Einsätze 2018

Unterstützung Jäger

Wanderer im Koppensteig verstiegen

Mittels Taubergung musste ein einheimischer Bergsteiger, aus einem sehr ausgesetzten Steig auf den "Hohen Koppen" geborgen werden. Beim Aufstieg im sehr ausgesetzten Gelände kam er weder vor noch zurück und rief daher die Bergretter um Hilfe.

 

Der Bergsteiger aus Obertraun, wollte den ausgesetzten Steig auf den "Hohen Koppen" begehen. In einer Seehöhe von 1.100 Meter kam er dann im sehr ausgesetzten, steilen und felsdurchsetzten Gelände weder vor noch zurück. Erschöpft machte er genau das Richtige in seiner Situation: Er rief die Bergrettung Obertraun um Hilfe. Zuerst wurde die Position bestimmt. Als diese feststand, wurde der Polizeihubschrauber Libelle angefordert, um die Person mittels Tau zu bergen.

Da aufgrund des Nebels im Hangar in Linz nicht sicher war, dass eine Bergung mit dem Hubschrauber möglich ist, machte sich ebenfalls ein Rettungstrupp vom Tal auf den Weg.

Glücklicherweise schaffte der Hubschrauber den Anflug. Ein Bergretter wurde aufgeflogen und richtete eine Seilsicherung ein, um mit dem Bergsteiger zu einer Lichtung zu gelangen, von der aus eine Seilbergung durchgeführt werden konnte. Unverletzt konnten dann alle sicher ins Tal geflogen werden.

Im Einsatz waren 11 Bergretter der Ortsstelle Obertraun, die Crew des Polizeihubschraubers Libelle aus Linz und ein Beamter der AEG.

Bergung verirrter Wanderer

Ein 35-Jähriger und ein 24-Jähriger, beide chinesische Staatsangehörige und Studenten in Michigan/USA, wollten am 1. September 2018 nachmittags die "Five Fingers" Aussichtsplattform am Krippenstein besichtigen. Normalerweise fährt man zu diesem Zweck mit der 1. und 2. Teilstrecke der Krippensteinseilbahn zur Bergstation auf etwa 2.100 Meter und gelangt von dort über einen markierten Wanderweg bis zu der Plattform. Die beiden entschieden sich jedoch, trotz Regen und schlechter Sicht, zu Fuß von Obertraun über die Schipiste aufzusteigen. Den Weg hatten sie sich auf ihrem Handy angeschaut und erachteten ihn aufgrund der vermuteten kurzen Entfernung für machbar; dass dabei aber auch etwa 1.500 Höhenmeter zu bewältigen waren, war ihnen nicht bewusst. Sie starteten gegen 14 Uhr in Obertraun und gegen 17 Uhr erreichten sie Krippenbrunn auf ca. 1.550 Meter Seehöhe. Da dort auf ihrem Handy die "Five Fingers" in unmittelbarer Nähe markiert waren, begannen sie im Umkreis zu suchen, konnten die Plattform aber selbstverständlich nicht finden, da dazwischen noch die nahezu senkrechte Krippenstein Nordwand und etwa 500 Höhenmeter lagen. Kurz vor 17:30 Uhr setzten sie dann mit ihrem Handy einen Notruf ab, wobei sie angaben, sich im Bereich der "Five Fingers" verirrt zu haben. Ein Rückruf, um ihren genauen Standort zu eruieren war nicht möglich, da im Handy keine SIM-Karte vorhanden war. Die Bergrettung Obertraun, ein Bediensteter der Seilbahn, der Hüttenwirt von der Loge am Krippenstein und ein Beamter der AEG Gmunden begannen anschließend mit drei Quads im Bereich Bergstation mit der Suche nach den Verirrten. Gegen 18:10 Uhr meldeten sie sich wieder über den Notruf und teilten mit, dass sie auf einen deutschen Wanderer getroffen seinen, der sie mit zur Gjaidalm begleite. Die Suche wurde sogleich in diesem Bereich verlegt. Da der deutsche Wanderer aber auch bereits die Abzweigung zur Gjaidalm verpasst hatte - das wusste er aber zu diesem Zeitpunkt selber noch nicht -, fand man sie auch in diesem Gebiet nicht. Gegen 19:10 Uhr setzten sie erneut einen Notruf ab und teilten mit, dass sie sich nun auf der Skipiste der Talabfahrt Krippenstein befinden würden. Dort konnten sie dann schließlich wenig später vom BRD Obertraun angetroffen werden. Der deutsche Wanderer wurde vom Hüttenwirt mit dem Quad zur Gjaidalm gebracht, die beiden Studenten vom BRD Obertraun mit dem Quad zur Talstation der Krippensteinseilbahn. Die beiden Studenten trugen leichte Straßenschuhe, waren nur mit T-Shirt und Pullover bekleidet, total durchnässt, leicht unterkühlt und sehr hungrig, ansonsten aber unverletzt.

