Aktivitäten 2018

Hier werden unsere Aktivitäten ausserhalb der Einsätze - also Übungen, Veranstaltungen usw. - veröffentlicht.

Wir sind darum bemüht, diese Seite stets aktuell zu halten.


Jahreshauptversammlung

Wieder eindrucksvolle Bilanz der Obertrauner Bergretter.


Auch heuer wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung wieder Bilanz gezogen. Unzählige freiwillige Stunden wurden von den Bergrettern der Dachsteingemeinde nicht nur zum Üben und im Ernstfall aufgebracht, sondern auch zur Verwirklichung des neuen Heimes. 

Die Bergrettung möchte sich hier ganz herzlich bei allen Unterstützern bedanken, die hier in Form von Spenden und Hilfe bei Arbeiten auf der Baustelle das Projekt erst ermöglicht haben.

Herbstübungen und Erste Hilfe

Übungstag Gletscher

Am Samstag, den 8.9. 2018 stand für die Bergrettung Obertraun ein Übungstag am Dachsteingletscher, der im Einsatzgebiet der Ortsstelle liegt, am Programm.

 

Geübt wurde das richtige Verhalten und Anseilen, sowie die verschiedenen Techniken mit Steigeisen zu gehen, aber vor allem die Rettung einer in eine Gletscherspalte gestürzten Person, sowie die Selbstrettung mittels Prusiktechnik und Gardarschlinge.

Spende Volksbank

Volksbank spendet € 3.000 für Einsatzzentrum Obertraun.

 

Eine besonders großzügige Spende zur Errichtung des neuen Einsatzzentrums wurde von der Volksbank Salzburg durch Höll Oliver an die Einsatzorganisationen übergeben.
Die Feuerwehr und die Bergrettung Obertraun erhalten ein zeitgemäßes Einsatzgebäude und müssen hier entsprechend hohe Eigenleistungen einbringen.
Durch derartige Spenden können diese verringert und die Einsatzorganisationen entlastet werden.
Im Namen der Feuerwehr und Bergrettung gilt ein herzlicher Dank an den Vorstand der Volksbank Salzburg! Gedankt sei aber auch allen anderen Gönnern, die durch Spenden oder zum Beispiel den Kauf von Einsatzzentrum- Bausteinen die Retter unterstützen!

 

Montags- Übungen Frühling

Im Frühling wird zur Vorbereitung auf die Sommersaison jeden Montag geübt. Hier ein paar Eindrücke von den Übungen, bei denen erfahrene Bergretter wie Anwärter ihr Wissen auffrischen.

Maibaumversteigern 2018

Traditionellerweise wird der Maibaum der Dachsteingemeinde jedes Jahr versteigert. Jeder kann sich so ein Stück vom original Obertrauner Maibaum sichern. Obendrauf wird jedem Stück auch noch ein toller Preis zugelost. Der Reinerlös kommt heuer dem Bau des neuen Einsatzzentrums, sowie der Anschaffung von Bergeausrüstung zugute.

Für gute Unterhaltung sorgten die Ortsmusikkapelle Obertraun, die Heimatgruppe und die Stammtischmusi bei kühlen Getränken und Essen vom Grill.

Den Hauptpreis, ein Gourmetabend im Gasthaus Koppenrast, sicherte sich Eggenreiter Leopold - wir wünschen viel Spaß und guten Appetit.

Ein großes Danke an alle Gönner der Bergrettung!

Bergung Drohne im Bereich Five Finger

Großübung Eishöhle

150 Einsatzkräfte übten Rettungseinsatz in der Dachstein-Rieseneishöhle.

Großaufgebot der Rettungskräfte am Dachstein Krippenstein.
Die neu inszenierte Dachstein Rieseneishöhle stand am Samstag, den 21. April 2018 im Mittelpunkt einer großen Einsatzübung für den Ernstfall mit 150 Einsatzkräften. Um 10 Uhr vormittags alarmierte der Betriebsleiter der Dachsteinhöhlen die Einsatzkräfte. Übungsannahme war, dass es in der Dachstein Rieseneishöhle zu einem Eissturz gekommen ist und sich einige Gruppen in der Eishöhle befinden.

