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| Durch Erfrieren kommen in der Karwoche 1954 auf dem Dachstein ums Leben: | ![]() |
| Willi Alfred Dengler, l6 Jahre, Schüler Herbert Adolf Kurz, 15 Jahre,Schüler Peter Lehnen, l5 Jahre, Schüler Peter Eberhard Mößner, 16 Jahre, Schüler Rolf Richard Vößner, 14 Jahre, Schüler Roland Georg Josef Rauschmaier,15 Jahre, Schüler Karl Heinz Rienecker, 16 Jahre, Schüler Hans Werner Rupp,24 Jahre, Lehrer Hans Georg Seiler, 40 Jahre, Lehrer Kurt Seitz, l4 Jahre, Schüler Dieter Steck, 16 Jahre, Schüler Klaus Josef Strobel, l5 Jahre, Schüler Christa Doris Vollmer, 24 Jahre, Lehrerin | |
| Die Dachstein - Toten sind eine Mahnung an die Lebenden, die Gefahren des Hochgebirges nicht zu unterschätzen.
Der
Todesmarsch am Karfreitag In der Karwoche des Jahres 1954 haben auf den Dachstein drei Lehrer und zehn Schüler ihr leben lassen müssen, weil die Gefahren der Berge unterschätzt wurden, weil man im Hochgebirge einen Fitnessausflug unternehmen wollte. Kein anderer Bergunfall ist der Bevölkerung so lebhaft in Erinnerung. Die Schülergruppe aus Heilbronn, 14- bis l6 jährige, verbrachte gemeinsam mit ihren Lehrern die Osterferien in der Bundessportschule Obertraun, Die jungen Menschen wollten einige Bergwanderungen unternehmen. Ihr erstes Ziel war der Krippenstein, auf den damals noch keine Seilbahn führte. Der Leiter der Bundessportschule Obertraun warnte vor diesem Vorhaben: ”Im April kann das Wetter rasch umschlagen!” Es entstand deshalb ein Wortwechsel, den der Heilbronner Lehrer Hans Seiler rasch beendete: ”Mischen Sie sich nicht in meine Angelegenheiten!” Während des Aufstiegs schon fiel der erste Regen. Um halb zehn Uhr – es war Gründonnerstag, l5. April – erreichte die Gruppe die Schönbergalm. Die Wanderer waren völlig durchnässt. Die Hüttenwirtin brachte Tee. Als sie erfuhr, dass der Lehrer noch weitergehen wollte, schlug sie die Hände über dem Kopf zusammen: ”Herr Lehrer, das ist heller Wahnsinn!” Die Frau machte Seiler aufmerksam, dass den Kindern die nassen Kleider am Leib klebten. ”Sie müssen sich eben warmlaufen”, antwortete der Lehrer. Dichter Nebel stieg auf. Bald verwandelte sich der Regen in Schneegestöber, man sah kaum fünfzig Meter weit. Zum dritten Mal schickte das Schicksal seine Warnung: Zwei Arbeiter der Materialseilbahn kehrten vom Stützpunkt 5 der Baustelle zur Schönbergalm zurück. Als sie den Wanderern begegneten, redeten sie sie an: ”Kehren Sie um! Ein Unwetter kommt! Wir gehen selber ins Tal!” Seiler gab ihnen nicht einmal eine Antwort, Die beiden Arbeiter waren die letzten, die die dreizehn Heilbronner lebend gesehen haben
Rettungstrupp verirrte sich
Leichentuch im Schnee
An die Stelle, wo man die Toten fand, erinnert heute ein schlichtes Holzkreuz, das Heilbronner Gedächtniskreuz (Heilbronner Biwakkogel, 1975 m). Auf dem Krippenstein ist eine Kapelle dem Gedächtnis dieser Dachsteinopfer gewidmet. Über dem Altar der Kapelle sind die Seligpreisungen der Bergpredigt Jesu in zwei Holztafeln (Kerbschnitt) der Holzfachschule Hallstatt zu lesen.
Sie haben ihren eigenen Todesmarsch fotografiert: Neben einem der Toten fand man einen Fotoapparat. Als man den Film entwickelte, sah man dieses Bild – das letzte vor dem Marsch in den Tod.
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