Klettersteigbergung unter widrigsten Bedingungen

An die 50 Retter der Dachsteingemeinden bergen Kletterer trotz widrigster Witterung aus dem schwierigen Seewand- Klettersteig.


Weder strömender Regen, noch über 1 Meter Neuschnee im oberen Bereich des Klettersteiges hinderten die tschechischen Alpinisten an den Vorhaben, den als sehr schwierig eingestuften Seewand- Klettersteig zu besteigen.

Als für sie in der oberen, schneebedeckten Hälfte der Steig unpassierbar wurde und sie nicht mehr weiterkamen, alarmierten sie die Einsatzkräfte aus Hallstatt.

Um ca. 14.30 Uhr wurde die Bergrettung Obertraun zur Unterstützung angefordert.

 

Schwierige Bergung mit Hubschrauberunterstützung

Die Bergretter aus Hallstatt und Obertraun, ließen sich soweit es die schwierigen Verhältnisse zuließen, vom Rettungshubschrauber C14 in den Steig einfliegen. Von dort ging es zu Fuß zu den erschöpften Kletterern.

Als die erste Gruppe bei den beiden Verletzen eintraf, stellte sich heraus, dass ein Dritter der Gruppe kurz vorm Ausstieg aus dem Steig, völlig erschöpft und unterkühlt nicht mehr weiterkonnte. Von unten war der Steig auch für die Retter nicht mehr passierbar und auch nicht mehr möglich zum Verletzten zu gelangen.

 

Weitere Verstärkung erforderlich

Während die Einsatzkräfte begannen die beiden weiter unten befindlichen Kletterer zu bergen, rückten um 18.30 Uhr BergretterInnen aus Hallstatt, Obertraun und Gosau, sowie die Alpinpolizei aus, um von oben zum Dritten Kletterer zu gelangen.

Starker Schneefall und über 1 Meter Neuschnee erschwerten das Vorhaben.

Als gegen 20 Uhr die schwierige Bergung im vereisten Steig der weiter unten befindlichen Alpinisten schon erfolgreich abgeschlossen werden konnte, war der Rettungstrupp zum Dritten noch mit Tourenski vom Krippenstein zum Klettersteigausstieg unterwegs.

 

Um ca. 21 Uhr dort angekommen, gelang es schließlich mit einer Seilbergung von oben zum stark unterkühlten, aber noch bei Bewusstsein befindlichen Kletterer abzuseilen.
Der Alpinist wurde beim Ausstieg erstversorgt und anschließend mit der Gebirgstrage mühsam durchs tiefverschneite Gelände in die Gjaidalm abtransportiert.

Um 1 Uhr früh wurde die Gjaidalm schließlich erreicht, wo auch die weitere medizinische Versorgung stattfand.

Am Morgen des 17. Mai gelang es schließlich in einer Wetterlücke den Mann mit den Rettungshubschrauber von der Gjaidalm ins LKH Bad Ischl zu transportieren.

 

www.bergrettung-hallstatt.at

http://ooe.orf.at/news/stories/2647748/

Bergung der unteren Kletterer mit Hubschrauberunterstützung


Bergung des dritten Kletterers vom Ausstieg

Newsfeed:

Seilbahnbergung Krippenstein,TS3

Um ca. 14:00 Uhr kam es zu einem Bahnstillstand der Dachstein Krippenstein Bahn in Obertraun. Aufgrund eines abrupten Stillstands der Bahn, ausgelöst durch das Ziehen der Notbremse durch einen Fahrgast in der dritten Sektion, zwischen der Bergstation am Krippenstein und der Station Gjaid, kam es zu einem Zugseilüberwurf. 40 Personen mussten durch die Einsatzkräfte und Seilbahnmitarbeiter aus der Gondel abgeseilt werden, da ein Weiterbetrieb der Bahn nicht mehr möglich war. 

Im Einsatz waren 18 Bergretter aus Obertraun und Hallstatt, die Hubschraubercrew Libelle Salzburg, zwei Beamte des BMI und Mitarbeiter der Dachsteinseilbahn. 

Parte Blatnig Herbert

Radfahrer Koppen

Jubiläumsfest u. Ausstellung 70 Jahre BRD Obertraun

Die Bergrettung Obertraun feiert 2022 ihr 70-jähriges Bestandsjubiläum. Aus diesem Anlass wurde eine Jubiläumsfeier im Festzelt Obertraun veranstaltet, sowie eine 2-wöchige Ausstellung im Einsatzzentrum eingerichtet.

 

Mehr zur Geschichte  der Ortsstelle Obertraun

Gewitter Nordwand Klettersteig

Nach einem Blitzeinschlag in der Nähe, alarmierten die Klettersteiggeher die Einsatzkräfte. Diese fuhren mit dem Quad zur Ausstiegsstelle und begleiteten die mittlerweile beim Ausstieg angekommenen, geschockten, aber unverletzten Kletterer zur Bergstation.

