Einsätze 2018

Unterstützung Jäger

Wanderer im Koppensteig verstiegen

Mittels Taubergung musste ein einheimischer Bergsteiger, aus einem sehr ausgesetzten Steig auf den "Hohen Koppen" geborgen werden. Beim Aufstieg im sehr ausgesetzten Gelände kam er weder vor noch zurück und rief daher die Bergretter um Hilfe.

 

Der Bergsteiger aus Obertraun, wollte den ausgesetzten Steig auf den "Hohen Koppen" begehen. In einer Seehöhe von 1.100 Meter kam er dann im sehr ausgesetzten, steilen und felsdurchsetzten Gelände weder vor noch zurück. Erschöpft machte er genau das Richtige in seiner Situation: Er rief die Bergrettung Obertraun um Hilfe. Zuerst wurde die Position bestimmt. Als diese feststand, wurde der Polizeihubschrauber Libelle angefordert, um die Person mittels Tau zu bergen.

Da aufgrund des Nebels im Hangar in Linz nicht sicher war, dass eine Bergung mit dem Hubschrauber möglich ist, machte sich ebenfalls ein Rettungstrupp vom Tal auf den Weg.

Glücklicherweise schaffte der Hubschrauber den Anflug. Ein Bergretter wurde aufgeflogen und richtete eine Seilsicherung ein, um mit dem Bergsteiger zu einer Lichtung zu gelangen, von der aus eine Seilbergung durchgeführt werden konnte. Unverletzt konnten dann alle sicher ins Tal geflogen werden.

Im Einsatz waren 11 Bergretter der Ortsstelle Obertraun, die Crew des Polizeihubschraubers Libelle aus Linz und ein Beamter der AEG.

Bergung verirrter Wanderer

Ein 35-Jähriger und ein 24-Jähriger, beide chinesische Staatsangehörige und Studenten in Michigan/USA, wollten am 1. September 2018 nachmittags die "Five Fingers" Aussichtsplattform am Krippenstein besichtigen. Normalerweise fährt man zu diesem Zweck mit der 1. und 2. Teilstrecke der Krippensteinseilbahn zur Bergstation auf etwa 2.100 Meter und gelangt von dort über einen markierten Wanderweg bis zu der Plattform. Die beiden entschieden sich jedoch, trotz Regen und schlechter Sicht, zu Fuß von Obertraun über die Schipiste aufzusteigen. Den Weg hatten sie sich auf ihrem Handy angeschaut und erachteten ihn aufgrund der vermuteten kurzen Entfernung für machbar; dass dabei aber auch etwa 1.500 Höhenmeter zu bewältigen waren, war ihnen nicht bewusst. Sie starteten gegen 14 Uhr in Obertraun und gegen 17 Uhr erreichten sie Krippenbrunn auf ca. 1.550 Meter Seehöhe. Da dort auf ihrem Handy die "Five Fingers" in unmittelbarer Nähe markiert waren, begannen sie im Umkreis zu suchen, konnten die Plattform aber selbstverständlich nicht finden, da dazwischen noch die nahezu senkrechte Krippenstein Nordwand und etwa 500 Höhenmeter lagen. Kurz vor 17:30 Uhr setzten sie dann mit ihrem Handy einen Notruf ab, wobei sie angaben, sich im Bereich der "Five Fingers" verirrt zu haben. Ein Rückruf, um ihren genauen Standort zu eruieren war nicht möglich, da im Handy keine SIM-Karte vorhanden war. Die Bergrettung Obertraun, ein Bediensteter der Seilbahn, der Hüttenwirt von der Loge am Krippenstein und ein Beamter der AEG Gmunden begannen anschließend mit drei Quads im Bereich Bergstation mit der Suche nach den Verirrten. Gegen 18:10 Uhr meldeten sie sich wieder über den Notruf und teilten mit, dass sie auf einen deutschen Wanderer getroffen seinen, der sie mit zur Gjaidalm begleite. Die Suche wurde sogleich in diesem Bereich verlegt. Da der deutsche Wanderer aber auch bereits die Abzweigung zur Gjaidalm verpasst hatte - das wusste er aber zu diesem Zeitpunkt selber noch nicht -, fand man sie auch in diesem Gebiet nicht. Gegen 19:10 Uhr setzten sie erneut einen Notruf ab und teilten mit, dass sie sich nun auf der Skipiste der Talabfahrt Krippenstein befinden würden. Dort konnten sie dann schließlich wenig später vom BRD Obertraun angetroffen werden. Der deutsche Wanderer wurde vom Hüttenwirt mit dem Quad zur Gjaidalm gebracht, die beiden Studenten vom BRD Obertraun mit dem Quad zur Talstation der Krippensteinseilbahn. Die beiden Studenten trugen leichte Straßenschuhe, waren nur mit T-Shirt und Pullover bekleidet, total durchnässt, leicht unterkühlt und sehr hungrig, ansonsten aber unverletzt.

