Speedglider am Krippenstein abgestürzt

Ein polnischer Wintersportler war zum Speedgliden mit Skiern im freien Skiraum der Freeride Arena Krippenstein unterwegs. Dabei kam er so unglücklich zu Sturz, dass er sich die Wirbelsäule brach. Nach der raschen Erstversorgung durch die Bergrettung wurde er mit dem Notarzthubschrauber ins UKH Salzburg geflogen.

 

Der 36-jährige Urlauber startete gegen Mittag bei schönem Winterwetter bei der Bergstation am Krippenstein und flog in Richtung der Variantenabfahrt „Angeralm“ los. In diesem Bereich herrschte für den Sportler Rückenwind, was ihn womöglich rasch Probleme bereitete. Schon nach kurzer Flugzeit kam er im Einfahrtsbereich der Variante in einer Seehöhe von ca. 1950 Meter zu Sturz. Anwesende Wintersportler beobachteten den Vorfall und alarmierten die Rettungskräfte.
Die rasch anwesenden Helfer der Bergrettung Obertraun und Hallstatt, sowie zwei Skiguides von Outdoor Leadership, führten die Erstversorgung durch und bereiteten den Mann zum Abtransport vor.
Das Team des Rettungshubschraubers „Christophorus 6“ aus Salzburg, nahm den Verletzten auf und flog ihn gleich ins UKH Salzburg. Dort wurde ein Bruch der Wirbelsäule festgestellt, welcher operativ versorgt werden musste.

 

Fotos: BRD Obertraun/Jos

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Tandem-Paragleiter abgestürzt

Riesenglück im Unglück hatte ein Paragleiter mit seinem Tandempassagier beim Flug vom 2100 Meter hohen Krippenstein: Nach dem Start öffnete sich der Rettungsschirm. Glücklicherweise waren sie schon weit genug geflogen um sicher am Fuße der Krippenstein-Nordwand zu landen und nicht in der Felswand Bruch zu landen.

 

Der 41-jährige Tandempilot startete gegen 17 Uhr mit seinem 31-jährigen Bruder vom Hohen Krippenstein in Obertraun. Der Krippenstein ist wegen seiner großen Höhendifferenz vom Start zum Landeplatz von 1600 Höhenmeter und der Lage am Hallstättersee ein sehr beliebtes Flugrevier für Paragleiter. Bei idealen Flugbedingungen starteten die beiden vom Gipfel und streiften dabei Latschenkieferzweige.

Dort dürfte sich auch der Sicherungssplint, der ein ungewolltes Öffnen des Rettungsschirmes eigentlich verhindern soll, gelöst haben. Nach einer kurzen Flugphase, eben schon weit genug von schroffen Felswänden des Krippensteins entfernt, öffnete sich unglücklicherweise dann der Rettungsschirm. Der Hauptschirm brach nach vorne weg und das ganze Fluggerät wurde manövrierunfähig.

Touristen, die den Vorfall beobachteten, alarmierten über den Alpinnotruf 140! den Bergrettungsdienst.


Die Beiden konnten zwar unterhalb der gefährlichen Felswand, aber immer noch im unwegsamen Gelände oberhalb des Bergdorfes Krippenbrunn in 1750 Meter Seehöhe notlanden. Auch sie meldeten sich nach ihrer Bruchlandung beim Bergrettungsdienst. Dem Disponenten teilten sie mit, dass sie unverletzt seien und in Richtung Krippenbrunn absteigen werden.

Mehrere Mann vom Bergrettungsdienst Obertraun fuhren mit Quads die 11 Kilometer lange Skiabfahrt zunächst bis Krippenbrunn auf und gingen den Beiden entgegen. Anschließend fuhren sie die Beiden bis zur Bergstation und organisierten gegen 19.00 Uhr die Abfahrt ins Tal.

 

Im Einsatz befanden sich 19 Mann vom Bergrettungsdienst Obertraun, ein Beamter der Alpinen Einsatzgruppe Gmunden, sowie die Crew vom Polizeihubschrauber „Libelle Salzburg“, die noch im Anflug storniert werden konnte.

 

Grundsteinlegung Einsatzzentrum

Nach jahrelanger Planung ist es nun soweit: Die Grundsteinlegung für das gemeinsame Einsatzzentrum von Freiwilliger Feuerwehr und Bergrettung Obertraun ist erfolgt.

Endlich bekommt auch die Obertrauner Bergrettung zeitgemäße Einsatzräumlichkeiten um allen Menschen best- und schnellstmöglich zur Hilfe eilen zu können. Wir danken allen politisch Verantwortlichen des Landes OÖ für die Finanzierung des 2,4 Mio. Euro Projektes, besonders aber allen die in ihrer Freizeit unentgeltlich zahlreiche Stunden  aufgebracht haben um diesen Schritt feiern zu können! Nach Finanzierungszusage des Landes bleibt für die Einsatzorganisationen ein "stemmbarer" Eigenfinanzierungsbedarf über.

Wir freuen uns nun auf einen raschen Baubeginn unter der baulichen Federführung der Neuen Heimat und Architekt Schneider&Lengauer und vielen heimischen Firmen!

Übrigens: Um den oben erwähnten Eigenbedarf zu finanzieren, haben sich Feuerwehr und Bergrettung etwas überlegt. Um €10,- kann ein Einsatzzentrum-Baustein erworben werden. Bei der Eröffnung des Einsatzzentrums werden den mitgebrachten Bausteinen dann Nummern zugelost und tolle Preise versteigert. Gerne können auch mehrere Steine erworben werden, das erhöht die Gewinnchancen und freut die Einsatzkräfte!

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Sommer 2017

Das war der Bergrettungs-Sommer 2017 - außerhalb des Einsatzgeschehens:

- Flohmarkt

- Ferienspaß

- Übungstouren

- Krippenstein- Berglauf

Familie in Gewitter geraten

Bei einer Wanderung am Dachstein-Hochplateau wurde die 3-köpfige Familie von einem Gewitter überrascht. Da dieses sehr heftig war und sie keinen Schutz fanden, alarmierten sie die Einsatzkräfte.

Die ortskundige Familie unternahmen mit ihrem einjährigen Sohn eine Wanderung von der Gjaidalm zum Guttenberghaus und trafen dort bei Sonnenschein und gutem Wetter gegen 14.00 Uhr ein. Nach einer kurzen Rast ging die Familie auf dem gleichen Weg wieder zurück zur Gjaidalm. Für den Nachmittag waren laut Wettebericht Gewitter vorhergesagt worden. Diese zogen dann gegen 15 Uhr auch sehr rasch auf - eine heftige Gewitterfront entlud sich genau über dem Gebiet.
Die Wanderer waren dem Gewitter schutzlos ausgeliefert und setzten deshalb gegen 15.30 Uhr einen Notruf ab.

Die in Not geratene Familie konnte gegen 16.50 Uhr von den Einsatzkräften des Bergrettungsdienstes Obertraun unverletzt in der Nähe der Gjaid-Alm angetroffen und in Sicherheit gebracht werden.
Am Einsatz waren beteiligt:
12 Mitglieder der BRD-Ortsstelle Obertraun
1 Beamter der Alpinpolizei Gmunden