Nächtliche Suche nach abgängigen Tourengeher

Fieberhaft wurde in der Nacht vom 26. auf 27. März nach einen abgängigen tschechischen Tourengeher am Dachsteinplateau gesucht.

Nach einer schwierigen Suchaktion, bei Sturm und Dunkelheit, konnte er in den frühen Morgenstunden von einem Suchtrupp der Bergrettung Obertraun oberhalb des Ödensees gefunden werden.


Erst um ca. 21.30 Uhr nachts wurde der 46 jährige Prager Berufstaucher Pavel R. als abgängig gemeldet und die Obertrauner Bergrettung alarmiert. Der Tourengeher, der alleine unterwegs war, fuhr um 9 Uhr vormittags mit der Seilbahn auf den Krippenstein auf und wollte eine Skitour gehen. Wohin genau war nicht sicher bekannt, jedoch wurde von der Vermieterin vermutet, dass er Richtung Ödensee (Gde. Kainisch, Stmk.) marschieren wollte.

 

Ein 14 Mann starker Suchtrupp fuhr nach Festlegung der Einsatzstrategie ebenfalls auf den Krippenstein auf und marschierte Richtung Heilbronnerkreuz, wo sie hofften auf seine Spuren zu treffen.

 

Sturm erschwert Suche
Die Suche wurde mit Sturmspitzen von 65 km/h und mehr erschwert, wehte der Wind doch viele Spuren wieder zu. Aber auch die Lawinengefahr wurde durch den eisigen Wind verschärft und die Verständigung erschwert.

Gegen 0.30 Uhr stieß dann im Bereich des Heilbronnerkreuzes, eine 3 Mann starke Suchmannschaft auf eine Schneespur eines einzelnen Tourengehers, der sie darauf folgten,

wobei die Spur immer wieder stark von der Normalroute abwich.

 

Rettung um 5 Uhr früh

Um kurz nach 5 Uhr, sahen die Retter dann oberhalb des Ödensees, auf ca. 1100m Seehöhe die Reflektorstreifen der Jacke des Vermissten. Er selbst hatte kein Licht dabei und wollte mit seinem Handy durch das Hochgebirge navigieren, was jedoch misslang.

Handys sind nicht für solch lange Touren geeignet und ersetzen kein GPS oder Ortskenntnis. Sein Akku gab schon bei halber Strecke den Geist auf und so irrte der Mann durch das Hochbegirge und bald auch durch die Dunkelheit. Seine sehr gute körperliche Verfassung kam ihm hierbei zugute, er marschierte von halb 10 Uhr morgens bis 5 Uhr früh durch, was ein Auskühlen seines Körpers verhinderte.

Der Mann wurde nach Versorgung mit warmen Tee und Essen von den Rettern ins Tal begleitet und in sein Quartier nach Obertraun gebracht.

 

Im Einsatz waren 14 Mann der Bergrettung Obertraun und ein Beamter der AEG.

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    einer von 14 (Donnerstag, 27 März 2014 10:34)

    "Bravo" den 3 Rettern Fred, Willi u. Maro super Leistung

  • #2

    einer von 14 (Donnerstag, 27 März 2014 10:37)

    Sorry Mario

Newsfeed:

Seilbahnbergung Krippenstein,TS3

Um ca. 14:00 Uhr kam es zu einem Bahnstillstand der Dachstein Krippenstein Bahn in Obertraun. Aufgrund eines abrupten Stillstands der Bahn, ausgelöst durch das Ziehen der Notbremse durch einen Fahrgast in der dritten Sektion, zwischen der Bergstation am Krippenstein und der Station Gjaid, kam es zu einem Zugseilüberwurf. 40 Personen mussten durch die Einsatzkräfte und Seilbahnmitarbeiter aus der Gondel abgeseilt werden, da ein Weiterbetrieb der Bahn nicht mehr möglich war. 

Im Einsatz waren 18 Bergretter aus Obertraun und Hallstatt, die Hubschraubercrew Libelle Salzburg, zwei Beamte des BMI und Mitarbeiter der Dachsteinseilbahn. 

Parte Blatnig Herbert

Radfahrer Koppen

Jubiläumsfest u. Ausstellung 70 Jahre BRD Obertraun

Die Bergrettung Obertraun feiert 2022 ihr 70-jähriges Bestandsjubiläum. Aus diesem Anlass wurde eine Jubiläumsfeier im Festzelt Obertraun veranstaltet, sowie eine 2-wöchige Ausstellung im Einsatzzentrum eingerichtet.

 

Mehr zur Geschichte  der Ortsstelle Obertraun

Gewitter Nordwand Klettersteig

Nach einem Blitzeinschlag in der Nähe, alarmierten die Klettersteiggeher die Einsatzkräfte. Diese fuhren mit dem Quad zur Ausstiegsstelle und begleiteten die mittlerweile beim Ausstieg angekommenen, geschockten, aber unverletzten Kletterer zur Bergstation.