Polizeibericht

Paragleiter am Krippenstein abgestürzt

Ein 53-jähriger Paragleiter aus Wien stürzte beim Starten am 2100 Meter hohen Krippenstein in Obertraun im felsigem Gelände. Der Mann wurde rasch erstversorgt und dann mit dem Rettungshubschrauber ins UKH Linz geflogen.

 

Aufgrund des großen Höhenunterschiedes von 1600 Höhenmeter und des benachbarten Hallstättersees ist der Krippenstein ein beliebter Startpunkt für Paragleiter. So war auch der 53-jährige Wiener in der Dachsteingemeinde um seinem Hobby nachzugehen. Der Pilot startete unterhalb der Bergstation auf der Skiabfahrt. Noch bevor er richtig abhob, stolperte er über einen Stein. Dabei wurde er noch von seinem Schirm mitgeschleift und kam erst nach ca. 300 Meter im felsigem Gelände zu liegen.

Der Vorfall wurde beobachtet und die Bergrettung Obertraun alarmiert. Am Berg anwesende Bergretter und Helfer, sowie nachkommende Bergretter vom Tal führten die Erstversorgung des unbestimmten Grades verletzten Piloten durch. Der Paragleiter wurde dann von der Crew des Rettungshubschraubers C14 mit dem Bergetau geborgen und ins UKH Linz geflogen.

 

 

Fotos: BRD Obertraun/König G.

Nach Rumplerrunde bei Abfahrt zur Gjaidalm verletzt

Die 56-jährige Skitourengeherin fuhr am 8.4.2018 mit der Tourengeherfahrt der Dachstein-Krippenstein Seilbahn auf den Krippenstein auf, um mit Ihren Mann die sogenannte Rumplerrunde zu gehen. Bei der Abfahrt von der Simonyhütte auf ca. halber Strecke Richtung Gjaidalm, sah sie plötzlich einen Gegenstand vor Ihr in der Spur liegen, bei dem Sie dachte, es sei die Fototasche Ihres Mannes.

Dabei war sie mit hoher Geschwindigkeit unterwegs. Dennoch versuchte sie anzuhalten, um die vermeintlich verlorene Fototasche mitzunehmen. Aufgrund des sulzigen Schneess verdrehte sie sich bei Ihrem Anhalteversuch in der sog. Kreidgrube auf einer Seehöhe von ca. 1890 Meter das rechte Knie. Dabei hörte sie auch ein schnalzendes Geräusch. Dennoch schaffte die Verletzte noch unter erheblichen Schmerzen zur Gjaidalm zu gelangen, wo Ihr Mann gegen 14:30 Uhr einen Notruf über den Alpinnotruf 140 absetzte.
Die alarmierte Bergrettung Obertraun organisierte den Abtransport durch einen Bediensteten der DAG mittels Skidoo auf den Krippenstein und von dort weiter mit der Seilbahn ins Tal. Dort angelangt wurde sie mit dem PKW ins Spital gebracht.

Verletzter Tourengeher Niederer Rumpler

Das Ehepaar wollte am 02.04.2018 eine Skitour vom Krippenstein in Richtung Simonyhütte im Gemeindegebiet von Obertraun unternehmen. Die beiden Skitourengeher folgten jedoch  den Wintermarkierungen der sogenannten Rumplerrunde über das Oberfeld und den niederen Rumpler bis zum Schladminger Gletscher.   Dort drehten die beiden um und fuhren mit den Ski der Aufstiegspur folgend,  zurück Richtung Krippenstein. Um ca 16.50 Uhr prallte der Mann bei der Abfahrt gegen einen Baumstumpf und zog sich eine Verletzung am linken Unterschenkel zu.

