjaidalm gebracht, die beiden Studenten vom BRD Obertraun mit dem Quad zur Talstation der Krippensteinseilbahn. Die beiden Studenten trugen leichte Straßenschuhe, waren nur mit T-Shirt und Pullover bekleidet, total durchnässt, leicht unterkühlt und sehr hungrig, ansonsten aber unverletzt.

Polizeibericht

Waldbrand Hallstatt

Die Bergrettung Obertraun wurde zur Unterstützung der Hallstätter Kameraden und der zahlreichen Feuerwehren angefordert.

Die Bergrettung hatte dabei die Aufgabe die Feuerwehrkräfte, die von oben eine Ausbreitung des Brandes bekämpften abzusichern und zu unterstützen. Die Löschkräfte wurden dabei mit Seilen an unbeschädigten Bäumen gesichert und zum Teil auch in die Wand abgeseilt. Das Einsatzgebiet war dabei der Bereich unterhalb der sogenannten Hohen Sieg, am Scheitelpunkt der steil abfallenden Echernwand. Eine besondere Herausforderung stellten dabei die Rauchentwicklung und die Steinschlaggefahr dar.

Die Zusammenarbeit mit den anderen Einsatzkräften hat sehr gut funktioniert, wofür wir uns hier bedanken möchten!


Übrigens: Voriges Jahr wurde in einer Großübung genau so ein Szenario in Obertraun geübt. Die Erkenntnisse aus dieser Übung könnten jetzt im Ernstfall gut umgesetzt werden.

https://www.bergrettung-obertraun.at/2017/05/20/großübung-obertraun/

Verirrte Wanderin

Weit von ihrem Weg abgekommen, alarmierte eine Wanderin im Dachsteingebiet die Bergrettung. Sie war etwa vier Kilometer vom bekannten und gut ausgebauten Heilbronner Rundwanderweg am Krippenstein in Obertraun abgekommen. Vor Einbruch der Dunkelheit, bei zeitweiligen Schneefall alarmierte sie die Einsatzkräfte.


"Einsatz für BRD Obertraun Personensuche Krippenstein Richtung Gjaidalm."

Heute wurde der Bergrettungsdienst gegen 18:00 Uhr mit dieser Einsatz-SMS alarmiert.

Eine Wanderin aus Deutschland ist vom gut markierten und ausgebauten Heilbronner Rundwanderweg abgekommen und ca. fünf Stunden in die falsche Richtung marschiert.

Als sie schlussendlich im weglosen Gelände dem beginnenden Schneefall und ca. vier Kilometer von ihrer geplanten Tour nicht mehr weiter wusste, alarmierte sie die Einsatzkräfte.

Anfangs gestaltete sich die genaue Lokalisierung der gesuchten Person aufgrund der schlechten Handyverbindung als äußerst schwierig.

Deshalb entschieden sich die Bergrettung und die Alpinpolizei den Polizeihubschrauber Libelle aus Linz für einen Suchflug anzufordern. Dies scheiterte allerdings aufgrund der vorherrschenden Wetterlage.

In der Zwischenzeit schaffte es die Verirrte dem Einsatzleiter zwei Fotos via SMS von ihrem Standort zu übermitteln.

Anhand dieser Fotos gelang es den Bergrettern den ungefähren Standort der gesuchten einzugrenzen. Der ebenfalls alarmierte Rettungshubscharuber Christophorus 14 aus Niederöblarn startete zu einen Suchflug und konnte die vermisste Dame anhand der zuvor ermittelten GPS Koordinaten finden und sicher nach Ramsau am Dachstein ins Tal fliegen.


Im Einsatz standen die Bergrettung Obertraun mit 8 Mann, 2 Mann der Polizei Bad Goisern, die Bergrettung Ramsau am Dachstein in Bereitschaft, der Polizeihubschrauber „Libelle“ Linz in Bereitschaft und die Crew des Rettungshubschrauber C14 aus Niederölarn