Polizeibericht

Paragleiter am Krippenstein abgestürzt

Ein 53-jähriger Paragleiter aus Wien stürzte beim Starten am 2100 Meter hohen Krippenstein in Obertraun im felsigem Gelände. Der Mann wurde rasch erstversorgt und dann mit dem Rettungshubschrauber ins UKH Linz geflogen.

 

Aufgrund des großen Höhenunterschiedes von 1600 Höhenmeter und des benachbarten Hallstättersees ist der Krippenstein ein beliebter Startpunkt für Paragleiter. So war auch der 53-jährige Wiener in der Dachsteingemeinde um seinem Hobby nachzugehen. Der Pilot startete unterhalb der Bergstation auf der Skiabfahrt. Noch bevor er richtig abhob, stolperte er über einen Stein. Dabei wurde er noch von seinem Schirm mitgeschleift und kam erst nach ca. 300 Meter im felsigem Gelände zu liegen.

Der Vorfall wurde beobachtet und die Bergrettung Obertraun alarmiert. Am Berg anwesende Bergretter und Helfer, sowie nachkommende Bergretter vom Tal führten die Erstversorgung des unbestimmten Grades verletzten Piloten durch. Der Paragleiter wurde dann von der Crew des Rettungshubschraubers C14 mit dem Bergetau geborgen und ins UKH Linz geflogen.

 

 

Fotos: BRD Obertraun/König G.

Nach Rumplerrunde bei Abfahrt zur Gjaidalm verletzt

Die 56-jährige Skitourengeherin fuhr am 8.4.2018 mit der Tourengeherfahrt der Dachstein-Krippenstein Seilbahn auf den Krippenstein auf, um mit Ihren Mann die sogenannte Rumplerrunde zu gehen. Bei der Abfahrt von der Simonyhütte auf ca. halber Strecke Richtung Gjaidalm, sah sie plötzlich einen Gegenstand vor Ihr in der Spur liegen, bei dem Sie dachte, es sei die Fototasche Ihres Mannes.

Dabei war sie mit hoher Geschwindigkeit unterwegs. Dennoch versuchte sie anzuhalten, um die vermeintlich verlorene Fototasche mitzunehmen. Aufgrund des sulzigen Schneess verdrehte sie sich bei Ihrem Anhalteversuch in der sog. Kreidgrube auf einer Seehöhe von ca. 1890 Meter das rechte Knie. Dabei hörte sie auch ein schnalzendes Geräusch. Dennoch schaffte die Verletzte noch unter erheblichen Schmerzen zur Gjaidalm zu gelangen, wo Ihr Mann gegen 14:30 Uhr einen Notruf über den Alpinnotruf 140 absetzte.
Die alarmierte Bergrettung Obertraun organisierte den Abtransport durch einen Bediensteten der DAG mittels Skidoo auf den Krippenstein und von dort weiter mit der Seilbahn ins Tal. Dort angelangt wurde sie mit dem PKW ins Spital gebracht.

