EINSATZBERICHT

03.01.2008
Lawinenunglück am Krippenste
in

Eine Gruppe von vier Studenten aus Wien war zum Skiurlaub in der Freeridearena Krippenstein. Einer der 19 und 20 jährigen Studenten war bereits im Vorjahr im Gebiet unterwegs. Bis sie gegen 16 Uhr beschlossen über die Variantenabfahrt Schönbergalm abzufahren waren sie nur im gesicherten Skiraum unterwegs. Im Bereich der Variante war zuvor die Lawinenwarnstufe 3 (erheblich) vom Lawinenwarndienst herausgegeben worden. Obwohl sie nicht mit Verschüttetensuchgerät, Schaufel und Sonde ausgerüstet waren fuhren sie um ca. 16.15 Uhr in diesen ungesicherten Skiraum ein.

Mit geringen Abstand fuhren sie in einen ca. 40° steilen Hang ein. In der Folge löste sich ein Schneebrett und riss alle vier mit sich. Drei der Gruppe wurden teilverschüttet und konnten sich selbst wieder aus der Lawine befreien. Als sie Bianca M nicht finden konnten setzten sie den Alpinnotruf (140!) ab, worauf über 40 Bergretter, Angehörige der Bundessportschule Obertraun sowie 6 Alpinpolizisten ausrückten.

Da die junge Wienerin kein Verschüttetensuchgerät mit sich führte, musste sie mittels Sondierung geortet werden. Bis sie aus der Lawine ausgegraben werden konnte verging ca. eine halbe Stunde.

Ein zufällig anwesender deutscher Arzt leitete sofort Wiederbelebungsversuche ein. Trotz der raschen Hilfe konnte nach 1,5 Stunden von den Ärzten nur noch der Tod festgestellt werden. Daraufhin wurde die Bergung der Verunfallten mittels Akja, sowie die Betreuung der Begleiter durch das KIT des Roten Kreuzes durchgeführt.

Abseilen der Verschütteten Standplatzbau für Flaschenzug
Bergung im Akja mit Mannschaftsseilzug Bergung im Akja Transport zum Pistengerät
  Einsatzbesprechung Talstation DAG