Bergrettung zog eindrucksvolle Bilanz

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung wurde auf das vergangene Jahr zurück geblickt. Tausende Stunden wurden von den Obertrauner Bergkameraden aufgewendet. Die Retter waren dabei nicht nur im Einsatz um Menschen zu bergen, sondern auch für Veranstaltungen, um den laufenden Betrieb finanzieren zu können. Eine besondere Herausforderung wird im kommenden Jahr die Errichtung des neuen Einsatzzentrums.

 

Die Bergretter der Dachsteingemeinde wendeten im vergangenen Jahr an die 4000 Stunden für den ehrenamtlichen Dienst auf. Ein Großteil viel dabei aber nicht auf Rettungseinsätze, sondern für Übungen und Veranstaltungen an. Insbesondere der Flohmarkt stellt ein wichtiges finanzielles Rückgrat der Ortsstelle dar. Ohne die zahlreichen Helfer und Gönner würde so eine Veranstaltung nicht funktionieren - allen sei an dieser Stelle herzlich gedankt!

Die größte Herausforderung im kommenden Jahr, stellt die Errichtung des neuen Einsatzzentrums dar. Hier werden die Bergrettung und Feuerwehr Obertraun eine zeitgemäße Unterkunft finden. Der Großteil der Finanzmittel kommt vom Land OÖ, aber leider bleibt ein für die beiden Hilfsorganisationen großer Geldbrocken von 165.000,- über. Da es unmöglich erscheint den gesamten Betrag aufzubringen, müssten an die 9.000 Stunden in Form von Arbeit eingebracht werden. Um die Obertrauner Helfer zu unterstützen, können um je € 10,- Bausteine erworben werden - herzlichen Dank an alle Spender!

 

Vorstand bestätigt und Anwärter aufgenommen.

Der Vorstand um Ortsstellenleiter Bernd Dankelmayr und seinem Stellvertreter Platzl Hannes, sowie Einsatzleiter Höll Florian stellte sich der Wahl und wurden ohne Gegenstimmen bestätigt.

Besonders erfreulich ist, dass im Rahmen der Jahreshauptversammlung, drei neue Anwärter aufgenommen werden konnten. Höll Marc, Posch Kilian und Höll Marcel werden in Zukunft an den Übungen teilnehmen und für die Ausbildungskurse zum Bergretter vorbereitet.

Geehrt wurde Höll Stephan für 40 Jahre Mitgliedschaft und Puchinger Hans und Moser Bernhard für 25 Jahre im Dienst der Bergrettung.

Leider mussten wir uns im vergangenen Jahr von unseren langjährigen Kameraden Pernkopf Brunno verabschieden.

Newsfeed:

Freerider Angeralm im steilen Gelände

In der direkten Einfahrt in die Variante "Angeralm", unmittelbar unter der Bergstation des 2100 Meter hohen Krippensteines, kam ein 21-jähriger Snowboarder in ein Steilgelände. Als er sich nicht mehr weiter traute, alarmierte er die Einsatzkräfte.

 

Der tschechische Snowboarder, Michal S., fuhr am 22.01.2019, gegen Mittag in die Variante „Angeralm“ ein. Hierbei folgte er den Auskünften von anderen, unbekannten, Variantenfahrern.
S. geriet im Einfahrtsbereich der Variantenabfahrt am sog. „Mistplatz“ in sehr steiles bis felsdurchsetztes Gelände und konnte schließlich nicht mehr weiter.
Er selbst setzte einen Notruf ab und andere Schifahrer, welche ihn von der Gondel aus beobachteten verständigten die Rettungskräfte.
Zwei Bergretter gelangten wenig später zu ihm und suchten nach einer Ausfahrtsmöglichkeit. Gemeinsam gelang es so aus den Steilgelände auszuqueren und in die normale Spur der Variantenabfahrt zu gelangen.
Von dort fuhr er gemeinsam mit dem Rettungsdienst selbstständig durch die Variante und in weiterer Folge über den organisierten Schiraum ins Tal ab.
Der Snowbarder blieb dabei unverletzt.

Verrirte Skifahrer Krippenstein

Am 5.1.2019 gegen 12.10 Uhr verlor die 65-jährige Margit G. aus Gmunden im organisierten Schiraum am Krippenstein, Nahbereich Piste zum Sessellift, auf Grund widrigster Wetterverhältnisse die Orientierung und auch ihren Gatten.

 

Dieser fuhr derweil ins Tal und verständigte den Lift- u. Seilbahnbetreiber sowie den Bergrettungsdienst Obertraun, um nach seiner Frau suchen zu lassen.

 Praktisch zeitgleich ist der 40-jährige Sebastian W. aus München im Bereich der Krippenstein Bergstation auf einen Schifahrer und einen Schneeschuhwanderer aufmerksam geworden. Er wollte diese beiden Personen zur Gjaidalm begleiten, verlor aber ebenfalls im Bereich der Piste Kreuzung Richtung Talstation Sessellift vollkommen die Orientierung.

Weil er nicht wie abgemacht in der Unterkunft Gjaidalm erschien, hat seine Gattin ebenfalls die Rettungskräfte alarmiert.

 

Nach kurzer Suche konnten alle verirrten Personen von Kräften des Bergrettungsdienst Obertraun bzw. von Mitarbeitern des Lift- u. Seilbahnbetreibers gefunden und versorgt werden.

Unterstützung Jäger

Jahreshauptversammlung

Wieder eindrucksvolle Bilanz der Obertrauner Bergretter.


Auch heuer wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung wieder Bilanz gezogen. Unzählige freiwillige Stunden wurden von den Bergrettern der Dachsteingemeinde nicht nur zum Üben und im Ernstfall aufgebracht, sondern auch zur Verwirklichung des neuen Heimes. 

Die Bergrettung möchte sich hier ganz herzlich bei allen Unterstützern bedanken, die hier in Form von Spenden und Hilfe bei Arbeiten auf der Baustelle das Projekt erst ermöglicht haben.

Herbstübungen und Erste Hilfe