Verletzter Tourengeher Niederer Rumpler

Das Ehepaar wollte am 02.04.2018 eine Skitour vom Krippenstein in Richtung Simonyhütte im Gemeindegebiet von Obertraun unternehmen. Die beiden Skitourengeher folgten jedoch  den Wintermarkierungen der sogenannten Rumplerrunde über das Oberfeld und den niederen Rumpler bis zum Schladminger Gletscher.   Dort drehten die beiden um und fuhren mit den Ski der Aufstiegspur folgend,  zurück Richtung Krippenstein. Um ca 16.50 Uhr prallte der Mann bei der Abfahrt gegen einen Baumstumpf und zog sich eine Verletzung am linken Unterschenkel zu.

 

 

 

Die Gattin verständigte in der Folge mit dem Mobiltelefon den Bergrettungsnotruf. Zwei Mann des BRD Obertraun, die in der Freeride-Arena Krippenstein Pistendienst verrichteten,  fuhren daraufhin mit einem Skidoo ein Stück in Richtung Unfallstelle und mussten schließlich  noch mehrere hundert Meter mühsam zum Verunglückten aufsteigen.

 

 

 

Nach der Erstversorgung durch den Bergrettungsdienst wurde Josef A. mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 99 in das Krankenhaus Schladming geflogen.

 

2 Einsätze Dachsteinüberquerung

Gleich zwei mal musste die Obertrauner Bergrettung an diesen Tag ausrücken, um erschöpfte und leicht verletzte Dachsteinüberquerer zu bergen. Dabei konnten sie beide Male mit dem Skidoo zur Seilbahn gebracht werden.

Freerider Imisl

Bei wechselhaften Wetterbedingungen kam eine dreiköpfige Skigruppe im freiem Skiraum am Krippenstein in felsiges Gelände. Als sie bei teils starkem Nebel nicht mehr vor und zurück konnten, alarmierten sie die Bergrettung Obertraun, die sie schließlich wieder sicher in ihre Unterkunft bringen konnte.

 

Die drei Ungaren - Vater, Sohn und ein Freund der Familie – sind zum Skiurlaub im Skigebiet am Krippenstein unterwegs. Es war ihr erster Tag im Skigebiet, das Wetter war sehr wechselhaft. Bei einer kurzen schöneren Wetterphase fuhren sie unterhalb des 2100 Meter hohen Krippensteins in den freien Skiraum, die sogenannte Variante Imisl ein. Bald schlug das Wetter wieder um und sie konnten im felsigen Gelände nicht mehr weiter.

 Die alarmierte Bergrettung Obertraun fuhr von oben die Variante ab und stießen bald auf die Skigruppe. Daraufhin fuhren sie geschlossen zur gesicherten Skiabfahrt vom Krippenstein ab. Dort wurden sie vom Skidoo aufgenommen und in ihr Quartier zurück gebracht.

 

Alle blieben unverletzt. Im Einsatz waren 13 Mann der Bergrettung Obertraun.

 

Symbolfoto

Lawinenabgang und Taubergung

Zwei Freerider waren im freien Gelände am Krippenstein unterwegs, als sie einen Lawinenkegel sahen und Alarm schlugen. Die alarmierten Einsatzkräfte untersuchten den Lawinenkegel, sowie einen zweiten in der Nähe und konnten schließlich Entwarnung geben. Zu diesem Zeitpunkt verletzte sich eine junge Freeriderin in einer anderen Variantenabfahrt vom Krippenstein leicht an den Knien und wurde von dem noch anwesenden Hubschrauber geborgen.

 

Die beiden Freerider waren nach den letzten Schneefällen im weitläufigen freien Skiraum am Krippenstein zum Skifahren unterwegs. Als sie eine Variante hinter dem sogenannten Däumelkogels Richtung Schönbergalm abfuhren, bemerkten sie einen Lawinenkegel. Die beiden Freerider umfuhren den Bereich und schlugen verständigten die Einsatzkräfte um weitere Einsätze zu verhindern. Aus Sicherheitsgründen wurde der Lawinenkegel aber dennoch genauer untersucht, um eine Verschüttung von Personen ausschließen zu können. Auch ein weiteres, etwas kleineres Schneebrett wurde genauer untersucht und keine Verschüttung festgestellt werden. Für den heutigen Tag war Lawinenwarnstufe 3 ausgegeben und die beiden Freerider mit entsprechender Ausrüstung und Vorsicht unterwegs gewesen.

