300 Meter lange Dyneemaseile für Einsätze am Krippenstein

300 Meter lange Rettungsseile für Einsätze am Krippenstein!

Die Dachstein Tourismus AG stellt neue, überlange 300 Meter Spezialseile für die Obertrauner Bergrettung zur Verfügung. Vor allem Bergungen aus dem neuem Krippenstein- Klettersteig können nun schneller und einfacher von den Ausstiegsstellen bei der Aussichtsplattform „Five Fingers“ durchgeführt werden.

Noch bevor der neue Klettersteig hoch über Obertraun und dem Hallstättersee eröffnet wurde, begann man Einsatztaktiken für Bergungen zu erarbeiten. Gleich nach der Fertigstellung des Steiges wurde dann der Ernstfall beübt - mit der Erkenntnis, dass für eine schnellstmögliche Bergung aus allen Passagen, die herkömmlichen Seile schlichtweg zu kurz sind. Sie wären nur mit aufwändigen Verlängerungen und Zwischenständen möglich, um auch in die überhängenden und ausgesetzten Bereiche zu gelangen.

„Uns ist es wichtig, dass unsere Retter am Berg optimal ausgerüstet sind, damit im Ernstfall schnell und bestmöglich geholfen werden kann“ , so Alfred Bruckschlögl, Vorstand der Dachstein Tourismus AG. „Auch die Zusammenarbeit mit der Bergrettung Obertraun läuft hervorragend, sodass es für uns selbstverständlich war, die Kosten für diese leichten Rettungsseile zu übernehmen“, so Bruckschlögl weiter.

Der neue Klettersteig am Krippenstein quert die mächtige Ost- und Nordwand des 2100 Meter hohen Krippensteins in Obertraun. Er unterteilt sich dabei in drei Bereiche. Während sich der erste Teil bis zur Dachstein-Gams auch für Einsteiger eignet, erreicht der zweite Teil von der Gams bis zu den „Five Fingers“ Stellen bis in den mittleren Schwierigkeitsbereich C. Die Krippenstein Nordwand im obersten Schwierigkeitsgrad ist nur den wirklichen Profis vorbehalten.
Eines haben alle drei Bereiche gemeinsam: Die atemberaubende Aussicht auf die Welterberegion!

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Freerider Angeralm im steilen Gelände

In der direkten Einfahrt in die Variante "Angeralm", unmittelbar unter der Bergstation des 2100 Meter hohen Krippensteines, kam ein 21-jähriger Snowboarder in ein Steilgelände. Als er sich nicht mehr weiter traute, alarmierte er die Einsatzkräfte.

 

Der tschechische Snowboarder, Michal S., fuhr am 22.01.2019, gegen Mittag in die Variante „Angeralm“ ein. Hierbei folgte er den Auskünften von anderen, unbekannten, Variantenfahrern.
S. geriet im Einfahrtsbereich der Variantenabfahrt am sog. „Mistplatz“ in sehr steiles bis felsdurchsetztes Gelände und konnte schließlich nicht mehr weiter.
Er selbst setzte einen Notruf ab und andere Schifahrer, welche ihn von der Gondel aus beobachteten verständigten die Rettungskräfte.
Zwei Bergretter gelangten wenig später zu ihm und suchten nach einer Ausfahrtsmöglichkeit. Gemeinsam gelang es so aus den Steilgelände auszuqueren und in die normale Spur der Variantenabfahrt zu gelangen.
Von dort fuhr er gemeinsam mit dem Rettungsdienst selbstständig durch die Variante und in weiterer Folge über den organisierten Schiraum ins Tal ab.
Der Snowbarder blieb dabei unverletzt.

Verrirte Skifahrer Krippenstein

Am 5.1.2019 gegen 12.10 Uhr verlor die 65-jährige Margit G. aus Gmunden im organisierten Schiraum am Krippenstein, Nahbereich Piste zum Sessellift, auf Grund widrigster Wetterverhältnisse die Orientierung und auch ihren Gatten.

 

Dieser fuhr derweil ins Tal und verständigte den Lift- u. Seilbahnbetreiber sowie den Bergrettungsdienst Obertraun, um nach seiner Frau suchen zu lassen.

 Praktisch zeitgleich ist der 40-jährige Sebastian W. aus München im Bereich der Krippenstein Bergstation auf einen Schifahrer und einen Schneeschuhwanderer aufmerksam geworden. Er wollte diese beiden Personen zur Gjaidalm begleiten, verlor aber ebenfalls im Bereich der Piste Kreuzung Richtung Talstation Sessellift vollkommen die Orientierung.

Weil er nicht wie abgemacht in der Unterkunft Gjaidalm erschien, hat seine Gattin ebenfalls die Rettungskräfte alarmiert.

 

Nach kurzer Suche konnten alle verirrten Personen von Kräften des Bergrettungsdienst Obertraun bzw. von Mitarbeitern des Lift- u. Seilbahnbetreibers gefunden und versorgt werden.

Unterstützung Jäger

Jahreshauptversammlung

Wieder eindrucksvolle Bilanz der Obertrauner Bergretter.


Auch heuer wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung wieder Bilanz gezogen. Unzählige freiwillige Stunden wurden von den Bergrettern der Dachsteingemeinde nicht nur zum Üben und im Ernstfall aufgebracht, sondern auch zur Verwirklichung des neuen Heimes. 

Die Bergrettung möchte sich hier ganz herzlich bei allen Unterstützern bedanken, die hier in Form von Spenden und Hilfe bei Arbeiten auf der Baustelle das Projekt erst ermöglicht haben.

Herbstübungen und Erste Hilfe