Neue Techniken bei Dolinenstürzen

Unter "realen Wetterbedingungen", bei Schneesturm und -10°C, wurden am Krippenstein neue Techniken zur Bergung von Wintersportlern aus Dolinen geübt.

Im Fall des Falles gilt es abgängige Wintersportler so schnell wie möglich zu finden. Da aber das freie Gelände am Krippenstein recht weitläufig ist, auch mit vielen verschiedenen Varianten und Routen, die vom Gipfel ins Tal führen, ist die Lokalisierung von Verunfallten zum Teil nicht so einfach.

Da es dann auch noch vorkommt, dass Wintersportler entweder alleine unterwegs sind, oder die Gruppe nicht mehr genau weiß, wo sie zuletzt beisammen war, gilt es oftmals zahlreiche Dolinen abzusuchen. 

Hierfür wurde die sogenannte Einseiltechnik geübt. Eine Einsatzgruppe fährt die infrage kommenden Dolinen ab und zwei Mann seilen sich - ausgerüstet mit "Pieps", Recco-Suchgerät, Schaufel und Sonde - in diese ab. Wurde die Doline abgesucht, steigen sie am selben Seil selbstständig wieder auf.

Weiters wurde noch der Umgang mit dem neuen Dyneema-Seilen unter Winterbedingungen mit Winterverankerungen, wie Toter Mann (=eingegrabene Skier als Verankerung) trainiert.

Die neuen Seile bieten eine enorme Gewichtsersparnis, wobei aber nur ein zertifiziertes System zum Bergen verwendet werden kann, da Knoten, wie in der herkömlichen Bergetechnik an diesen Seilen nicht mehr halten würden.

 

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Freerider Angeralm im steilen Gelände

In der direkten Einfahrt in die Variante "Angeralm", unmittelbar unter der Bergstation des 2100 Meter hohen Krippensteines, kam ein 21-jähriger Snowboarder in ein Steilgelände. Als er sich nicht mehr weiter traute, alarmierte er die Einsatzkräfte.

 

Der tschechische Snowboarder, Michal S., fuhr am 22.01.2019, gegen Mittag in die Variante „Angeralm“ ein. Hierbei folgte er den Auskünften von anderen, unbekannten, Variantenfahrern.
S. geriet im Einfahrtsbereich der Variantenabfahrt am sog. „Mistplatz“ in sehr steiles bis felsdurchsetztes Gelände und konnte schließlich nicht mehr weiter.
Er selbst setzte einen Notruf ab und andere Schifahrer, welche ihn von der Gondel aus beobachteten verständigten die Rettungskräfte.
Zwei Bergretter gelangten wenig später zu ihm und suchten nach einer Ausfahrtsmöglichkeit. Gemeinsam gelang es so aus den Steilgelände auszuqueren und in die normale Spur der Variantenabfahrt zu gelangen.
Von dort fuhr er gemeinsam mit dem Rettungsdienst selbstständig durch die Variante und in weiterer Folge über den organisierten Schiraum ins Tal ab.
Der Snowbarder blieb dabei unverletzt.

Verrirte Skifahrer Krippenstein

Am 5.1.2019 gegen 12.10 Uhr verlor die 65-jährige Margit G. aus Gmunden im organisierten Schiraum am Krippenstein, Nahbereich Piste zum Sessellift, auf Grund widrigster Wetterverhältnisse die Orientierung und auch ihren Gatten.

 

Dieser fuhr derweil ins Tal und verständigte den Lift- u. Seilbahnbetreiber sowie den Bergrettungsdienst Obertraun, um nach seiner Frau suchen zu lassen.

 Praktisch zeitgleich ist der 40-jährige Sebastian W. aus München im Bereich der Krippenstein Bergstation auf einen Schifahrer und einen Schneeschuhwanderer aufmerksam geworden. Er wollte diese beiden Personen zur Gjaidalm begleiten, verlor aber ebenfalls im Bereich der Piste Kreuzung Richtung Talstation Sessellift vollkommen die Orientierung.

Weil er nicht wie abgemacht in der Unterkunft Gjaidalm erschien, hat seine Gattin ebenfalls die Rettungskräfte alarmiert.

 

Nach kurzer Suche konnten alle verirrten Personen von Kräften des Bergrettungsdienst Obertraun bzw. von Mitarbeitern des Lift- u. Seilbahnbetreibers gefunden und versorgt werden.

Unterstützung Jäger

Jahreshauptversammlung

Wieder eindrucksvolle Bilanz der Obertrauner Bergretter.


Auch heuer wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung wieder Bilanz gezogen. Unzählige freiwillige Stunden wurden von den Bergrettern der Dachsteingemeinde nicht nur zum Üben und im Ernstfall aufgebracht, sondern auch zur Verwirklichung des neuen Heimes. 

Die Bergrettung möchte sich hier ganz herzlich bei allen Unterstützern bedanken, die hier in Form von Spenden und Hilfe bei Arbeiten auf der Baustelle das Projekt erst ermöglicht haben.

Herbstübungen und Erste Hilfe