 

 

 

Die Gattin verständigte in der Folge mit dem Mobiltelefon den Bergrettungsnotruf. Zwei Mann des BRD Obertraun, die in der Freeride-Arena Krippenstein Pistendienst verrichteten,  fuhren daraufhin mit einem Skidoo ein Stück in Richtung Unfallstelle und mussten schließlich  noch mehrere hundert Meter mühsam zum Verunglückten aufsteigen.

 

 

 

Nach der Erstversorgung durch den Bergrettungsdienst wurde Josef A. mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 99 in das Krankenhaus Schladming geflogen.

 

2 Einsätze Dachsteinüberquerung

Gleich zwei mal musste die Obertrauner Bergrettung an diesen Tag ausrücken, um erschöpfte und leicht verletzte Dachsteinüberquerer zu bergen. Dabei konnten sie beide Male mit dem Skidoo zur Seilbahn gebracht werden.

Freerider Imisl

Bei wechselhaften Wetterbedingungen kam eine dreiköpfige Skigruppe im freiem Skiraum am Krippenstein in felsiges Gelände. Als sie bei teils starkem Nebel nicht mehr vor und zurück konnten, alarmierten sie die Bergrettung Obertraun, die sie schließlich wieder sicher in ihre Unterkunft bringen konnte.

 

Die drei Ungaren - Vater, Sohn und ein Freund der Familie – sind zum Skiurlaub im Skigebiet am Krippenstein unterwegs. Es war ihr erster Tag im Skigebiet, das Wetter war sehr wechselhaft. Bei einer kurzen schöneren Wetterphase fuhren sie unterhalb des 2100 Meter hohen Krippensteins in den freien Skiraum, die sogenannte Variante Imisl ein. Bald schlug das Wetter wieder um und sie konnten im felsigen Gelände nicht mehr weiter.

 Die alarmierte Bergrettung Obertraun fuhr von oben die Variante ab und stießen bald auf die Skigruppe. Daraufhin fuhren sie geschlossen zur gesicherten Skiabfahrt vom Krippenstein ab. Dort wurden sie vom Skidoo aufgenommen und in ihr Quartier zurück gebracht.

 

Alle blieben unverletzt. Im Einsatz waren 13 Mann der Bergrettung Obertraun.

 

Symbolfoto

Lawinenabgang und Taubergung

Zwei Freerider waren im freien Gelände am Krippenstein unterwegs, als sie einen Lawinenkegel sahen und Alarm schlugen. Die alarmierten Einsatzkräfte untersuchten den Lawinenkegel, sowie einen zweiten in der Nähe und konnten schließlich Entwarnung geben. Zu diesem Zeitpunkt verletzte sich eine junge Freeriderin in einer anderen Variantenabfahrt vom Krippenstein leicht an den Knien und wurde von dem noch anwesenden Hubschrauber geborgen.

 

Die beiden Freerider waren nach den letzten Schneefällen im weitläufigen freien Skiraum am Krippenstein zum Skifahren unterwegs. Als sie eine Variante hinter dem sogenannten Däumelkogels Richtung Schönbergalm abfuhren, bemerkten sie einen Lawinenkegel. Die beiden Freerider umfuhren den Bereich und schlugen verständigten die Einsatzkräfte um weitere Einsätze zu verhindern. Aus Sicherheitsgründen wurde der Lawinenkegel aber dennoch genauer untersucht, um eine Verschüttung von Personen ausschließen zu können. Auch ein weiteres, etwas kleineres Schneebrett wurde genauer untersucht und keine Verschüttung festgestellt werden. Für den heutigen Tag war Lawinenwarnstufe 3 ausgegeben und die beiden Freerider mit entsprechender Ausrüstung und Vorsicht unterwegs gewesen.

Als die Einsatzkräfte Entwarnung geben konnten, wurde die Obertrauner Bergrettung zu einem weiteren Zwischenfall gerufen: Eine junge Freeriderin blieb in einer anderen Variantenabfahrt vom Krippenstein im Tiefschnee stecken. Dabei verletzte sie sich leicht an den Knien. Da der Polizeihubschrauber "Libelle" noch im Skigebiet anwesend war, wurde die Skifahrerin mittels Taubergung sicher ins Tal geflogen.

