Seilbergung Seewand

Aus dem als sehr schwierig eingestuften Seewand- Klettersteig mussten eine 40-jährige tschechische Bergsteigerin und ihr Begleiter geborgen werden. Die Bergsteigerin unterschätzte wohl die Länge und Schwierigkeit des Klettersteiges und war vollkommen erschöpft, als die Retter bei ihr eintrafen.

 

Eine vierköpfige tschechische Bergsteigergruppe stieg um 10 Uhr vom Parkplatz bei den Kesselgründen zum Klettersteig oberhalb der Hirschaualm auf.

Gegen 11.30 Uhr stiegen sie in den Klettersteig, als bereits die erste Alpinistin auf Grund der Schwierigkeiten vor der ca. 750m hohen Wand umkehrte und später mit der Seilbahn über den Krippenstein auf den Berg auffuhr.

 

Als gegen 19.30 Uhr eine der Gruppe die Gjaidalm auf 1750m Seehöhe erreichte, informierte sie die dort anwesenden Gäste, dass ihre 40-jährige Schwester Adele H. im Bereich des 100m-Pfeilers - ca. 100m unterhalb des Ausstieges aus der Wand - derart erschöpft sei, dass sie nicht mehr weiter komme. Der 33-jährige Adam S. sei bei ihr geblieben.

Daraufhin erfolgte die Alarmierung der Einsatzkräfte.

Dem Team des Rettungshubschraubers C14 gelang es daraufhin, die beiden Personen aus dem senkrechten Gelände mit einer Seilbergung zu bergen und wieder ins Tal zu fliegen.

Dort erfolgte eine kurze ärztliche Behandlung der 40-jährigen, ihr Begleiter war unverletzt.

 

Im Einsatz befanden sie die Bergrettungsortsstellen Obertraun und Hallstatt, die Crew des Rettungshubschraubers C14 und ein Beamter der AEG Gmunden.

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Freerider Angeralm im steilen Gelände

In der direkten Einfahrt in die Variante "Angeralm", unmittelbar unter der Bergstation des 2100 Meter hohen Krippensteines, kam ein 21-jähriger Snowboarder in ein Steilgelände. Als er sich nicht mehr weiter traute, alarmierte er die Einsatzkräfte.

 

Der tschechische Snowboarder, Michal S., fuhr am 22.01.2019, gegen Mittag in die Variante „Angeralm“ ein. Hierbei folgte er den Auskünften von anderen, unbekannten, Variantenfahrern.
S. geriet im Einfahrtsbereich der Variantenabfahrt am sog. „Mistplatz“ in sehr steiles bis felsdurchsetztes Gelände und konnte schließlich nicht mehr weiter.
Er selbst setzte einen Notruf ab und andere Schifahrer, welche ihn von der Gondel aus beobachteten verständigten die Rettungskräfte.
Zwei Bergretter gelangten wenig später zu ihm und suchten nach einer Ausfahrtsmöglichkeit. Gemeinsam gelang es so aus den Steilgelände auszuqueren und in die normale Spur der Variantenabfahrt zu gelangen.
Von dort fuhr er gemeinsam mit dem Rettungsdienst selbstständig durch die Variante und in weiterer Folge über den organisierten Schiraum ins Tal ab.
Der Snowbarder blieb dabei unverletzt.

Verrirte Skifahrer Krippenstein

Am 5.1.2019 gegen 12.10 Uhr verlor die 65-jährige Margit G. aus Gmunden im organisierten Schiraum am Krippenstein, Nahbereich Piste zum Sessellift, auf Grund widrigster Wetterverhältnisse die Orientierung und auch ihren Gatten.

 

Dieser fuhr derweil ins Tal und verständigte den Lift- u. Seilbahnbetreiber sowie den Bergrettungsdienst Obertraun, um nach seiner Frau suchen zu lassen.

 Praktisch zeitgleich ist der 40-jährige Sebastian W. aus München im Bereich der Krippenstein Bergstation auf einen Schifahrer und einen Schneeschuhwanderer aufmerksam geworden. Er wollte diese beiden Personen zur Gjaidalm begleiten, verlor aber ebenfalls im Bereich der Piste Kreuzung Richtung Talstation Sessellift vollkommen die Orientierung.

Weil er nicht wie abgemacht in der Unterkunft Gjaidalm erschien, hat seine Gattin ebenfalls die Rettungskräfte alarmiert.

 

Nach kurzer Suche konnten alle verirrten Personen von Kräften des Bergrettungsdienst Obertraun bzw. von Mitarbeitern des Lift- u. Seilbahnbetreibers gefunden und versorgt werden.

Unterstützung Jäger

Jahreshauptversammlung

Wieder eindrucksvolle Bilanz der Obertrauner Bergretter.


Auch heuer wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung wieder Bilanz gezogen. Unzählige freiwillige Stunden wurden von den Bergrettern der Dachsteingemeinde nicht nur zum Üben und im Ernstfall aufgebracht, sondern auch zur Verwirklichung des neuen Heimes. 

Die Bergrettung möchte sich hier ganz herzlich bei allen Unterstützern bedanken, die hier in Form von Spenden und Hilfe bei Arbeiten auf der Baustelle das Projekt erst ermöglicht haben.

Herbstübungen und Erste Hilfe