Als die Einsatzkräfte Entwarnung geben konnten, wurde die Obertrauner Bergrettung zu einem weiteren Zwischenfall gerufen: Eine junge Freeriderin blieb in einer anderen Variantenabfahrt vom Krippenstein im Tiefschnee stecken. Dabei verletzte sie sich leicht an den Knien. Da der Polizeihubschrauber "Libelle" noch im Skigebiet anwesend war, wurde die Skifahrerin mittels Taubergung sicher ins Tal geflogen.

 

Im Einsatz waren 17 Bergretter der Ortsstellen Obertraun, Hallstatt, Gosau und Bad Goisern, sowie die Crew des Rettungshubschraubers C99 und des Polizeihubschraubers Libelle, sowie 2 Mann der AEG Gmunden.

 

 

Beinbruch u. Handverletzung Angeralm Einfahrt

Bei der Abfahrt vom 2100 Meter hohen Krippenstein in Obertraun, stürzte die 57-jährige Freeriderin aus Deutschland derart unglücklich, dass sie sich einen Bruch am Bein u. eine Verletzung am Handgelenk zuzog. Aus eigener Kraft war eine Weiterfahrt, daher nicht mehr möglich. Da aufgrund des Schneefalles u. des Nebels eine Hubschrauberbergung nicht möglich war, rückten die Obertrauner Bergretter aus, um sie terrestrisch, mit dem Akja zu bergen.

 

Die Freeriderin startete kurz nach Mittag von der Bergstation am Krippenstein und fuhr mit ihrem Sohn in den freien Skiraum, in die sogenannte Variantenabfahrt "Angeralm" ein. Nach kurzer Abfahrt bei eingeschränkten Sichtbedingungen und Neuschnee, stürzte sie in einer Seehöhe von ca. 1900 Meter unglücklich. An eine Weiterfahrt, war aufgrund der Verletzungen nicht mehr zu denken und so schlug ihr Sohn Alarm.

 

Die Bergretter aus Obertraun waren gerade von ihrer Übung auf dem Krippenstein zurück gekehrt, als sie den Alarm erhielten. So waren sie rasch bei der Unfallstelle, bei der die Verletzte erstversorgt und für den Abtransport mit dem Akja vorbereitet wurde. Mit einem Mannschaftszug wurde der Akja wieder hochgezogen, bis eine Querfahrt zur Talstation des Sesselliftes möglich war. Dort wurde sie mit dem Skidoo zuerst zur Bergstation der Krippensteinbahn gebracht und anschließend mit der Seilbahn ins Tal nach Obertraun, wo sie ärztliche Versorgung erhielt und der Rettung übergeben wurde, die sie ins Salzkammergut-Klinikum Bad Ischl brachte.

Hubschrauberbergung bei Nebel

Beim Abfahren im freien Skiraum, kam der deutsche Wintersportler einer Freeride- Gruppe zu Sturz. Er zog sich dabei eine Verletzung am Bein zu. Da er nicht mehr weiter abfahren konnte, wurden die Einsatzkräfte alarmiert.

 

Der 50-jährige Freerider aus Deutschland befand sich mit zwei Bekannten von ihm am 2.2.2018 ganztags in der Freesports Arena Dachstein Krippenstein, um im freien Gelände Schi zu fahren. Begleitet wurde die Gruppe von einem Schilehrer.

Dabei kam er im oberen Teil der sogenannten Variantenabfahrt Angeralm, in ca. 1800 Meter Seehöhe so unglücklich zu Sturz, dass er sich vermutlich einen Bruch zuzog. An ein Weiterfahren im freien Skiraum war nicht zu denken. Da durch den Nebel vorerst auch eine Hubschrauberbergung nicht sicher war, bereitete sich die Obertrauner Bergrettung auf eine Akjabergung vor.