 

Im Einsatz waren 17 Bergretter der Ortsstellen Obertraun, Hallstatt, Gosau und Bad Goisern, sowie die Crew des Rettungshubschraubers C99 und des Polizeihubschraubers Libelle, sowie 2 Mann der AEG Gmunden.

 

 

Beinbruch u. Handverletzung Angeralm Einfahrt

Bei der Abfahrt vom 2100 Meter hohen Krippenstein in Obertraun, stürzte die 57-jährige Freeriderin aus Deutschland derart unglücklich, dass sie sich einen Bruch am Bein u. eine Verletzung am Handgelenk zuzog. Aus eigener Kraft war eine Weiterfahrt, daher nicht mehr möglich. Da aufgrund des Schneefalles u. des Nebels eine Hubschrauberbergung nicht möglich war, rückten die Obertrauner Bergretter aus, um sie terrestrisch, mit dem Akja zu bergen.

 

Die Freeriderin startete kurz nach Mittag von der Bergstation am Krippenstein und fuhr mit ihrem Sohn in den freien Skiraum, in die sogenannte Variantenabfahrt "Angeralm" ein. Nach kurzer Abfahrt bei eingeschränkten Sichtbedingungen und Neuschnee, stürzte sie in einer Seehöhe von ca. 1900 Meter unglücklich. An eine Weiterfahrt, war aufgrund der Verletzungen nicht mehr zu denken und so schlug ihr Sohn Alarm.

 

Die Bergretter aus Obertraun waren gerade von ihrer Übung auf dem Krippenstein zurück gekehrt, als sie den Alarm erhielten. So waren sie rasch bei der Unfallstelle, bei der die Verletzte erstversorgt und für den Abtransport mit dem Akja vorbereitet wurde. Mit einem Mannschaftszug wurde der Akja wieder hochgezogen, bis eine Querfahrt zur Talstation des Sesselliftes möglich war. Dort wurde sie mit dem Skidoo zuerst zur Bergstation der Krippensteinbahn gebracht und anschließend mit der Seilbahn ins Tal nach Obertraun, wo sie ärztliche Versorgung erhielt und der Rettung übergeben wurde, die sie ins Salzkammergut-Klinikum Bad Ischl brachte.

Hubschrauberbergung bei Nebel

Beim Abfahren im freien Skiraum, kam der deutsche Wintersportler einer Freeride- Gruppe zu Sturz. Er zog sich dabei eine Verletzung am Bein zu. Da er nicht mehr weiter abfahren konnte, wurden die Einsatzkräfte alarmiert.

 

Der 50-jährige Freerider aus Deutschland befand sich mit zwei Bekannten von ihm am 2.2.2018 ganztags in der Freesports Arena Dachstein Krippenstein, um im freien Gelände Schi zu fahren. Begleitet wurde die Gruppe von einem Schilehrer.

Dabei kam er im oberen Teil der sogenannten Variantenabfahrt Angeralm, in ca. 1800 Meter Seehöhe so unglücklich zu Sturz, dass er sich vermutlich einen Bruch zuzog. An ein Weiterfahren im freien Skiraum war nicht zu denken. Da durch den Nebel vorerst auch eine Hubschrauberbergung nicht sicher war, bereitete sich die Obertrauner Bergrettung auf eine Akjabergung vor.

Der Einsatzleiter fuhr im Nebel zum Verletzten ab, während die restliche Mannschaft mit dem Akja im freien Gelände nachkam. 

Schließlich gelang es glücklicherweise trotzdem, den Hubschrauber C99 zur Unfallstelle zu lotsen. Der Verletzte wurde schnell eingeladen, bevor sich die Sicht wieder weiter verschlechterte.

Der Verletzte konnte daraufhin ins Salzkammergut Klinikum nach Bad Ischl geflogen werden.

Skifahrerin irrtümlich in Angeralm eingefahren

Eine 35- jährige Skifahrerin, verirrte sich bei ihrer Abfahrt vom Hohen Krippenstein in den freien Skiraum. Als ihr der Wiederaufstieg nach ihrer Spur, aufgrund der hohen Neuschneemengen nicht gelang, rief sie die Bergrettung zur Hilfe.

Die ortsunkundige Skifahrerin wollte eigentlich die 11 Kilometer lange, gesicherte Abfahrt nach Obertraun ins Tal abfahren. Beim Wegfahren von der auf 2100 Meter hoch gelegenen Bergstation, fuhr sie blindlings einer Freeridergruppe nach, die in den freien Skiraum, der sogenannten Variante Angeralm einfuhr.

