EINSATZBERICHT
04.10.2009
Verschollener Snowboarder am Krippenstein gefunden!
Nach der erfolglosen Großsuche am 25.09.2009 wurde der seit 31.01.2009 abgängigen Snowboarder Roman R. unterhalb des Däumelkogels gefunden!
Zwei Wiener Höhlenforscher stießen bei der
Erforschung einer Doline auf das Opfer und alarmierten daraufhin die
Alpinpolizei.
Mit dem Einsatzhubschrauber „Libelle“ wurden die Retter daraufhin in das Gebiet
aufgeflogen. Nachdem Alpinpolizei und Bergrettung in die Doline abgeseilt
wurden, barg die Rettungsmannschaft das Opfer in ca. 50m Tiefe mittels Seilzug.
Laut Alpinpolizei war der Mann nach dem 50m hohen Sturz in die Doline sofort
Tod. Das Opfer wurde nach dem Unglück eingeschneit und wurde erst in der letzten
Zeit wieder ausgeappert.
Der Snowboarder war vergangenen Winter gemeinsam
mit seinen Freunden im freien Gelände unterwegs, bis er die Gruppe verlor und
nicht mehr aufzufinden war. Er war schlecht ausgerüstet und führte auch kein
Lawinenpieps mit sich, das auch bei geringer Lawinengefahr zu einem rascheren
Suchergebnis führen hätte können.
Nach dem Unglück wurde das Gebiet bislang 15 Tage mit insgesamt 309 Rettern nach
dem Vermissten abgesucht. 4 Suchflüge mit Helikopter und insgesamt über 2000
Suchstunden führten zuvor leider zu keinem Ergebnis.
Als besondere Schwierigkeit stellte sich bei der Erstsuche der einsetzende
schwere Schneefall und Sturm mit Spitzen bis zu 160 km/h unmittelbar nach dem
Unglück, sowie die daraus resultierende Lawinengefahr für die Retter dar. Immer
wieder musste die Suche zur Sicherheit der Rettungsmannschaft unterbrochen
werden.
Leider kommt es immer wieder vor, dass Wintersportler die Gefahren im alpinen
Gelände unterschätzen.
Ortsansässige Skilehrer und Guides kennen sich bestens mit den Gefahren im
Gelände aus. Um sich selbst, sowie unzählige freiwillige Retter nicht unnötig in
Gefahr zu bringen sollten diese Angebote genutzt werden.
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