Der Einsatzleiter fuhr im Nebel zum Verletzten ab, während die restliche Mannschaft mit dem Akja im freien Gelände nachkam. 

Schließlich gelang es glücklicherweise trotzdem, den Hubschrauber C99 zur Unfallstelle zu lotsen. Der Verletzte wurde schnell eingeladen, bevor sich die Sicht wieder weiter verschlechterte.

Der Verletzte konnte daraufhin ins Salzkammergut Klinikum nach Bad Ischl geflogen werden.

Skifahrerin irrtümlich in Angeralm eingefahren

Eine 35- jährige Skifahrerin, verirrte sich bei ihrer Abfahrt vom Hohen Krippenstein in den freien Skiraum. Als ihr der Wiederaufstieg nach ihrer Spur, aufgrund der hohen Neuschneemengen nicht gelang, rief sie die Bergrettung zur Hilfe.

Die ortsunkundige Skifahrerin wollte eigentlich die 11 Kilometer lange, gesicherte Abfahrt nach Obertraun ins Tal abfahren. Beim Wegfahren von der auf 2100 Meter hoch gelegenen Bergstation, fuhr sie blindlings einer Freeridergruppe nach, die in den freien Skiraum, der sogenannten Variante Angeralm einfuhr.

Es herrschte starker Wind und schlechte Sicht, sodass sie bald die Gruppe aus den Augen verlor. Nachdem sie ihren Fehler bemerkte, versuchte sie wieder zur Bergstation aufzusteigen, was jedoch aufgrund der Neuschneemengen misslang. Daher alarmierte sie über den Alpinnotruf 140 die Bergrettung.

Am Berg anwesende Bergretter aus Obertraun fuhren zur Skifahrerin ab und konnten mit ihr eine Geländequerung zur Talstation des Sesselliftes sicher abfahren. Von dort konnte sie selbstständig auf der gesicherten Talabfahrt nach Obertraun abfahren.



Newsfeed:

Winterübung

Abwechslungsreiche Winterübung der Obertrauner Bergrettung am Krippenstein!

 

Im Stationsbetrieb, mit anschließender Gemeinschaftsübung, wurde die diesjährige Winterübung am Hausberg, dem 2100 Meter hohen Krippenstein abgehalten. Unter Einhaltung von 2G+ wurden in kleineren Gruppen verschiedene Übungsschwerpunkte abgehalten. Diese waren etwa Auffrischung der Erste-Hilfe Maßnahmen und der anschließende Abtransport von verletzten Wintersportlern. Hier wurde auch die neue Ferno-Trage, eine leichte Gebirgstrage, beübt.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurde ein Lawinenabgang realitätsnah nachgestellt. Nach der Alarmierung wurde sofort mit der Suche der Verschütteten begonnen und daraufhin ausgegraben. Die Verschütteten mussten dann noch richtig erstversorgt und abtransportiert werden.

Skitourengeher Seichenklamm

Polizeibericht:

Josef V. aus Oberösterreich fuhr am Vormittag des 07.01.2022 im Gemeindegebiet von 4831 Obertraun mit der Seilbahn auf den Hohen Krippenstein. Der 59-jährige Mann hatte im Wiesberghaus ein Gutachten für eine Versicherung aufgrund eines
vorangegangenen Schadensfalles zu erstellen.

Mit seinen Tourenskiern erreichte der Mann die bewirtschaftete Schutzhütte. Nach getaner Arbeit machte sich V. auf den Rückweg über das kupierte Gelände des Dachsteinplateaus in Richtung Bergstation der Krippenstein Seilbahn. Vor einem Gegenanstieg wollte der Mann mit seinen Skiern Schwung holen und übersah dabei eine Bodenwelle, wodurch der Skitourengeher gegen 16:00 Uhr zu Sturz kam. V. schlug in Folge des Sturzvorganges hart mit den Füßen am Untergrund auf und zog sich einen Bruch des rechten Unterschenkels zu. Der Verunfallte wählte umgehendden Notruf der Bergrettung.