Es herrschte starker Wind und schlechte Sicht, sodass sie bald die Gruppe aus den Augen verlor. Nachdem sie ihren Fehler bemerkte, versuchte sie wieder zur Bergstation aufzusteigen, was jedoch aufgrund der Neuschneemengen misslang. Daher alarmierte sie über den Alpinnotruf 140 die Bergrettung.

Am Berg anwesende Bergretter aus Obertraun fuhren zur Skifahrerin ab und konnten mit ihr eine Geländequerung zur Talstation des Sesselliftes sicher abfahren. Von dort konnte sie selbstständig auf der gesicherten Talabfahrt nach Obertraun abfahren.



Newsfeed:

Gewitter Krippenstein Klettersteig

Von einer starken Gewitterfront wurden zwei deutsche Bergsteigerinnen im Himmeleck-Klettersteig, unterhalb des 2.100 Meter hohen Krippenstein überrascht. Für den Klettersteig brauchten sie länger als geplant, da sie sich den Ausstieg über die sogenannte "Gams" nicht zutrauten und deshalb den leichteren Himmeleck-Klettersteig wieder zurück gingen. Als dann das Gewitter mit Blitz- Donner- u. Hagelschauer aufzog, setzten sie, bereits sehr verängstigt, einen Notruf ab. Bis zum Eintreffen der Bergrettung, mussten die beiden im Klettersteig ausharren. Dabei hängten sie sich an einer sicheren Stelle aufgrund der Blitzschlaggefahr vom Stahlseil aus und kauerten sich in einer Nische zusammen.

 

Die zwei deutschen Freundinnen Julia N., 28 Jahre und Lisa Vera Z., 29 Jahre,  fuhren am 1.7.2020 gegen 9.00 Uhr von Obertraun mit der Seilbahn auf den Hohen Krippenstein im Dachsteingebiet auf. Sie planten den durchwegs leichten „Himmeleck Klettersteig“ (Schwierigkeitsgrad A/B) zu begehen und über den Klettersteig „Gams“ (C) zur Aussichtsplattform der „Five Fingers“ auszusteigen. Beide gingen erst einmal einen Klettersteig, das war eine geführte Tour mit einem Zivilbergführer. Sie trauten sich die Schwierigkeiten deshalb auch zu und waren für ihr Unterfangen grundsätzlich gut ausgerüstet.

Bei der Kreuzung „Gams“angekommen schreckte sie allerdings die steile Wand nach oben ab und sie entschlossen sich deshalb gegen 13.30 Uhr, den Rückweg anzutreten. In der Zeit bis dahin genossen die beiden die schöne Aussicht und fertigten ein paar Bilder an. Wie für den frühen Nachmittag prognostiziert, begann es gegen 14.05 Uhr stark zu regnen. Außerdem zog eine Front mit Blitz und Donner, sowie kurzem Hagelschauer durch.

Schwer verängstigt setzten die beiden via Euronotruf 112 einen Notruf ab, lösten sich vom Stahlseil und kauerten sich in eine Felsnische. An eine prompte terrestrische Bergung war vorerst natürlich auf Grund der Wetterlage nicht zu denken, auch weil der reguläre Seilbahnbetrieb kurz eingestellt werden musste. Parallel wurde deshalb auch die Crew vom Polizeihubschrauber „Libelle Linz“ angefordert. Gegen 15.20 Uhr erreichten die Rettungskräfte bei Regen den Einstieg zum Klettersteig, Blitz und Donner zogen weiter. Nur zwei Mann vom BRD Obertraun machten sich am Weg zu den beiden Frauen, das war vom Wetter her mittlerweile vertretbar, der Rest der Mannschaft blieb aus Sicherheitsgründen beim Einstieg. Kurz darauf war auch der Polizeihubschrauber trotz der widrigen Verhältnisse vor Ort, konnte aber storniert werden. Nach Erstversorung wurden die Kletterinnen mit einer Seilsicherung aus der Wand geführt. Sie waren vollkommen durchnässt und unterkühlt, sonst aber unverletzt. Gemeinsam wurde gegen 16.00 Uhr der Rückweg zur Bergstation der Krippenstein Seilbahn angetreten.

