Einsatzbericht

Suche nach vermissten Snowboarder

Bereits seit Samstag, dem 30. Jänner 2009 läuft am Krippenstein eine groß angelegte Suchaktion nach einem 31-jährigen Snowboarder.

Der 31-jährige Niederösterreicher war mit seinen Freunden im freien Gelände am Krippenstein unterwegs. Als die Freunde die Variante Schönberg fuhren, verloren sie ihren Kollegen. Als er auch nicht am vereinbarten Treffpunkt war und auch mit dem Handy kein Kontakt hergestellt werden konnte, schlugen seine Begleiter Alarm. Noch in der selben Nacht suchte die Bergrettung Obertraun mit rund 20 Mann nach dem Abgängigen. Da sie ihn nicht finden konnten, wurde die Suche an den kommenden Tagen fortgesetzt.

Sturm und Lawinengefahr erschwerten die Suche. So kam es, dass nach Sturmspitzen von knapp 160 km/h und nachdem sich teilweise schon kleine Schneebretter lösten, die Suche am Sonntag zum Schutz der Retter unterbrochen werden musste.

Der Snowboarder war, wie die gesamte Gruppe, ohne ausreichende Ausrüstung unterwegs. Lediglich ein Mann  führte ein Verschüttetensuchgerät mit sich. Auch wenn zum Unfallzeitpunkt keine erhebliche Lawinengefahr herrschte, kann ein "Pieps" auch bei Dolinenstürzen und ähnlichen unvorhersebaren Unfällen über Leben oder Tod - finden oder nicht finden entscheiden. Abseits der Piste sind Schaufel, Pieps und Sonde heutzutage ein Muss - dem eigenen Leben zuliebe!

Bislang suchten insgesamt ca. 210 Retter, unter anderem auch Rettungshunde, Polizei, Skilehrer, Helikopter und Retter mit Wärmebildkameras mit einem Gesamtstundenaufwand von ca. 1660 Stunden.

Die groß angelegte Suche wurde am 8. 2. 2009 abgebrochen, es wird weiterhin in kleinen Gruppen nach dem Vermissten gesucht.