Kräfte des Bergrettungsdienstes Obertraun, welche an diesem Tag Pistendienst im Skigebiet Krippenstein versahen, konnten mittels Ski-doo zu dem Verletzten gelangen und die medizinische Erstversorgung vornehmen. Zeitgleich wurde derNotarzthubschrauber Christophorus 99 entsandt. Dieser nahm den Verletzten an Bord und verbrachte ihn gegen 16:57 Uhr in das Salzkammergut-Klinikum Bad Ischl.

 

Im Einsatz standen 8 Mann der Bergrettung Obertraun, die Besatzung des NAH C99 sowie ein Beamter der AEG Gmunden.

Verrirrte Wanderer Däumelkogel

Zwei Männer aus Düsseldorf (26 und 33) stiegen am 07.11.2021, 09:30 Uhr, auf einem markierten Wanderweg über die Schönbergalm in Richtung Krippenstein

(2.108m) auf. Geplant hätten die Wanderer auf der anderen Bergseite wieder über einen markierten Weg abzusteigen. Laut ihren Angaben verwendeten sie „Google-Maps“ zur Planung und Orientierung. Alpine Wanderwege sind jedoch in diesem Karten-App nicht erfasst.

Im oberen Bereich des Berges konnten die Männer wegen der Schneelage den Weg nicht mehr folgen. Sie suchten in einer Holzhütte auf einer Höhe von 1.950m

Unterschlupf und setzten um kurz vor 16:50 Uhr einen Notruf ab. Die Bergrettung Obertraun und die Alpinpolizei Gmunden wurden alarmiert.

Nach telefonischer Kontaktaufnahme mit den Wanderern waren sie in der Lage, dass sie ihren genauen Standort mittels Smartphone übermitteln konnten.

Ein Trupp der Bergrettung fuhr mit der Seilbahn auf den Krippenstein, stiegen zu den Männern ab, das erste Stück mit einem Skidoo, und führten sie in der Dunkelheit zur Bergstation der Krippensteinbahn. Sie wurden im Anschluss unverletzt mit derSeilbahn um 20:00 Uhr ins Tal gefahren.

Bergung Eisgrube

Zu einer nächtlichen Bergung, wurden die Einsatzkräfte am Krippenstein in Obertraun alarmiert. Bei seiner Wanderung am 2100 Meter hohen Krippenstein, hat sich ein Franzose total verstiegen und geriet in die Steilwände unterhalb der bekannten Welterbe-Aussichtsplattform "5 Fingers".

Die Obertrauner Bergretter und ein Alpinpolizist stiegen bis zur sogenannten Eisgrube auf und konnten Sicht- und Rufkontakt herstellen. Aufgrund des schwierigen Geländes konnte eine terrestrische Bergung in der Dunkelheit nicht durchgeführt werden. Die Retter verbrachten daher die Nacht am Berg und leiteten im Morgengrauen eine Taubergung mit dem Rettungshubschrauber C14 ein.

 

Ein 26-jähriger Franzose stieg am Nachmittag des 25.10.2021 von Obertraun zu Fuß in Richtung der Aussichtsplattform „5 Fingers“auf den 2100m hohen Krippenstein auf. Der Mann reiste zuvor mit dem Zug von Salzburg an. Seine Tourenplanung sowie seine Ausrüstung waren für dieses Vorhaben nicht ausreichend.

Als der Franzose im Aufstieg eine Gämse bemerkte, wollte er diese genauer beobachten und folgte ihr, weg vom gut markierten Aufstiegsweg, in felsiges wegloses Gelände. 

Trotz der bereits einsetzenden Abenddämmerung versuchte der Mann noch weiter durch das steile Terrain aufzusteigen. Erst als es völlig dunkel war bemerkte der Mann, dass er mitten in einer Felswand sei und weder vor noch zurück kommt. Er suchte sich einen sicheren Platz und versuchte dort vorerst ohne fremde Hilfe die Nacht zu überstehen.Erst gegen Mitternacht verständigte er seine Freundin in Salzburg und teilte dieser seine missliche Lage mit. Die 29-jährige Frau, ebenfalls aus Frankreich, zeigte den Sachverhalt bei der Polizei in Salzburg an. 