Obwohl die beiden Frauen den Wetterbericht studiert hatten, haben sie die Heftigkeit und die Geschwindigkeit des Gewitters laut eigener Auskunft unterschätzt.

 

Im Einsatz befanden sich acht Mann vom Bergrettungsdienst Obertraun, ein Beamter der AEG, sowie die Crew vom Polizeihubschrauber „Libelle Linz“.

Lawinenabgang Dachstein

Am Dachsteingletscher, im Bereich der sogenannten Randkluft, unterhalb des Dachsteingipfels, ist eine große Lawine abgegangen. Leider konnten 5 tschechische Schneeschuhwanderer, nur noch tod geborgen werden.

Unter dem Großaufgebot von ca. 100 Rettern, war auch die Bergrettung Obertraun im Einsatz .

Obwohl die Bergung der Verschütteten äußerst rasch erfolgte, war es für die Opfer leider bereits zu spät. Bedauerlicherweise trugen die Opfer kein LVS (Lawinen- Verschütteten-Suchgerät = "Piepserl"), was eine noch raschere Bergung ermöglicht hätte.

 

Hintergrundinfo:

Kommt es zu Lawinenabgängen, sind die ersten 15 Minuten entscheidend. Wird man innerhalb dieser Zeit geborgen, gibt es eine statistische Überlebenschance von etwa 90%.

Es handelt sich also um einen Wettlauf mit der Zeit. Das Mitführen der richtigen Ausrüstung - LVS, Sonde, Schaufel - ist hier entscheidend. Genauso wichtig ist aber auch die Übung im Umgang mit dem Gerät, um schnellst möglich andere retten zu können.

Sturz Mittagkogel

Die 23-jährige deutsche Urlauberin fuhr am 22. Februar 2020, mit ihren Schiern, mit einer Gruppe im Gemeindebiet von Obertraun, in der Freeridearena, im Bereich der Variante „Schönberg“ ab. 

Nächst dem Mittagkogel fuhr sie von der Gruppe getrennt eine eigene Spur (Line) und 

fiel dabei gegen 12.19 Uhr kopfüber in eine Doline.

Sie blieb mit ihren Schiern am Beginn der Doline an einer Legföhre hängen.

Als der Notarzthubschrauber Christophorus 14 aus Niederöblarn eintraf, hing sie noch immer kopfüber in der Doline.

Durch eine rasch eingeleitete Rettung im Zusammenwirken vom Team des 

Notarzthubschraubers C14 und der Bergrettung Obertraun, gelang es die Schifahrerin aus ihrer misslichen Lage unverletzt zu retten.

An der Rettungsaktion waren 9 Bergretter der Ortstelle Obertraun beteiligt.

Erschöpfte Skifahrer Angeralm

Vier schwedische Skifahrer waren zum Skifahren im Skigebiet am Krippenstein unterwegs. Dabei fuhr die ortsunkundige Gruppe in die Variantenabfahrt Angeralm ein. Von der Seilbahn aus wurde die Gruppe schon über einen längeren Zeitraum beobachtet. Die Bergrettung hielt um ca. 16:30 Uhr Nachschau.

Oberhalb des sogenannten "Wasserfalls", in etwa 1400 Meter Seehöhe, stießen die Bergretter auf die erschöpfte Gruppe. 

Die Gruppe wurde dann gesichert bis zur gesicherten 11 Kilometer langen Talabfahrt und dann weiter bis ins Tal transportiert.

Bergung Skifahrerin Angeralm

Riesenglück im Unglück hatte eine 26-jährige Skifahrerin, als sie im freien Skiraum unterhalb des 2100 Meter hohen Krippensteines zu Sturz kam. Dabei stürzte sie etwa 80 Meter tief über Steilgelände. Vor der nächsten hohen Felswand, konnte sie sich gerade noch halten. Ein Begleiter, der die Hilferufe hörte, alarmierte die Bergrettung, die sie gemeinsam mit dem Notarzthubschrauber, nur leicht verletzt bergen konnte.