Bald danach rückten die Einsatzkräfte von Bergrettung, Polizei, Feuerwehr , Rotes Kreuz und Höhlenrettung mit ihren Mannschaften zum Einsatzort an. In der Zwischenzeit wurden bereits von den Verantwortlichen  der Dachstein Tourismus AG die ersten Rettungsmaßnahmen und Vorbereitungen für das Eintreffen der Einsatzmannschaften bei der Talstation der Dachstein Krippenstein-Seilbahn getroffen. Inzwischen war auch der für den Katastrophenfall vor Ort zuständige Bürgermeister, Herr Mag. Egon Höll eingetroffen, der mit den Verantwortlichen der Einsatzgruppen den gesamten Übungsablauf gespannt verfolgte und auch für die Medienarbeit zuständig war. Der Ablauf der Großübung wurde von den Übungsbeobachtern der Einsatztruppen kontrolliert. Auch die Bezirkshauptmannschaft Gmunden war vor Ort durch Herrn Mag. Martin Scheuba vertreten.

 

Stellungnahme Bgm. Mag. Egon Höll

„Die Dachstein Rieseneishöhle ist nicht nur ein touristisches Weltwunder sondern auch eine Attraktion mit höchsten Sicherheitsstandards. Den besten Beweis dafür hat nun diese Übung mit ca. 150 Berg- und Höhlenrettern, Feuerwehr und Rotem Kreuz sowie Polizei geliefert. Der Übungsablauf gestaltete sich dann im unwegsamen Gelände in der Höhle als äußerst schwierig und den Einsatzkräften wurde bei dieser Übung viel abverlangt. Schwerpunkt bei dieser Übung war die Kommunikation der verschieden Einsatzmannschaften untereinander. In der Höhle war keine technische Verbindung bei der Übungsannahme vorhanden.“

Stellungnahme von Bernd Dankelmayr, Ortsstellenleiter Bergrettung Obertraun:

„Die Bergretter in der Höhle stellten sich gut auf die Situation ein. Weder uns noch dem Gast wünsche ich jedoch so einen Ernstfall. Wir konnten bei dieser Übung sehr viel lernen. Es ist eine schwierige Aufgabe Einsatzkräfte zu koordinieren mit denen wir in der Höhle nicht kommunizieren können.

Da passt dieser Satz noch gut dazu: Lernen ist wie rudern gegen den Strom, hört man auf, treibt man zurück.


Landesrettungskommandant Schmidt Reinhard, Rotes Kreuz

„Die Übung war ungemein wichtig. Es war ein spannendes Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzorganisationen. Es war ein nicht alltäglicher Einsatz mit einer Herausforderung der Kommunikationen. Der Verlauf der Übung zeigte wie wichtig es ist, dass solche Einsätze für einen Ernstfall geübt werden. Die großen Entfernungen von der Talstation bis zum Einsatzort in der Höhle, die Erreichbarkeit nur über die Seilbahn und dann noch die schwierigen Wegstrecken in der Höhle müssen bei der Erstellung der Katastrophenpläne entsprechend berücksichtigt werden, das ist nicht alltäglich.“


Bezirksfeuerwehrkommandant Rainer Günther

„Es war eine hochinteressante und wichtige Übung. Auch wir mussten unseren Einsatz vom Tal auf den Berg verlagern. Für den Ernstfall ist es wichtig hohe Ressourcen der Mannschaft zur Verfügung zu haben“.

 

Mag. Martin Scheuba, BH Gmunden und zuständig für den Katastrophenschutz

 „Gratulation der DAG für die Organisation der Übung. Es zeigt wie wichtig es ist, dass das Zusammenspiel aller Kräfte zu üben und auch, dass sich die Personen kennenlernen.“

 

Alfred Bruckschlögl, Vorstand von der Dachstein Tourismus AG bedankte sich mit seiner DAG-Mannschaft bei allen Einsatzkräften für den tollen Übungsablauf und meinte zufrieden: „Wir sind bei unseren Einsatzkräften vor Ort und der Umgebung in  guten Händen, gemeinsam bieten wir für unsere Gäste und auch unseren Mitarbeitern einen sehr hohen Sicherheitsstandard!“


Zum Abschluss dieser Großübung wurden dann nochmals mit dem Beobachterstab und den Verantwortlichen der Einsatztrupps die Übung besprochen und Optimierungsmaßnahmen festgelegt. Einen gemütlichen Ausklang fand die Übung dann beim Bratlessen in der Schönbergalm.