Gegen 00:30 Uhr erfuhren die Einsatzkräfte vor Ort von der Notlage des Urlaubers. Bergretter der Ortsstelle Obertraun und ein Beamter der Alpinen 

Einsatzgruppe Gmunden versuchten den Mann zu lokalisieren und eine Rettung vorzubereiten. Dazu steigen sie zu der vermuteten Stelle auf.

Unterstützend wurde auch der nachtflugtaugliche Hubschrauber „Libelle Flir“ der Flugpolizei zur Unterstützung angefordert. In der Dunkelheit, konnte der Franzose zwar lokalisiert werden, eine Taubergung war aber nicht möglich. Auch eine bodengebundene Rettung, stellte sich aufgrund der Steilheit des Geländes und der Dunkelheit als zu gefährlich und langwierig dar. Die Retter entschlossen sich daher, sofort beim Morgengrauen eine Taubergung anzufordern um den Mann aus seiner Lage zu befreien. Die Männer verbrachten die restliche Nacht in der Nähe des Mannes in einem Notbiwak.

Mittels Zurufe wurde dem Mann Mut zugesprochen und die weitere Vorgehensweise immer wieder mitgeteilt.

Gegen 07:30 Uhr morgens wurde der Franzose leicht unterkühlt, jedoch ansonsten unverletzt mit dem Rettungshubschrauber C14 geborgen und am Fuße des Krippenstein abgesetzt. Die Bergretter konnten daraufhin ihren Einsatz beenden und wieder ins Tal absteigen.

Paragleiterin am Krippenstein abgestürzt

Bergung Klettersteig Krippenstein Nordwand

Polizeibericht:

Fünf polnische Freunde unternahmen am 4. September 2021 gemeinsam eine Klettersteig-Tour am Krippenstein, Gemeinde Obertraun. Sie stiegen von der Bergstation der Krippenstein Seilbahn zum Einstieg der Klettersteige "Gams" und "Nordwand" ab. Zwei Alpinisten stiegen über den leichteren Klettersteig "Gams", Schwierigkeit "C", auf. Die drei übrigen Alpinisten wählten den Aufstieg über den extrem schwierigen Klettersteig "Nordwand", Schwierigkeit "E". Eine 29-Jährige, welche vorher noch nie einen Klettersteig gegangen war, war mit den Schwierigkeiten des Klettersteiges völlig überfordert, stürzte mehrmals in das Klettersteig-Set und verletzte sich dabei an beiden Händen. Da die Frau völlig entkräftet nicht mehr weiterkonnte und zusätzlich eine Panikattacke hatte, riefen die Begleiter gegen 16:30 Uhr den Bergrettungsnotruf. Die Besatzung des Notarzthubschraubers "Christophorus 99" rettete die 29-Jährige mittels Taubergung aus dem Klettersteig und brachte sie zur Bergstation der Krippenstein Seilbahn.

 

 

Im Einsatz standen 11 Mann der Bergrettung Obertraun, die Crew des Rettungshubschrauber C99 und 2 Beamte der Polizei.

Assistenz Feuerwehr, Brand

Zur Unterstützung beim Brandeinsatz einer ÖBB Hütte im schwierigen Gelände, wurde die Bergrettung alarmiert. Hier wurde die Sicherung der Kameraden der Feuerwehr vorgenommen, sowie der Aufbau der ca. 250m langen Löschleitung über ca. 120 Höhenmeter unterstützt.

Brand Unterstandshütte ÖBB im Wald (B3) (ff-obertraun.at)

Nachtbergung Seewand Regen Wind

Schwierige Rettung bei Wind, Regen & Graupelschauer aus Seewandklettersteig


Zwei Alpinisten aus Tschechien, ein Mann und eine Frau, gerieten im als sehr schwierig geltenden Seewandklettersteig bei Hallstatt in Bergnot. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit setzten sie einen Notruf ab. Die Bergung gestaltete sich auf Grund des Regens mit Graupelschauer und der Dunkelheit als schwierig und gefährlich.