Montagsübungen

Maibaum

Einsatzreiches Wochenende

Zu mehreren Einsätzen rückten die Obertrauner Bergretter am Wochenende aus.

Interner Notfall auf der österreichischen Nationalskitour, der Dachsteinüberquerung.

Bei der beliebten Dachsteinüberquerung, die über den Dachsteingletscher über die Dachsteinhochfläche bis in die Gjaidalm und anschließend über die Krippenstein-Talabfahrt nach Obertraun führt, kam es am Samstag zu einem internen Notfall. Die alarmierten Bergretter fuhren mit dem Skidoo zur Unfallstelle, einem längeren Gegenanstieg vor der Gjaidalm. Ein 67-jähriger Steirer  wurde erstversorgt und durch den ebenfalls verständigten Notarzthubschrauber weiter ärztlich behandelt und ins Spital überführt.

Am Sonntag stürzte ein Snowboarder im freien Gelände, über felsdurchsetztes Gelände unterhalb der Krippenstein Bergstation ab.

Zwei Polen verbrachten den 13. März 2022 im Skigebiet Dachstein-Krippenstein. Die beiden Snowboarder, 32 und 28 Jahre alt, waren lediglich zum Pistenfahren entsprechend ausgerüstet, entschieden sich jedoch trotzdem — ohne Standardausrüstung für das Variantenfahren — in die Variante “Angeralm” außerhalb des gesicherten Skiraumes einzufahren.

Nach einigen Höhenmetern Abfahrt gerieten die beiden im Bereich des sogenannten “Mistplatz” in sehr steiles und felsdurchsetztes Gelände. Sie tasteten sich langsam vor bis schließlich der vorne fahrende 32-Jährige einige Meter abrutschte. Der abgestürzte Snowborder hatte sich offensichtlichen Knieverletzung am Wandfuß liegen blieb und dort auf seinen Freund wartete. Dieser folgte unmittelbar danach, verlor jedoch noch einige Meter weiter oben den Halt und stürzte über die letzten Meter der felsdurchsetzten Wand ab, sodass er neben seinem Freund zum Liegen kam.

Sofort zeichnete sich eine schwere Verletzung ab, weshalb die beiden den Notruf wählten. 

Während der 28-Jährige mit dem Notarzthubschrauber ins Salzkammergut Klinikum Bad Ischl geflogen wurde, konnte der 32-Jährige in Begleitung der Bergrettung selbstständig abfahren und begab sich selbstständig ins Klinikum.

Pistendienst

Die Bergrettung übernimmt an Sonn- u. Feiertagen die Pistenrettung für verletzte Wintersportler. Während der Bergung aus der Angeralm, wurden auf der 11 Kilometer langen Abfahrt vom 2100 Meter hohen Krippenstein bei zwei weiteren Einsätzen Wintersportler erstversorgt und ins Tal transportiert.

Wintertouren

Paragleiterabsturz

Der 55-jährige Freizeitparagleiterpilot aus Bad Goisern fuhr mit seinem Flugfreund mit der Seilbahn auf den Hohen Krippenstein. Die beiden planten, mit ihren Paragleitern nach Obertraun zu fliegen.

Außerdem war die Gattin mit von der Partie. Sie beobachtet den Unfallhergang, war aber mit ihren Schiern vor Ort. 

Laut Auskunft der Gattin ging alles blitzschnell; gleich nach dem Start, noch vor einer eigentlichen Flugphase, bekam ihr Gatte offensichtliche Probleme, den Paragleiter zu beherrschen. Er hob nicht richtig ab, war aber auch nicht mehr fest am Boden.

In weiterer Folge stürzte er über eine ca. 4m hohe Wechte zu der Hütte der Landesstraßenverwaltung, während ihn der Schirm noch bedingt trug. Durch die entstandene Pendelbewegung prallte er heftig mit den Beinen gegen die Hüttenwand und fiel dann aus geringer Höhe zu Boden.

 

Die Gattin eilte sogleich zur Hilfe. Der Pilot war zu diesem Zeitpunkt orientiert und ansprechbar. Beide erkannten in der Erstphase die schwere Verletzung nicht. Der Pilot gab vorerst auch nur an, „dass er sich am Fuß weh getan hat“. Daraufhin verständigte die Gattin die Kräfte der Bergrettung Obertraun, die gerade in ihrer Diensthütte im unmittelbaren Nahbereich der Unfallstelle Pistendienst versahen. Sie begannen sofort mit der Erstversorgung.

Die Crew vom alarmierten ÖAMTC Notarzthubschrauber „Christophorus 99“ konnte im unmittelbaren Nahbereich der Unfallstelle landen. Die Mannschaft nahm die weitere notärztliche Versorgung samt Medikamentengabe usw. vor und verbrachten den Piloten ins Spital.