 

Fotos BRD Obertraun:

Nachfolgende Fotos:

Die Einsatzkräfte nach Übungsende in der Schönbergalm (Foto Traschwandtner)

Die Bergemannschaft in der Eishöhle (Foto Traschwandtner)

Sicherungsarbeiten der Bergrettung in der Eishöhle (Foto Traschwandtner)

Sicherungsarbeiten der Bergrettung in der Eishöhle (Foto Kain)

Bergemannschaft beim Abtransport von Verletzten (Foto Dachstein Tourismus AG)

Übungstour Großglockner

Fotos: Höll Fred

JHV Bergrettung OÖ, Ehrung König Gerhard

Die Bergrettung OÖ, mit Landesleiter Preimesberger Christoph aus Hallstatt, zog eine eindrucksvolle Bilanz, über das letzte Jahr. Von der Ortsstelle Obertraun wurde König Gerhard für 40 Jahre Mitgliedschaft bei der Bergrettung geehrt. Herzliche Gratulation!

Übung Dyneema

Bei der Übung wurden die Neuerungen in der Bergetechnik mit den synthetischen Dyneemaseilen geübt. Insbesodere die Bergung von Personen aus Spalten und Dolinen, waren die Schwerpunkte der Winterübung. Auf dem Hausberg, den Krippenstein waren ideale Bedingungen, bei frischen Pulverschnee und eisigen Temperaturen.

Übungstour Schneekunde

Im Rahmen der Übungstour vom Krippenstein, über Zwölferkogel und Hirlatz bis zur Wiesalm und retour, wurde auch Schnee- und Lawinenkunde im Gelände vermittelt. Die Bedingungen waren optimal und das Wetter traumhaft.


Tourenziel war von der Gjaidalm ausgehend zuerst der Zwölferkogel, dann weiter auf den Vorderen Hirlatz, dann ging es zurück auf den Hinteren Hirlatz und von dort wurde bei einer tollen Firnabfahrt in die "Wiesalm" abgefahren, um wieder zum Wiesberghaus aufzusteigen. 


Ziel dieser Tour war auch unsere Anwärter in Spuranlage und Schnee- und Lawinenkunde zu schulen und das Grundwissen zu vermitteln. 

Nach einer gemütlichen Mittagspause, ging es wieder zurück zur Gjaidalm, wo der gelungene Tag gemütlich ausklang.

Winterübung Sani u. Lawine

Winterübung am Krippenstein mit Fokus auf Sanitätsausbildung und Erste Hilfe auf der Piste. Zu mittag wurde eine Alarmübung in Form eines Lawinenabganges mit anschließender Versorgung und Abtransport der Verschütteten beübt.

Herzlichen Dank an das Sani-Team des RK Bad Aussee und die "Opfer".

Newsfeed:

Wanderer in Jagdsteig verstiegen

Ein 41-jähriger Urlauber war mit seiner 12-jährigen Tochter zum Wandern am Sarstein in Obertraun. Dabei folgten sie großteils Steige, die in ihrer Handy-App eingezeichnet waren, teilweise gingen sie aber auch querfeldein. Das eigentliche Ziel, die Wasserfallwand querten sie dabei nur am Wandfuß und folgten dann eine andere Route und weitere Steige. Als diese steil und felsdurchsetzt wurden, setzte der Vater einen Notruf ab.

 

Der Vater aus Niederösterreich ist mit seiner Tochter auf Urlaub in Obertraun. Nachdem sie am Vortag Mountainbiken waren, wollten sie nun zu Fuß auf die Wasserfallwand, einen Aussichtspunkt am Sarstein gehen. Dabei folgten sie großteils wenig begangene Steige und Wege, die in ihrer Handy-App eingezeichnet waren. Teilweise suchten sie sich auch einen Weg querfeldein durch den Wald.

Als sie dann auf einen Jagdsteig unterhalb des Wehrkogels kamen, wollten sie über diesen zurück ins Tal absteigen. In ca. 1000 Meter Seehöhe wurde der Steig  immer steiler und es folgten Teilstücke mit Stahlseilversicherungen. Nach einer Risikoabwägung des Vaters, entschloss er sich vernünftiger Weise die Bergrettung über den Alpinnotruf 140 zu alarmieren.