Obwohl der Wetterbericht ab den Mittagsstunden Regen und Abkühlung ankündigte, stiegen die beiden tschechischen Bergsteiger in den als sehr schwierig (Schwierigkeit D/E) eingestuften Klettersteig bei Hallstatt ein. Zudem erschwerte die durch den Regen der vergangenen Tage entstandene Nässe das Fortkommen in der Wand. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit konnte die bekleidungsmäßig ungenügend ausgerüstete Frau nicht mehr weiter. Ihr Begleiter setzte einen Notruf ab und alarmierte die Einsatzkräfte.

Ein ÖAMTC-Rettungshubschrauber und ein ebenfalls alarmierter Hubschrauber der Polizei konnten wegen starker Windböen eine direkte Taubergung nicht mehr durchführen. Darauf wurden die Bergretterinnen und Bergretter aus Hallstatt und Obertraun mit den Hubschraubern auf die Gjaidalm (1.739m) geflogen. Die bereits einsetzende Dunkelheit erschwerte neben dem Wind diese Shuttelflüge zusätzlich. Ein am Berg anwesender Alpinpolizist stieg dann ebenfalls mit den Rettern zum Ausstieg des Klettersteiges auf 1.640 m ab.

Ein Bergretter des Stoßtrupps stieg in der Dunkelheit in den Klettersteig ab um die Kletterer zu lokalisieren. Die Frau wurde von ihm wärmetechnisch erstversorgt und die nachrückenden Kräfte über die Lage informiert. Daraufhin wurden zwei weitere Bergretter mit einem 200m langen Doppelseil in die 800 m hohe Wand abgeseilt. Die bereits unterkühlte Frau wurde mit Hilfe eines Flaschenzuges zum Ausstieg des Seewand- Klettersteiges aufgeseilt. Der Mann konnte durch die Bergretter gesichert noch selbst langsam aufsteigen. Bei strömenden Regen erreichten die in Not geratenen Alpinisten und die Rettungskräfte den Ausstieg und mussten dann noch ca. eine Stunde bis zur Gjaidalm weitergehen. Durchnässt erreichten alle gegen 23.30 Uhr die Schutzhütte.
Nach einer Stärkung in der Gjaidalm wurden alle mit der Dachstein-Krippenstein Seilbahn ins Tal nach Obertraun befördert.

 

Im Einsatz waren 7 Männer  und Frauen der Bergrettung Hallstatt, 14 aus Obertraun, 2 Alpinpolizisten und die Feuerwehr Hallstatt zur Ausleuchtung des Landeplatzes. Die Retter wurden mit den Hubschraubern des BMI und Christophorus 14 in die Gjaidalm geflogen.

 

Sturz von Seilbrücke Klettergarten Koppen

Beim Begehen des Übungsklettersteiges im Klettergarten Koppen, stürzte der 29-jährige Tscheche in die Tiefe. Er beging mit seiner Lebensgefährtin den Klettersteig, als er im Bereich der Seilbrücke den Halt verlor. Vermutlich war er in dem Moment nicht gesichert, sodass er in die Tiefe stürzte und auf dem ca. 7 Meter darunter liegenden Felsboden prallte.

Seine Freundin und ein weiterer Ersthelfer konnten ihn in den Waldboden bringen und alarmierten die Einsatzkräfte.

Nach der Erstversorgung durch die Rettungskräfte wurde der Kletterer ins Salzkammergut-Klinikum zur weiteren Versorgung geflogen.

Im Einsatz waren 7 Mann der Bergrettung Obertraun, 1 Team des ÖRK Bad Goisern, die Crew des Rettungshubschraubers C14 und 1 Beamter der AEG.

Übung Niederer Krippenstein

Bei der Übung am Niederen Krippenstein wurden die Bergetechniken mit dem Dyneemasystem beübt und aufgefrischt.