Die Wiener Urlauber, waren schon den ganzen Tag im ungesicherten, freien Skiraum am Krippenstein unterwegs. Die Variante Angeralm fuhren sie zum ersten Mal talwärts. Dabei kam die Frau zu weit nach links ab. Sie fuhr im unverspurten Tiefschnee-Gelände, als sie zu Sturz kam und dabei beide Skier verlor. Daraufhin stürzte sie in das darunterliegende Steilgelände etwa 80 Meter tief ab. Auf einer kleinen Felsstufe auf etwa 1.800 Meter Seehöhe konnte sie sich oberhalb der nächsten höheren Wand halten. Um ca. 16 Uhr hörte ihr Begleiter die Hilferufe und alarmierte sofort die Bergrettung Obertraun, die sich gleich auf den Weg machte.

Gleichzeitig wurde der Notarzthubschrauber C99 zum Unfallort beordert. Die Bergrettung fuhr nach Lokalisierung der Verletzten mit Skiern zur Unfallstelle ab und sicherte die Skifahrerin vor einen weiteren Absturz ab. Nach der Erstversorgung und Absicherung durch die Bergrettung, konnte der Rettungshubschrauber erfolgreich eine Taubergung durchführen und die Verletzte zur anschließenden Behandlung ins Krankenhaus Schladming transportieren. Der Begleiter wurde von der Bergrettung sicher ins Tal begleitet.

Im Einsatz waren elf Bergretter der Ortsstelle Obertraun, sowie das Team des Notarzthubschraubers C99.

 

Schülergruppe in unwegsames Gelände geraten

Beim Abfahren im freien Gelände, vom 2100 Meter hohen Krippenstein in Obertraun, gerieten 12 Schüler mit ihrem Lehrer in unwegsames Gelände. Als sie in einer Seehöhe von ca. 1600 Meter Seehöhe nicht mehr weiter konnten, schlugen sie Alarm. Die Bergrettung Obertraun, Beamte der AEG und 2 Hubschrauber rückten aus, um die Gruppe zu bergen.

 

Gegen 12:30 Uhr schlug der 27-jährige Lehrer, der mit seiner 12-köpfigen Schülergruppe aus dem Bezirk Linz-Land unterwegs war, Alarm. Die Gruppe war im freien Skiraum, auf der sogenannten Variante "Schönberg" unterwegs. Beim Abfahren, kamen sie aber zu weit von der Route ab, sodass sie in felsdurchsetztes, steiles Gelände gerieten. Die Bergrettung lokalisierte erst die Gruppe und rief die Flugpolizei um Unterstützung.

Als sich während des Rettungseinsatzes herausstellte, dass zwei der Schüler leicht verletzt waren, wurde außerdem noch der Notarzthubschrauber Martin 1 um Unterstützung gerufen. Die beiden Schüler konnten vom Rettungshubschrauber sicher geborgen und weiter ins Krankenhaus Bad Ischl transportiert werden.

Sieben der restlichen elf Personen befanden sich in einem Gelände, in dem nur noch eine Rettung mit dem 20 Meter Bergetau durch die Flugpolizei möglich war. Die übrigen vier Personen, darunter der Lehrer, konnten gemeinsam mit der Bergrettung Obertraun, nach einem kurzen Aufstieg, mit den Skiern bis zur Mittelstation Schönbergalm und von dort weiter mit der Seilbahn abfahren.

Aufgrund der Gruppengröße, dauerte die Rettungsaktion etwa 2,5 Stunden. Gegen 14:45 waren alle Personen sicher im Tal, wo sie neben den Lehrern und Mitarbeitern der Seilbahn, vom Kriseninterventionsteam betreut wurden.

 

Winterübung

Bergung Nordwand Krippenstein

 

Rettungsaktion in der Nordwand des Krippensteins

 

Nach einer dem Umständen gut verlaufenen Biwaknacht erfolgte in den frühen Morgenstunden die Bergung der zwei Tschechen und der Rettungsmannschaft aus der Nordwand des Krippensteins durch den Rettungshubschrauber.