Die Bergretter aus Obertraun stiegen zu den beiden über den ausgesetzten Jagdsteig auf, gleichzeitig wurde der Polizeihubschrauber für eine Seilbergung angefordert. Nachdem die Bergretter die beiden ausfindig gemacht hatten und bei ihnen angelangt waren, wurden sie von ihnen auf die Seilbergung mittels Hubschrauber vorbereitet. Nach kurzer Lageerkundung durch die Helikopter-Crew wurden die zwei schließlich mittels Taubergung aus der Wand ausgeflogen und unverletzt ins Tal gebracht.

Im Einsatz waren 8 Mann der Bergrettung Obertraun, ein Beamter der AEG und die Crew der Libelle Salzburg.

Übungstag

Aufgrund der Schneelage, wurde die eigentlich am Berg geplante Übung ins Tal verschoben. Es wurde ein Stationsbetrieb aufgebaut, in dem vertieft Erste Hilfe geschult wurde - beispielsweise die Reanimation, Schienung u. Verbände. Ebenso galt es die neuen Einsatzausrüstungen ordentlich zu beüben. Hier ist vor allem die neue Ferno Trage, eine leichte Gebirgstrage im Mittelpunkt gestanden.

Erschöpfte Wanderer Schönberg Starthütte

Eine 52-jährige Frau und ihr 50-jähriger Lebenspartner, beide Urlauber aus England, gingen am 23.09.2022 gegen 09:30 Uhr vom Talort Obertraun in Richtung des 2100m hohen Krippenstein. Das Paar war mit normaler Wanderausrüstung unterwegs und nahm sich vor, den Berg über den Wanderweg Nr. 662 zu besteigen. Ab einer Meereshöhe von ca. 1500m mussten die beiden immer wieder über Schneefelder
wandern, verloren dadurch immer wieder die Orientierung und benötigten für den Aufstieg länger als geplant. Als die zwei Wanderer gegen 17:30 Uhr immer erschöpfter wurden und das geplante Ziel noch immer nicht in Sicht war, verständigten sie telefonisch das Seilbahnunternehmen.

Drei Mitarbeiter machten sich mit dem Skidoo und zu Fuß auf die Suche nach den hilflosen Personen. Gleichzeitig wurden auch der Bergrettungsdienst Obertraun und der Polizeihubschrauber Libelle Linz über den Einsatz informiert.

Nachdem ein Seilbahnbediensteter die Engländer erreicht hatte wurde schnell klar, dass ein weiterer Auf- oder Abstieg aufgrund der Erschöpfung nicht mehr möglich war.
Die Personen wurden deshalb vom Polizeihubschrauber im unwegsamen Gelände aufgenommen und zur Bergstation der Krippensteinseilbahn geflogen. Von dort konnte das Paar mit der Seilbahn ins Tal abfahren.

Seilbahnbergung Krippenstein,TS3

Um ca. 14:00 Uhr kam es zu einem Bahnstillstand der Dachstein Krippenstein Bahn in Obertraun. Aufgrund eines abrupten Stillstands der Bahn, ausgelöst durch das Ziehen der Notbremse durch einen Fahrgast in der dritten Sektion, zwischen der Bergstation am Krippenstein und der Station Gjaid, kam es zu einem Zugseilüberwurf. 40 Personen mussten durch die Einsatzkräfte und Seilbahnmitarbeiter aus der Gondel abgeseilt werden, da ein Weiterbetrieb der Bahn nicht mehr möglich war. 

Im Einsatz waren 18 Bergretter aus Obertraun und Hallstatt, die Hubschraubercrew Libelle Salzburg, zwei Beamte des BMI und Mitarbeiter der Dachsteinseilbahn. 

Parte Blatnig Herbert

Radfahrer Koppen

Jubiläumsfest u. Ausstellung 70 Jahre BRD Obertraun

Die Bergrettung Obertraun feiert 2022 ihr 70-jähriges Bestandsjubiläum. Aus diesem Anlass wurde eine Jubiläumsfeier im Festzelt Obertraun veranstaltet, sowie eine 2-wöchige Ausstellung im Einsatzzentrum eingerichtet.

 

Mehr zur Geschichte  der Ortsstelle Obertraun

Gewitter Nordwand Klettersteig

Nach einem Blitzeinschlag in der Nähe, alarmierten die Klettersteiggeher die Einsatzkräfte. Diese fuhren mit dem Quad zur Ausstiegsstelle und begleiteten die mittlerweile beim Ausstieg angekommenen, geschockten, aber unverletzten Kletterer zur Bergstation.

Montagsübungen

Maibaum