Montagsübungen

Maibaum

Einsatzreiches Wochenende

Zu mehreren Einsätzen rückten die Obertrauner Bergretter am Wochenende aus.

Interner Notfall auf der österreichischen Nationalskitour, der Dachsteinüberquerung.

Bei der beliebten Dachsteinüberquerung, die über den Dachsteingletscher über die Dachsteinhochfläche bis in die Gjaidalm und anschließend über die Krippenstein-Talabfahrt nach Obertraun führt, kam es am Samstag zu einem internen Notfall. Die alarmierten Bergretter fuhren mit dem Skidoo zur Unfallstelle, einem längeren Gegenanstieg vor der Gjaidalm. Ein 67-jähriger Steirer  wurde erstversorgt und durch den ebenfalls verständigten Notarzthubschrauber weiter ärztlich behandelt und ins Spital überführt.

Am Sonntag stürzte ein Snowboarder im freien Gelände, über felsdurchsetztes Gelände unterhalb der Krippenstein Bergstation ab.

Zwei Polen verbrachten den 13. März 2022 im Skigebiet Dachstein-Krippenstein. Die beiden Snowboarder, 32 und 28 Jahre alt, waren lediglich zum Pistenfahren entsprechend ausgerüstet, entschieden sich jedoch trotzdem — ohne Standardausrüstung für das Variantenfahren — in die Variante “Angeralm” außerhalb des gesicherten Skiraumes einzufahren.

Nach einigen Höhenmetern Abfahrt gerieten die beiden im Bereich des sogenannten “Mistplatz” in sehr steiles und felsdurchsetztes Gelände. Sie tasteten sich langsam vor bis schließlich der vorne fahrende 32-Jährige einige Meter abrutschte. Der abgestürzte Snowborder hatte sich offensichtlichen Knieverletzung am Wandfuß liegen blieb und dort auf seinen Freund wartete. Dieser folgte unmittelbar danach, verlor jedoch noch einige Meter weiter oben den Halt und stürzte über die letzten Meter der felsdurchsetzten Wand ab, sodass er neben seinem Freund zum Liegen kam.

Sofort zeichnete sich eine schwere Verletzung ab, weshalb die beiden den Notruf wählten. 

Während der 28-Jährige mit dem Notarzthubschrauber ins Salzkammergut Klinikum Bad Ischl geflogen wurde, konnte der 32-Jährige in Begleitung der Bergrettung selbstständig abfahren und begab sich selbstständig ins Klinikum.

Pistendienst

Die Bergrettung übernimmt an Sonn- u. Feiertagen die Pistenrettung für verletzte Wintersportler. Während der Bergung aus der Angeralm, wurden auf der 11 Kilometer langen Abfahrt vom 2100 Meter hohen Krippenstein bei zwei weiteren Einsätzen Wintersportler erstversorgt und ins Tal transportiert.

Wintertouren

Paragleiterabsturz

Der 55-jährige Freizeitparagleiterpilot aus Bad Goisern fuhr mit seinem Flugfreund mit der Seilbahn auf den Hohen Krippenstein. Die beiden planten, mit ihren Paragleitern nach Obertraun zu fliegen.

Außerdem war die Gattin mit von der Partie. Sie beobachtet den Unfallhergang, war aber mit ihren Schiern vor Ort. 

Laut Auskunft der Gattin ging alles blitzschnell; gleich nach dem Start, noch vor einer eigentlichen Flugphase, bekam ihr Gatte offensichtliche Probleme, den Paragleiter zu beherrschen. Er hob nicht richtig ab, war aber auch nicht mehr fest am Boden.

In weiterer Folge stürzte er über eine ca. 4m hohe Wechte zu der Hütte der Landesstraßenverwaltung, während ihn der Schirm noch bedingt trug. Durch die entstandene Pendelbewegung prallte er heftig mit den Beinen gegen die Hüttenwand und fiel dann aus geringer Höhe zu Boden.

 

Die Gattin eilte sogleich zur Hilfe. Der Pilot war zu diesem Zeitpunkt orientiert und ansprechbar. Beide erkannten in der Erstphase die schwere Verletzung nicht. Der Pilot gab vorerst auch nur an, „dass er sich am Fuß weh getan hat“. Daraufhin verständigte die Gattin die Kräfte der Bergrettung Obertraun, die gerade in ihrer Diensthütte im unmittelbaren Nahbereich der Unfallstelle Pistendienst versahen. Sie begannen sofort mit der Erstversorgung.

Die Crew vom alarmierten ÖAMTC Notarzthubschrauber „Christophorus 99“ konnte im unmittelbaren Nahbereich der Unfallstelle landen. Die Mannschaft nahm die weitere notärztliche Versorgung samt Medikamentengabe usw. vor und verbrachten den Piloten ins Spital.