 

Nachdem die Bergretter in den späten Abendstunden die zwei im weglosen, felsigen Gelände erreichen und versorgen konnten, mussten alle die Nacht im Freien verbringen. Mit der entsprechenden Ausrüstung und Wärmepackungen gelang dies auch sehr gut. Da der Zustand des Mannes sich mehr und mehr verschlechterte, wurde bereits bei einsetzender Morgendämmerung mit der Bergung durch den Rettungshubschrauber Christophorus 14 aus Niederöblarn begonnen. Trotz anhaltendem Südsturm gelang es der Hubschrauberbesatzung die zwei Verletzten und die Rettungsmannschaft mit einem 30m Tau aus der Wand auszufliegen. Der Mann und die Frau wurden ins Krankenhaus zur weiteren Behandlung eingeliefert. Im Einsatz standen 25 Männer und Frauen der Bergrettung Obertraun und Hallstatt, 3 Alpinpolizisten, der Rettungshubschrauber C-14, die Feuerwehr Obertraun und das Rote Kreuz.

 

Bericht vom 19.12.2019, 23:30 Uhr (Einsatznacht):
Gegen 22.00 Uhr erreichten die Einsatzkräfte die zwei tschechischen Bergsteiger und führten die Erstversorgung durch. Vor allem die Unterkühlung, aber auch die Verletzungen setzten dem Mann und der Frau zu. Eine Bergung in der Nacht war nicht möglich.

 

Über mehrere Felswände und Steilstufen seilten sich Bergretter der Ortsstellen Obertraun und Hallstatt zu den zwei verirrten Personen ab. Unterstützt wurden sie dabei vom Hubschrauber des Innenministeriums, der die Unfallstelle ausleuchtete und über Funk die Retter lotste. Eine Bergung aus der Luft war aber vor allem wegen des anhaltenden Föhnsturms mit Spitzen von mehr als 90 km/h nicht möglich.  Nach der Erstversorgung entschlossen sich die Rettungskräfte auf Grund der Verletzung des Mannes und der widrigen Wetterverhältnisse mit der Bergung auf die Morgenstunden zu warten. Vier Männer der Bergrettung und ein Alpinpolizist verbringen derzeit mit den beiden die Nacht in einem Biwak am Berg in ca. 1600 m Seehöhe.

 

Vorabmeldung 19.12.2019, 21 Uhr:
Am späten Donnerstag-Nachmittag gerieten zwei tschechische Alpinisten in der Nordwand des Krippensteins in eine alpine Notlage. Der Mann und seine Begleiterin stiegen von Obertraun auf und verirrten sich im unwegsamen Felsgelände unterhalb des Krippensteins. Der Mann dürfte sich an beiden Armen verletzt haben. Die Bergrettungsaktion läuft derzeit noch.

 

 

Warum sich die beiden Bergsteiger so weit abseits des markierten Weges in Felswände des Krippensteins verirrten ist derzeit noch unbekannt. In ihrer aussichtslosen Situation alarmierten sie über den Euro-Notruf die Einsatzkräfte. Da eine Bergung durch einen Rettungshubschrauber auf Grund des starken Südsturmes und der einbrechenden Dunkelheit nicht möglich war, fuhren 25 Bergretterinnen und Bergretter der Ortsstellen Hallstatt und Obertraun, sowie zwei Alpinpolizisten mit der Krippensteinseilbahn auf den Gipfel und versuchen derzeit von oben mehrere hundert Meter zum Unfallort abzusteigen. Dabei erschweren der Sturm und die Schneeverhältnisse das Vorankommen. Mehrere hundert Meter Seile werden eingebaut. Ein Hubschrauber des Innenministeriums unterstützt die Bergrettungsaktion mit einem Scheinwerfer. Wenn die Rettungskräfte zu dem Mann und der Frau vorgedrungen sind wird entschieden, ob eine Bergung in der Nacht noch möglich ist, oder der kommenden Morgen abgewartet werden muss.

Fotos Bergrettung Obertraun/Hallstatt:

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Herbstübungen

Bei den Herbstübungen wurden verschiedene terrestrischen Bergemethoden beübt. Nach Feierabend ging es ins zum Teil sehr schwierigen Gelände um Bergeübungen durchzuführen. Zum Abschluss stand dann eine Erste Hilfe Auffrischung mit Martin und Judith Mayer am Programm.

Personensuche Koppentraun

Die Bergrettung Obertraun wurde zur Suche nach einer in Bad Aussee vermissten Person alarmiert.

Gemeinsam mit Polizei, Canyoning Rettern der Ortsstelle Bad Goisern und Bad Ischl, sowie der Wasserrettung, wurde die Koppentraun auf oberösterreichischer Seite bis zum Hallstättersee penibelst abgesucht. Leider blieb die Suche dennoch erfolglos.